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"Probiert möglichst viele Dinge aus, bevor Ihr Eure Studienwahl trefft"

Stephanie DünhauptStephanie Dünhaupt

geboren 1989
Studentin im Fach Angewandte Informatik (Master-Studium) (Stand: 1.7.2013)

Teilnahme an der MINT-Sommerprojektwoche in den Jahren 2005 und 2006

Wer oder was hat Sie bewogen, an diesem Projekt teilzunehmen?

Ich habe durch meinen ehemaligen Biologielehrer von der Sommerprojektwoche erfahren und von ihm einen Flyer zum Projekt erhalten. Zusammen mit zwei damaligen Mitschülerinnen habe ich mich dann für das Projekt angemeldet.

Was haben Sie sich davon versprochen und welche Erwartungen haben sich bestätigt?

Von dem Projekt hatte ich mir versprochen, dass es mir die Studienwahl erleichtert und möglicherweise einen Einblick in den Studienalltag geben würde. Dadurch, dass ich mit einigen Studentinnen über ihre Studienerlebnisse in verschiedenen MINT-Fächern sprechen konnte, habe ich diesen Einblick auch gewonnen. Vor allem habe ich herausgefunden, dass mich meine ursprünglichen Studienwünsche doch nicht so sehr interessierten, wie ich eigentlich zuvor gedacht hatte.

Woran denken Sie, wenn Sie an das MINT-Projekt zurückdenken?

Mir fallen die Versuche im Schülerlabor und die Projektarbeit zum Erstellen einer Website ein.

Was war Ihr "Highlight" im Projekt?

Am besten hat mir, neben den fächerspezifischen Veranstaltungen, gefallen, dass es eine Diskussion mit allen Teilnehmerinnen und den Studentinnen der MINT-Fächer gab. Dort konnte man seine Fragen in die Runde stellen und so auch etwas über die Ansichten und Studienwünsche der anderen Teilnehmerinnen erfahren. Auch das Angebot der Veranstaltungen selbst fand ich ansprechend, weil es breit gefächert war.

Was haben Sie durch die Teilnahme gelernt?

Ich habe gelernt, dass es sich lohnt, über den fachlichen Tellerrand zu schauen! Die Vorstellungen, die man während der Schulzeit von einem Studiengang und von beruflichen Inhalten eines Fachs hat, entsprechen meistens nicht der Realität.

Welchen Einfluss hatte das Projekt auf Ihre persönliche und berufliche Entwicklung?

Ich habe mich dazu entschieden, an der Ruhr-Universität Bochum zu studieren. Mein ursprünglicher Studienwunsch war Psychologie. Ich habe dann aber gemerkt, dass mir ein technisches Studium mehr Spaß machen würde. Nachdem ich 2005 an der Sommerprojektwoche teilgenommen hatte, stellte ich fest, dass mich Chemie sowie der Studiengang Angewandte Informatik sehr interessierten. Ich habe dann 2006 noch einmal an der Sommerprojektwoche teilgenommen und mich danach für den Studiengang Angewandte Informatik entschieden, weil ich mir gut vorstellen konnte, in der IT-Branche zu arbeiten oder zu forschen.

Was würden Sie interessierten Schülerinnen vor Studienbeginn raten?

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es sehr sinnvoll ist, an den Projektwochen teilzunehmen. Sie helfen dabei, Studienwünsche zu konkretisieren und ggf. Vorurteile gegenüber anderen Studienrichtungen, für die man sich vorher vielleicht gar nicht interessiert hat, auszuräumen – selbst wenn man sich nicht für ein naturwissenschaftliches oder technisches Studium entscheidet. Probiert möglichst viele verschiedene Dinge aus, bevor ihr Eure Studienwahl trefft.