Forschungsgruppe "EU-China"

Arbeitsgruppe 1: The EU and China's New Silk Road

Leiter: Prof. Dr. Bersick

Ausgehend von der „Neue Seidenstraße-/One Belt, One Road“-Initiative der chinesischen Regierung untersucht das Forschungsprojekt vergleichend multilaterale und bilaterale Kooperations- und Integrationsprozesse in Asien und Europa. Im Vordergrund steht die Frage nach der Herausbildung von übergreifenden Governance-Strukturen in Eurasien und deren Einfluss auf die Entwicklung der Internationalen Politischen Ökonomie der Region. Welche Rolle nehmen staatliche und nicht-staatliche Akteure sowie die Europäische Union und relevante EU-Mitgliedsstaaten, insbesondere Deutschland, hinsichtlich der Institutionalisierung funktionaler Zusammenarbeit und Integration in Eurasien ein?

Arbeitsgruppe 2: China and the New Silk Road

Leiterin: Dr. Ulrike Solmecke

Die Forschungsgruppe geht der Frage nach, in welcher Weise die VR China sich eröffnende Potenziale eines stärker zusammenwachsenden Eurasiens nutzt und wie Beijing mit in diesem Zusammenhang neu entstehenden Konfliktfeldern umgeht. Hierbei liegt der Forschungsschwerpunkt auf den Politikfeldern Ökonomie, Finanzströme, Sozial- und Umweltpolitik. Welche Verantwortung ist China bereit zu übernehmen hinsichtlich der Auswirkungen der „Neue Seidenstraße-/One Belt, One Road“-Initiative auf soziale und ökologische Standards und inwieweit beeinflusst China in diesem Zusammenhang den europäischen Diskurs zu den Veränderungen gesellschaftlicher und politischer Strukturen für eine zukunftsfähige Entwicklung?

Arbeitsgruppe 3: The Asia-Europe Meeting (ASEM)

Leiter: Prof. Dr. Bersick

Für das Entstehen und die Entwicklung des ASEM-Prozesses ist die Teilnahme Chinas von grundlegender Bedeutung. Die mit dem Abhalten des ersten ASEM-Treffens in Bangkok im Jahr 1996 auf europäischer und asiatischer Seite gehegten hohen Erwartungen konnte ASEM jedoch bisher nicht erfüllen. Im Jahr 2016 begeht der ASEM-Prozess sein 20-jähriges Jubiläum. In Vorbereitung auf das 11. ASEM-Gipfeltreffen in Ulaanbaatar und in Zusammenarbeit mit dem Außenministerium der Mongolei fragt das Forschungsprojekt nach den bisherigen Kooperationsergebnissen sowie nach den wesentlichen zukünftigen Herausforderungen an die asiatisch-europäische interregionale Zusammenarbeit.