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Evangelisch-Theologische
Fakultät
Lehrstuhl
für
Christliche Gesellschaftslehre
Prof. Dr. Traugott
Jähnichen |
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Veranstaltungen Sommersemester 2002
Prof. Dr. Traugott Jähnichen
Dr. Norbert Friedrich
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Prof.
Dr. Traugott Jähnichen |
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010081
Vorlesung (D3):
Die Ethik der Reformatoren: Luther - Melanchthon
- Zwingli - Calvin
2 st. Mo 10-12 GA 03/142
Beginn: 22. April 2002
Die reformatorische Rechtfertigungs-Botschaft hat
auch das Weltverhältnis der Menschen in grundlegender
Weise verändert. Das Handeln in den Bezügen
der Welt die vita activa wurde im
Unterschied zur mittelalterlichen Wertschätzung
des kontemplativen Lebens zum theologisch entscheidenden
Ort der menschlichen Lebensführung und erforderte
eine Neubestimmung der christlichen Ethik. In der
Vorlesung soll danach gefragt werden, wie sich diese
Neubestimmung in den ethischen Grundentscheidungen
und Konkretionen der wichtigsten Repräsentanten
reformatorischer Theologie niedergeschlagen hat.
Als die auch für das Selbstverständnis
der Gegenwart grundlegende Leitfrage ist dabei zu
bedenken, inwieweit die Moderne von den Impulsen
der Reformation geprägt ist
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010084
Systematisches Hauptseminar (D3):
Widerstand aus Glauben gegen den Nationalsozialismus
(gemeinsam mit Prof. Dr. Günter Brakelmann)
2 st. Di 10-12 GA 04/511
Beginn: 23. April 2002
Die Anzahl der evangelischen Christen, die aus
Glauben den Weg in den politischen Widerstand
gegen den Nationalsozialismus gegangen sind, ist
relativ gering. Auf der anderen Seite spielt aber
eine neue Sicht auf den christlichen Glauben bei
verschiedenen Kreisen im Umfeld des militärischen
Widerstands des 20. Juli 1944 eine zunehmend wichtige
Rolle.Am Beispiel der Widerstandsgruppen des Kreisauer
Kreises und des Freiburger Kreises sowie in der
Konzentration auf die Biographien wichtiger Repräsentanten
des Widerstands aus Glauben (Carl Goerdeler, Helmuth
James von Moltke, Dietrich Bonhoeffer u.a.) soll
der Zusammenhang von christlicher Glaubensentscheidung
und Verpflichtung zum politischen Widerstand aufgezeigt
werden.
Von den Teilnehmenden wird die Bereitschaft zur
Übernahme von Referaten, Buchvorstellungen
u.a. erwartet.
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010083
Systematisches Hauptseminar (D1; D3):
Luthers theologische Suche nach Ordnung
(gemeinsam mit Prof. Dr. Th. Bonhoeffer)
2 st. Mi 10-12 GA 7/155
Beginn: 17. April 2002
Niemand hat sich über die weitreichenden
Wirkungen seiner Botschaft mehr gewundert als
Luther selbst. Die Grundlagen des mittelalterlichen
Weltverständnisses waren in Frage gestellt,
die Möglichkeit einer tiefgreifenden Reform
von Kirche und Welt, wie 1520 in der Adelsschrift
skizziert, schien zum Greifen nahe. Auf der
anderen Seite beriefen sich sehr rasch verschiedene
gesellschaftliche Gruppen z.B. die aufständischen
Bauern auf die reformatorische Freiheitsbotschaft,
gleichgültig gegen deren für Luther
entscheidende theologische Legitimation.
Angesichts der oft chaotischen Umbrüche
in Kirche und Gesellschaft wird für Luther
spätestens seit Mitte der 1520er Jahre
die Bemühung um verlässlich begründete
Ordnungsmuster zu einer Hauptaufgabe der Theologie.
In unserem Seminar wollen wir in entsprechend
ausgewählten politischen und kirchenreformerischen
Schriften, privaten Briefen und vor allem in
der späten Genesisvorlesung Luthers lesen
und nach den theologischen Begründungen
sowie nach ihrem inneren Zusammenhang fragen.
Insbesondere interessiert dabei, ob und inwieweit
die Überlegungen Luthers im Blick auf heutige
Orientierungskrisen fruchtbar gemacht werden
können.
Lit.: B. Lohse, Luthers Theologie in ihrer historischen
Entwicklung und in ihrem systematischen Zusammenhang,
1995; G. Ebeling, Luthers Seelsorge. Theologie
in der Vielfalt der Lebenssituation an seinen
Briefen dargestellt, 1997.
Weitere Informationen und Literaturhinweise
finden Sie auf der homepage von Prof. Bonhoeffer:
www.ruhr-uni-bochum.de/Thomas.Bonhoeffer/
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010085
Systematisches Hauptseminar (D 3):
Grundfragen der Religionssoziologie
2 st Do 10-12 GA 8/37
Beginn: 18. April 2002
Die Religionssoziologie als eine klassische Disziplin
der Soziologie erlebt gegenwärtig im Zuge
einer bewussteren öffentlichen Wahrnehmung
religiöser Phänomene eine Renaissance.
Sie untersucht aus der Außenperspektive
soziologischer Beschreibungen religiöses
Verhalten und fragt nach seiner Bedeutung für
die Individuen und die Gesellschaft. Neben empirischen
Untersuchungen, die interessante Einblicke in
den Wandel und in die Stabilität religiöser
Phänomene belegen, sind die unterschiedlichen
theoretischen Ansätze zur Erfassung und Beschreibung
von Religion und ihrer gesellschaftlichen
Relevanz speziell auch für Theologie und
Kirche von besonderem Interesse.
In dem Seminar soll ein Überblick über
die theoretischen Ansätze und die Arbeitsmethoden
der Religionssoziologie erarbeitet werden. Von
den Teilnehmenden wird die Bereitschaft zur Übernahme
von Referaten, Buchvorstellungen u.a. erwartet.
Lit.: H. Knoblauch, Religionssoziologie, 1999;
V. Krech, Religionssoziologie, 1999.
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010086
Systematische Übung (Blockveranstaltung):
Kirchliches Leben im Krieg (D1; D3;C 2)
(gemeinsam mit Dr. Norbert Friedrich)
Konstituierende Sitzung: 17. April, 13.00 Uhr in
GA 7/155
Die öffentlichen Debatten der letzten Jahre
die Frage der Zwangsarbeiter, aber auch
die Diskussionen um die Rolle der Wehrmacht innerhalb
der nationalsozialistischen Vernichtungspolitik
haben es offenkundig werden lassen: Das
Wissen um die Kriegsjahre, um die Verbindungen
zwischen Front und sog. Heimatfront, um das Leben
und Arbeiten in Deutschland und den besetzten
Gebieten ist noch immer vergleichsweise gering.
Das Seminar will diesen bisher nur ausschnittweise
behandelten Themenkomplex an ausgewählten
Beispielen näher beleuchten. Wie wirkten
sich Krieg und Bombardierungen, Kriegserlebnis,
Zerstörung und Hunger auf die Gemeinden aus,
auf den Gottesdienst und die Predigten? Welche
Unterschiede bestanden zwischen Land- und Stadtgemeinden?
Wie sahen die Gemeinde- und die Wehrmachtsseelsorge
der Pfarrer aus? Welche Auswirkungen auf die konfessionellen,
theologischen und politischen Konflikte lassen
sich feststellen? Bei Interesse der Teilnehmenden
können darüber hinaus Vergleiche zur
Situation der evangelischen Kirchen im Ersten
Weltkrieg hergestellt werden.
Erwartet wird von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern
die eigenständige Erarbeitung und Präsentation
eines Themas. Die Themenabsprache sowie die Terminplanung
werden in der konstituierenden Sitzung verabredet.
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Dr. Norbert
Friedrich |
010082
Systematisches Proseminar für Lehramtsstudierende:
Kirche und Staat (D 3)
2 st Mo 16-18 GA 8/37
Beginn: 22. April 2002
In der Geschichte die Beziehung bestimmt. Zugleich
hat es immer wieder Versuche und Bemühungen
gegeben, zu einer grundsätzlichen Klärung
des Verhältnisses zu kommen.
In den Lehrplänen für den Evangelischen
Religionsunterricht nehmen daher die Bereiche
Kirche, Staat und Politik ein breiten
Raum ein,
wobei immer eine Verbindung von kirchengeschichtlichen
und systematisch-theologischen Themen gesucht
wird.
Im Seminar soll anhand verschiedener Entwürfe
das Verhältnis von Kirche und Staat historisch
und systematisch erarbeitet werden
(z.B. Barmer Theologische Erklärung; Kirche
und Staat in der DDR; gegenwärtige Verhältnisbestimmung).
Zugleich sollen am Beispiel der
Lehrpläne und neuerer Unterrichtsmodelle
mögliche Themenbereiche für eine heutige
Umsetzung in Schule und Erwachsenenbildung besprochen
werden.
Lit. Martin Honecker, Grundriß der Sozialethik,
Berlin/New York 1995 (bes. Teil V)
Kirche und Staat, in: RGG4, Bd. 4, Tübingen
2001, Sp. 1038-1052.
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010086
Systematische Übung (Blockveranstaltung):
Kirchliches Leben im Krieg (D1; D3;C 2)
(gemeinsam mit Prof. Dr. T. Jähnichen)
Konstituierende Sitzung: 17. April, 13.00 Uhr
in
GA 7/155
Kommentar s.o.
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