RUB » Junge Uni » Wir haben MI(N)T gemacht! » Interview mit Tuba Albayram

"Ich wollte die Universität einmal hautnah erleben"

Tuba Albayram

geboren 1987
Studentin im Master (Stand: 1.7.2013)

Teilnahme am Schülerinnen-Projektworkshop in den Ingenieurwissenschaften in den Jahren 2004 und 2007

Wer oder was hat Sie bewogen, an diesem Projekt teilzunehmen?

Mein Physiklehrer hat uns davon erzählt. Eine Freundin und ich haben uns direkt angemeldet.

Was haben Sie sich davon versprochen und welche Erwartungen haben sich bestätigt?

Im Jahr 2004: Zunächst habe ich mir nicht viel versprochen, muss ich ehrlich zugeben. Meine Familie hat mir schon immer empfohlen zu studieren. Mein Vater und mein Bruder haben auch studiert. Ich wollte die Universität einmal hautnah erleben. Es war für mich eine große Welt und da wollte ich hineinschnuppern. Und ich war sehr überrascht, denn es hat mir einen Riesenspaß gemacht, wir konnten auch praktisch mitarbeiten und sehen, wo die Ingenieurwissenschaften im täglichen Leben gebraucht werden (z. B. im Straßenbau). Im Jahr 2007 wollte ich schauen, ob mir die Ingenieurwissenschaften immer noch Spaß machen. Ich war immer der Typ dafür. Und meine Erwartungen wurden natürlich bestätigt. Nun studiere ich Ingenieurwissenschaften und es macht mir einen Riesenspaß.

Woran denken Sie, wenn Sie an das MINT-Projekt zurückdenken?

Ich denke an die ganzen netten und fremden Leute. Es war schön, Mitmenschen kennenzulernen, die dieselben Interessen haben. Man konnte sich austauschen, neue Kontakte knüpfen. Ich würde jetzt immer noch an solchen Projekten teilnehmen.

Was war Ihr "Highlight" im Projekt?

Mein Highlight war der Workshop zum Thema Straßenbau. Ich durfte selbst mitarbeiten. Wir hatten Steine, Kiesel, Sand und Wasser zur Verfügung und einen Behälter. Wir sollten den Behälter so füllen, dass kaum Freiräume entstehen und am Ende das Gewicht minimal ist.

Was haben Sie durch die Teilnahme gelernt?

Ich habe gelernt, dass solche Projekte einen fürs Leben prägen können. Es ist wichtig zu sehen, ob es wirklich das ist, was man am Ende machen möchte. Und wenn man das in jungen Jahren sieht, dann weiß man, ob es einem gefällt oder doch gar nicht dem entspricht, was man gerne machen möchte.

Welchen Einfluss hatte das Projekt auf Ihre persönliche und berufliche Entwicklung?

Ich habe mich am Ende für den Studiengang Umwelttechnik und Ressourcenmanagement entschlossen und studiere derzeit im Masterstudiengang.

Was würden Sie interessierten Schülerinnen vor Studienbeginn raten?

Ich rate, solche Projekte immer zu nutzen. Man lernt wirklich viel für das spätere Leben. Ich wusste nicht, was und ob ich studieren möchte. Als ich das erste Mal am Schülerinnenprojektworkshop teilnahm, habe ich wirklich gemerkt, dass studieren echt mein Ding ist. Ich will das. Bei der zweiten Teilnahme ging es mir darum, zu sehen, was ich studieren möchte. Zwar war damals mein Studiengang nicht im Projekt mit inbegriffen, aber ich wusste, mich interessiert die Studienrichtung Maschinenbau.

Nutzt solche Projekte und schaut, was ihr wirklich wollt. Dann fällt euch die Studienwahl oder die Berufswahl nicht so schwer. Denkt niemals, dass ihr noch Zeit habt. Glaubt mir, die Zeit rennt euch einfach nur weg und am Ende steht ihr mit nichts da.