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Abschlussworkshop


"Raus ins Vergnügen!"

 

im Rahmen des Projektes

"(Industrie-)Wald als Lern- und Erlebnisraum für Kinder der Offenen Ganztagsgrundschule in NRW"

des Institutes für Geographie der Ruhr-Universität Bochum

im Auftrag des MUNLV NRW

 

 

Der Workshop fand am Montag, den 15. November 2004 statt und wandte sich an Lehrerinnen und Lehrer der Ganztagsgrundschulen der Rhein-Ruhr-Region und an das Personal der Ganztagsbetreuung. Auf dem Workshop wurden Ergebnisse des Projektes vorgestellt, um den Schulen Anreiz und Hilfestellung bei der Initiierung von Waldprojekten zu geben. Der Workshop sollte Möglichkeiten zum Erfahrungsaustausch bieten und Einblicke in praxisorientierte Waldaktionen vermitteln.

 

Eingetroffen in der Ganztagsgrundschule Deininghausen konnten die Teilnehmer/-innen zunächst bei einer Tasse Kaffee einen ersten Eindruck von der Arbeit des Projekt-Teams gewinnen. Ein Teil der Pausenhalle war mit großformatigen Bildern, Presseartikeln und Informationsmaterialien bestückt, um die rund 50 Besucher/-innen auf die Veranstaltung einzustimmen.

 

Der Workshop startete mit der Begrüßung der Teilnehmer/-innen und Kooperationspartner durch Herrn Prof. Dr. Otto. Insbesondere erging ein Dank an Frau Renate Späth vom MUNLV NRW, welche die Projektidee hatte und die notwendigen finanziellen Mittel für die Realisierung bereitstellte. Anschließend skizzierte Herr Dr. Keil mit Hilfe eines Zeitstrahls den gesamten Projektverlauf.

 

Andreas Witte

Anhand von Bildern und Filmausschnitten konkretisierten Dipl.-Biologe Andreas Witte und Dipl.-Pädagogin Tanja Kiehne vom Team der Ruhruniversität Bochum, zu dem auch die Lehrerin Kornelia Kors gehört, insbesondere die praktischen Projektphasen. Die zum Projektbeginn anvisierten Ziele, organisatorisch wie inhaltlich, wurden mit den Erfahrungen verglichen und die Ergebnisse kritisch reflektiert.

Im Anschluss schilderten zunächst Frau Weiling von der Robert-Brauner-Schule für geistig behinderte Kinder in Herne und danach Frau Goliath, Schulleiterin der Grundschule Deininghausen, wie sie die Kinder im Wald erlebten und welche positiven Veränderungen sie im Laufe der Waldtage bei ihren Schüler/-innen beobachten konnten.

 

Um 10 Uhr traf Nordrhein-Westfalens Umweltministerin Bärbel Höhn in der Grundschule Deininghausen ein. Nach einer Begrüßungsansprache ging es zusammen mit den Teilnehmer/-innen und Schulkindern in den Wald, um dort gemeinsam vielfältige Möglichkeiten zu erleben, wie Ganztagsgrundschulen Waldprojekte initiieren und gestalten können.

 

 

Im schulnahen Wald waren verschiedene Lern- und Erlebnisstationen aufgebaut, an denen die Erwachsenen Spiele und Aktionen praktisch erproben konnten. Rund 90 kleine „Waldexperten“ verteilten sich im Wald, um den Großen dabei Hilfestellung zu geben. Die Ministerin nutzte die Gelegenheit, mit den Kindern über ihre Walderlebnisse zu sprechen. Auch die Erfahrung einer „Baumbegegnung“ ließ sich die Ministerin nicht nehmen.

 

Auf dem Workshop stand bewusst weniger Theorie, sondern mehr praktisches Erleben im Vordergrund. Vormittags in Deininghausen und auch nachmittags auf der Industriewaldfläche Rheinelbe in Gelsenkirchen wurde den Besucher/-innen vor Ort vermittelt, wie Waldtage gestaltet werden können. Herr Balke von der Forststation Rheinelbe ist ein möglicher Kooperationspartner für potentielle Waldprojekte. Er führte die Truppe hoch und runter durch das Gelände und vermittelte so einen lebhaften Eindruck in seine Arbeit mit Kindergruppen.

 

Nach den beiden Waldexkursionen wurden sowohl die Ergebnisse des Tages als auch die des Gesamtprojektes zusammen gefasst. Dies mündete in eine breite, intensiv geführte Diskussion, in der auch mögliche Perspektiven für eine Weiterführung des Projektes angesprochen wurden.

 

Am Ende des Workshops erhielten alle Teilnehmer/-innen einen Waldrucksack. Der leuchtend rote Rucksack enthält Infos und Materialien, um ein Waldprojekt an der Schule zu planen und durchzuführen: einen Wegweiser für die Organisation der Waldtage, ein Modul für die inhaltliche Gestaltung sowie ein Erste-Hilfe-Paket samt Zeckenzange. Natürlich wurde auch Frau Höhn ein Rucksack überreicht.