Forschungsgruppe "Asiatische und Asiatisch-Pazifische Integration"

Arbeitsgruppe 1: Japan

Leiterin: Diana Schnelle, M.A.

Im Fokus dieser Arbeitsgruppe steht Japan als Stakeholder der asiatischen und asiatisch-pazifischen Integration. Anhand von drei zentralen Dimensionen – Wirtschaft, Politik und Sicherheit – wird untersucht, wie die internationale Strategie des Landes von regionalen Integrationsprozessen beeinflusst wird und diese ihrerseits mitgestaltet. In diesem Zusammenhang finden vor allem die wachsende Zahl (angestrebter) preferential trade und economic partnership agreements, Territorialkonflikte sowie die jüngsten Remilitarisierungsbestrebungen Japans besondere Berücksichtigung. Die übergeordnete Kernfrage dabei ist: Welche Rolle nimmt Japan in der neu entstehenden wirtschaftlichen und politischen Ordnung des asiatischen bzw. asiatisch-pazifischen Raumes ein?

Arbeitsgruppe 2: China

Leiterin: Dr. Ulrike Solmecke

Die zunehmend dichtere Vernetzung der Länder des asiatischen Raums in einem Spannungsfeld zwischen Einheit und Vielfalt induziert umfassende Veränderungen hinsichtlich bestehender sowie neu auszubildender Strukturen ebenso wie in Bezug auf die Bedeutung einzelner politischer Akteure. Die Arbeitsgruppe nimmt die Rolle der VR China in diesem Prozess der Kooperation und Integration innerhalb Asiens und der asiatisch-pazifischen Region in den Blick. Im Vordergrund steht dabei einerseits die Frage, welche Möglichkeiten und Hemmnisse sich für die Integrationsbestrebungen durch China als politischem Akteur ergeben. Andererseits wird untersucht, welche Bedeutung der VR China als Impulsgeber für regionale Zusammenarbeit bei der Lösung globaler Herausforderungen im Sinne einer Transformation zur Nachhaltigkeit zukommt.

Arbeitsgruppe 3: The Association of South East Asian Nations (ASEAN)

Leiter: Prof. Dr. Bersick

Bedeutung und Einfluss der ASEAN für die intra-regionale Kooperation und Integration in Südostasien und Asien-Pazifik stehen im Mittelpunkt der Forschungstätigkeit der Arbeitsgruppe. Unter Verwendung von Ansätzen und Methoden der vergleichenden Regionalismusforschung, der Internationalen Politischen Ökonomie, der Internationalen Beziehungen sowie rollentheoretischer Fragestellungen werden gegenwärtige Entwicklungen wie der Aufbau der ASEAN-Gemeinschaft (ASEAN Community 2015) und der Verhandlung der Regional Comprehensive Economic Partnership (RCEP) untersucht. In Zusammenarbeit mit dem Europäischen und Weltkonzernbetriebsrat des Volkswagenkonzerns erarbeiten darüber hinaus Studierende Referate und Kurzstudien zu aktuellen Fragen des ASEAN-Integrationsprozesses. Die Ergebnisse werden bei VW in Wolfsburg in Anwesenheit von VW-Managern und VW-Aufsichtsratsmitgliedern im Rahmen einer Studienexkursion vorgestellt und diskutiert.