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Fachschaft

Evangelisch-Theologische Fakultät

Lehrstuhl für
Christliche Gesellschaftslehre

Prof. Dr. Traugott Jähnichen

         
 
 
 
 

Veranstaltungen Wintersemester 2008/09

Traugott Jähnichen

Clemens Wustmans

Mirjam Kübler

Jörg Hübner

 

pix pix Prof. Dr. Traugott Jähnichen

010265
Kurs:
Religion und Offenbarung.
Einführung in die Systematische Theologie

Anrechenbar für: BA (Modul III)

Do 14-16 | GA 03/142
Beginn: 16.10.2008

Die Verhältnisbestimmung von „Religion“ und „Offenbarung“ bestimmt in charakteristischer Weise die theologischen Ansätze der Neuzeit. Die Problemstellung des Kurses soll dazu anleiten, die entsprechenden theologischen Grundentscheidungen in Auseinandersetzung mit humanwissenschaftlichen und philosophischen Positionen zu rekonstruieren und kritisch zu prüfen. Auf diese Weise wird exemplarisch in Arbeitsweisen und Themenstellungen der systematischen Theologie eingeführt. Die Veranstaltung wird neben Vorlesungsteilen verschiedene Möglichkeiten von Beteiligungs- und Diskussionsformen anbieten. Ein e-Tutorium unterstützt und ergänzt die Präsenzveranstaltung.

Literatur:
T. Jähnichen/ A. Witte-Karp, Religion und Offenbarung. Ein Studienbuch zur Einführung in die Systematische Theologie, Waltrop 2007 (2. Auflage).

010250
Vorlesung mit Kolloqium:
Profile evangelischer Ethik - ein Überblick


Anrechenbar für M.Ed. (Modul 2)

Di 10-12 | GA 03/142
Beginn: 21.10.2008

Fragen der Ethik sind für den neuzeitlichen Protestantismus zu einer grundlegenden Herausforderung und zu einem wichtigen Feld innertheologischer Kontroversen geworden. Im Rahmen dieser Vorlesung wird ein Überblick über die wichtigsten Richtungen der evangelischen Ethik im 19. und 20. Jahrhundert gegeben, indem eine Typologie der unterschiedlichen Profile entwickelt wird. Dabei sollen die jeweiligen Ansätze in ihren theologisch-systematischen Grundsatzentscheidungen wie in ihrem historischen Kontext dargestellt werden. Das Ziel der Vorlesung ist es, die eigene theologisch-ethische Urteilsbildung vor dem Hintergrund der jüngsten Traditionsgeschichte zu profilieren. Neben überwiegenden Vorlesungsanteilen sollen exemplarische Texte sowie deren Bedeutung gemeinsam diskutiert werden. Die Veranstaltung richtet sich an Pfarramtsstudierende und ist auch für Studierende des M.Ed. geöffnet.

010062
Kolloquium:
Systematisch-Theologische Sozietät

gemeinsam mit M. Weinrich

Mi 14tgl. 18-20 | GA 8/37
Beginn: 15.10.2008

Die Sozietät bietet für fortgeschrittene Studierende, Graduierte und Postgraduierte ein Forum zur Besprechung laufender Forschungs- und Publikationsprojekte, neuer Veröffentlichungen und aktueller theologischer Problemstellungen. Das Semesterprogramm wird in der ersten Sitzung vorgestellt und diskutiert.


 


pix pix Clemens Wustmans, M.Ed.

010271
Seminar:
Kirche und "Staat"

Anrechenbar für: BA (Modul II)

Mi 10-12 | GA 7/52
Beginn: 15.10.2008

Das Verhältnis zwischen Christen bzw. der Kirche und dem „Staat“, der weltlichen Obrigkeit, ist ein durchaus wechselvolles, das sich im Lauf der Epochen höchst unterschiedlich darstellt. Zugleich hat es immer wieder Versuche und Bemühungen gegeben, zu einer grundsätzlichen Klärung des Verhältnisses zu kommen. Im Seminar soll anhand verschiedener Entwürfe das Verhältnis von Kirche und Staat in Form eines historischen Längsschnitts erarbeitet werden: Christen als Verfolgte und später als Staatsreligion im Römischen Reich, der Konflikt zwischen Kaiser und Papst im Mittelalter, Luthers Verständnis von der Obrigkeit, Heinrich VIII. und die Entstehung der „Kirche Englands“, die Union der protestantischen Kirchen 1817 in Preußen sowie die Kirche in den totalitären Regimen des 20. Jahrhunderts stehen im Mittelpunkt der Betrachtung. Parallel zu den inhaltlichen Fragen werden im Seminar die Methoden kirchengeschichtlichen Arbeitens vorgestellt. Im Vordergrund wird dabei die kritische Interpretation der Quellen stehen.

Einführend: Art. Kirche und Staat, in: RGG 4, Bd. 4, Tübingen 2001, Sp. 1038-1052.

010165
Interdisziplinäres Seminar:
Gerechtigkeit in biblisch-systematischer Perspektive

gemeinsam mit J.-C. Maschmeier

Anrechenbar für: BA (Modul VII)

Di 12-14 | GA 04/511
Beginn: 21.10.2008

In diesem Seminar soll den verschiedenen Aspekten des Gerechtigkeitsbegriffs in biblischer sowie in systematisch-theologischer Perspektive nachgegangen werden. In der hebräischen Bibel und im Neuen Testament spielt „Gerechtigkeit“ in jeweils unterschiedlichen Konkretionen eine herausragende Rolle. Der kleinste gemeinsamer Nenner besteht darin, dass er ein Beziehungsbegriff ist: Er ist eingebettet in das Gemeinschaftsverhältnis Gott - Gottesvolk, so dass in der biblischen Tradition sowohl von der Gerechtigkeit Gottes (Ps 119,7; Röm 1,16) als auch von menschlicher Gerechtigkeit (Ps 7,9; Mt 5,20) gesprochen wird. Aus biblisch-theologischer Perspektive wird vor allem eine Verhältnisbestimmung alttestamentlicher und neutestamentlicher Gerechtigkeitskonzeptionen vorgenommen werden. Im Hinblick auf die Systematische Theologie sollen zunächst grundlegende Gerechtigkeitstheorien in den Blick genommen werden, wie sie in der Antike von Aristoteles, von den Reformatoren Luther und Calvin oder im 20. Jahrhundert von John Rawls formuliert werden. Auch verschiedene Konkretionen der (Sozial-) Ethik haben den Gerechtigkeitsbegriff zum Gegenstand, die Handlungsfelder reichen dabei von der Wirtschaftsethik über die Frage nach sozialer Gerechtigkeit bis hin zur ökologischen Sozialethik.

 

 

pix pix Dr. Mirjam Kübler

010270
Interdisziplinäres Seminar:
Tod und Auferstehung

gemeinsam mit S. Leibold

Anrechenbar für: BA (Modul VII)

Di 10-12 | GA 04/511
Beginn: 21.10.2008

"[...] gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben. Am dritten Tage wieder auferstanden von den Toten [...]" - Der Topos vom Sterben und Auferstehen Jesu Christi ist das zentrale Motiv christlichen Glaubens, auf dem zugleich die Hoffnung auf Erlösung und ein persönlich-personales "Leben nach dem Tod" gründet. Bis heute bekennen wir uns im Gottesdienst zum "Glauben" an dieses Ereignis – was aber bedeutet es und wo liegen seine (religionsgeschichtlichen) Wurzeln und Parallelen? Obwohl insbesondere die paulinischen Schriften geradezu leitmotivartig von dem Gedanken durchzogen und geprägt sind, ist er kein "Monopol" jüdisch-christlichen Glaubens, sondern auch eine Form der Kontingenzbewältigung in Kulturen, die unsere Religion beeinflusst haben. Das Seminar möchte einerseits nach eben diesen Ursprüngen und Parallelen fragen und sie untersuchen, andererseits aber auch und gerade die Bedeutung des Motivs "Tod und Auferstehung" für uns Christen herausarbeiten und biblische Referenztexte befragen.

 


pix pix PD Pfr. Dr. Jörg Hübner

010269
Seminar:
„Ehrfurcht vor dem Leben“ – Zur Begründung einer christlichen Ethik im Spiegel der Weltreligionen im Anschluss an die Kulturethik von Albert Schweitzer

Anrechenbar für: BA (Modul IX)

Di 10-12 | GA 8/34
Beginn: 21.10.2008

Die christlichen Kirchen befinden sich nicht nur in Deutschland in einer gewaltigen Umbruchssituation, die nicht allein durch die rückläufige Gemeindemitgliederzahl bedingt ist, sondern auch durch ihre veränderte Rolle in einer pluraler und globaler gewordenen Gesellschaft. Zugleich ist der Ruf nach einer Ethik in einer Zeit stärker geworden, in der die Welt vor ihrer Überlebensfrage steht. Eine theologische Ethik hat darauf zu reagieren. Auf der Suche nach einer glaubwürdigen sowie weiterführenden Antwort vermag die Kulturethik Albert Schweitzers (1875 bis 1965) richtungsweisende Impulse vermitteln, da er nicht nur die Gefährdung der Weltgesellschaft in seiner Zeit in den Blick nahm, sondern auch eine christliche Ethik im Kontext der Weltreligionen zu begründen vermochte. Ausgehend von seiner Kulturethik soll in der Vorlesung mit Kolloquium seine Begründung einer „Ehrfurcht vor dem Leben“ in seiner Bedeutung für eine moderne theologische Ethik entfaltet werden.

Literatur:
Werner E. Müller (Hg.), Zwischen Denken und Mystik. Albert Schweitzer und die Theologie heute, 1997.
Erich Gräßer, Albert Schweitzer als Theologe, 1979.
Albert Schweitzer, Kultur und Ethik in den Weltreligionen, 2001.
Werner Zager (Hg.), Albert Schweitzer und das freie Christentum, 2005.

010272
Seminar:
Einführung in die politische Ethik

Blockseminar 09.02. - 12.02.2009

Anrechenbar für: BA (Modul IX)

Mo-Do (Beginn 9 Uhr)
Beginn: 09.02.2009

Die Adressaten evangelischer Ethik sind traditionellerweise der Staat und seine Organe; das zentrale Thema der politischen Ethik ist in evangelischer Perspektive die Begründung des Staates. Dabei war der evangelischen Ethik eine gewisse Nationalstaatsorientierung eigen, die sie nun angesichts der fortschreitenden Globalisierung aufzugeben oder zumindest zu überdenken hat. Eine fundamentale Rolle spielt dabei die Frage der Souveränität der Staaten sowie die Frage, in welcher Weise nationale, transnationale und kulturelle Prozesse ineinander greifen. Wen adressiert eine politische Ethik in Zukunft noch? Wie sieht überhaupt eine politische Ethik aus, die in den Zeiten der Globalisierung noch einen Beitrag zur Gestaltungsfähigkeit der Weltgemeinschaft leisten kann? In der Veranstaltung, die als Blockseminar durchgeführt wird, werden wesentliche Texte der Vergangenheit diskutiert, moderne Debatten um ein System von Global Governance vorgestellt und Leitlinien einer politischen Ethik entwickelt.

Literatur:
Ulrich Beck, Die Erfindung des Politischen, 1993.
Martin Honecker, Evangelische Theologie vor dem Staatsproblem, 1981.
Arthur Rich, Glaube in politischer Entscheidung, 1962.
Jörg Hübner, Globalisierung – Herausforderung für Theologie und Kirche, 2003.
Ulrich Brand u.a., Global Governance, 2000.

 

 
 
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Letzte Änderung: 15.10.2008
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