Glossar
Analysemodul
Analysemodule dienen der Anwendung und Reflexion unterschiedlicher Methoden. Die Vermittlung methodischer Zugänge wird dabei durch eine weitgehend selbständige Forschungstätigkeit ergänzt, die einzelne Methoden zur Anwendung bringt. Die Ergebnisse der Forschungspraxis werden mit anderen Methoden verglichen und kritisch reflektiert.
In der M.A.-Phase werden im Ein-Fach-Studium zwei Analysemodule besucht, im Zwei-Fach-Studium eines. Analysemodule müssen auf jeden Fall mit einem benoteten Leistungsnachweis abgeschlossen werden.
B.A.-Phase
Die B.A.-Phase umfasst die ersten 6 Semester des Studiums und wird mit einem ersten berufsqualifizierenden Universitätsabschluss, dem "Bachelor of Arts", beendet.
Zielsetzung der B.A.-Phase ist die Schaffung einer breiten medienwissenschaftlichen Grundlage, die den späteren Einstieg in das gesamte Spektrum des Mediensektors ermöglicht. Hinzu kommt eine wissenschaftliche Qualifizierung der Studienanfänger.
In der B.A.-Phase ist im Fach Medienwissenschaft die erfolgreiche Teilnahme an 11 Modulen vorgeschrieben; dies entspricht etwa 44 Semesterwochenstunden.
Die abschließende B.A.-Prüfung setzt sich zusammen aus einer mündlichen Prüfung und einer schriftlichen Arbeit.
Credit Points
Zum Nachweis der Studienleistungen wird jede Veranstaltung oder Prüfungsleistung nach dem voraussichtlich erforderlichen Arbeitsaufwand gewichtet. Werden die in der Studienordnung vorgeschriebenen Leistungen zum erfolgreichen Bestehen einer Veranstaltung erbracht, werden dem Studierenden Credit Points (CP's) gutgeschrieben.
Die Vergabe und Anzahl der CP's ist dabei unabhängig von der Note, die für die abschließende Leistung (schriftliche Hausarbeiten, Präsentation...) vergeben wird. In der B.A.-Phase müssen insgesamt 65 CP's erreicht werden, in der anschließenden M.A.-Phase 45 CP's (im Ein-Fach-Studium 90).
BA |
mit benotetem Leistungsnachweis |
ohne benoteten Leistungsnachweis |
propädeutisches Modul |
7 | 5 |
Gegenstandmodul |
8 | 5 |
Systematisches Modul |
8 | 5 |
Praxismodul |
- | 5 |
MA |
mit benotetem Leistungsnachweis |
ohne benoteten Leistungsnachweis |
Wissenschaftssystematik |
10 | - |
Vertiefendes Modul |
10 | - |
Projektmodul |
15 | - |
Methodenmodul |
10 | - |
Examensmodul (nur 1-Fach-Studium) |
- | 5 |
Ein-Fach-Studium
Die Unterscheidung in Ein-Fach-Studium und Zwei-Fach-Studium bezieht sich nur auf die M.A.-Phase. Im Ein-Fach-Studium wird ausschließlich das Fach Medienwissenschaft studiert.
In der Studienordnung vorgeschrieben ist die Belegung von 12 Modulen + ergänzende Veranstaltungen (= 50 Semesterwochenstunden).
Gegenstandsmodul
Dieser Modultyp beschäftigt sich mit einzelnen Medien. Die einzelnen Veranstaltungen gehen vor allem auf die Bereiche Produktion, Rezeption, Audiovisualität und soziokulturelle Funktion der unterschiedlichen Medien ein.
Es werden vier Schwerpunktthemen unterschieden:
- Printmedien (Buch und Presse)
- Rundfunk (Hörfunk und Fernsehen)
- Film/ Kino
- Digitale Medien
In der B.A.-Phase müssen drei Gegenstandsmodule besucht und damit drei der vier Schwerpunktthemen abgedeckt werden.
Hauptseminar
Kolloquium
Kolloquien dienen der Erarbeitung komplexer wissenschaftlicher Sachverhalte und aktueller Forschungsergebnisse. Sie werden in der Regel für fortgeschrittene
Studierende als Vorbereitung auf die Magisterarbeit bzw. die Magisterprüfung angeboten.
M.A.-Phase
Die M.A.-Phase schließt sich an die B.A.-Phase an und umfasst in der Regel vier Semester. An ihrem Ende steht mit Abschluss der Prüfungen der akademische Grad einer/eines "Master of Arts"(M.A.).
Die M.A.-Phase dient der wissenschaftlichen Vertiefung der in der B.A.-Phase erworbenen historischen, theoretischen und analytischen Kompetenzen. Hinzu kommt die Spezialisierung auf Schwerpunkte aus den Bereichen Medienkultur und Medienöffentlichkeit/ Kommunikation.
In der M.A.-Phase müssen 6 (Ein-Fach-Studium: 12) Module besucht werden. Abgeschlossen wird die Phase mit einer mündlichen Prüfung und einer schriftlichen Arbeit (Umfang 60-80 Seiten, Bearbeitungszeit 4-6 Monate).
Modul
Das Studienangebot besteht aus sogenannten Modulen. Jedes Modul setzt sich aus zwei oder drei thematisch aufeinander bezogenen Lehrveranstaltungen (Seminare, Vorlesungen, Übungen etc.) zusammen und erstreckt sich in der Regel über maximal zwei bis drei Semester. Im Rahmen der Module ist es eher möglich, ein Themengebiet umfassend und im Zusammenhang zu bearbeiten, als dies in einzelnen Lehrveranstaltungen der Fall ist.
Innerhalb eines Moduls wird in der Regel eine Veranstaltung mit einem benoteten Leistungsnachweis und die zweite mit einem unbenoteten Leistungsnachweis abgeschlossen.
Optionalbereich
Im Optionalbereich soll neben der fachwissenschaftlichen Ausbildung die Vermittlung weiterer berufsqualifizierender Schlüsselqualifikationen im Vordergrund stehen. Studierende erhalten zudem die Möglichkeit, im Rahmen ihres Studiums über die eigenen Fächergrenzen hinaus zu blicken. Derzeit bietet der Optionalbereich Lehrveranstaltungen aus folgenden fünf Gebieten:
- Informationstechnologie/EDV
- Fremdsprachen
- Präsentation, Kommunikation und Argumentation
- Interdisziplinäre Studieneinheiten und/oder ergänzende Studieneinheiten in anderen Fächern
- Praktikum
Aus mindestens drei der fünf genannten Gebiete sind Studienleistungen nachzuweisen. Diese Studienleistungen werden nicht durch Ihre Studienfächer bestimmt; die Auswahl der Veranstaltungen treffen die Studierenden vielmehr ihren individuellen Interessen entsprechend selbst. Die Note eines Moduls aus dem Optionalbereich (mit Ausnahme des Praktikums) geht in die Berechnung des B.A.-Examens ein. (www.ruhr-uni-bochum.de/optionalbereich)
Praxismodul
Das Praxismodul soll praktische Kompetenzen im Umgang mit den Medien vermitteln und dabei zugleich einen Einblick in verschiedene Berufsfelder des Mediensektors gewähren. Die begrenzten Projekte werden in kleinen Gruppen unter Anleitung eines Praktikers aus dem entsprechenden Bereich durchgeführt.
Inhalt des Praxismoduls kann z.B. die technisch-handwerkliche Einführung in den digitalen Videoschnitt, Multimedia-Gestaltung oder digitale Bildbearbeitung sein. Aber auch die Vermittlung konzeptioneller Kompetenzen der angewandten Medienforschung, des Kommunikationsmanagements, der Medienberatung und der Medien- und Kulturorganisation gehören zum möglichen Themenspektrum.
In der B.A.-Phase muss der Besuch eines Praxismoduls nachgewiesen werden. Auch Praktika, die außerhalb der Universität absolviert werden, können als Praxismodul angerechnet werden, dann allerdings nur als unbenotetes Modul.
Projektmodul
Projektmodule stellen Formen der Forschungspraxis in den Mittelpunkt, die auf eine öffentliche Präsentation und Vermittlung der Forschungsergebnisse zielen. In projektorientierter Gruppenarbeit werden Recherchen und Materialaufbereitungen durchgeführt und anschließend in eine wissenschaftliche Darstellung überführt. Dies kann z.B. eine Publikation, Ausstellung oder eine Präsentation im Internet sein.
In der M.A.-Phase werden im Ein-Fach-Studium zwei Projektmodule besucht und eines davon mit einer umfassenden Präsentation und einem benoteten Leistungsnachweis abgeschlossen.
Propädeutisches Modul
Die vier propädeutischen Module, die zu Beginn des Studiums besucht werden müssen, sollen grundlegend in die Fragestellungen, Theorien und Methoden des Fachs einführen. Es gibt vier thematisch unterschiedliche Module:
- Mediengeschichte und Medienästhetik
- Mediensysteme und Medieninstitutionen
- Analysemethoden
- Medientheorie/ Kommunikationstheorie und Fachgeschichte
Die vier propädeutischen Module werden in den ersten zwei Semestern besucht. Dabei müssen zwei der vier Module mit einem benoteten Leistungsnachweis abgeschlossen werden, die anderen beiden mit einem nicht-benoteten Leistungsnachweis.
Seminare
Systematisches Modul
In der B.A.-Phase müssen drei Systematische Module besucht werden. Diese differenzieren und vertiefen medienwissenschaftliche Fragestellungen und Ansätze. Die besuchten Module müssen aus drei unterschiedlichen der folgenden fünf Themengebiete gewählt werden:
- Ästhetik und Technik
- Gender - Repräsentation/ Rezeption (nähere Erläuterungen zum Begriff "Gender")
- Mediengeschichte
- Mediensysteme
- Theorie und Methoden
Tutorium
Tutorien sind Veranstaltungen des B.A.-Studiums, die in kleinen Gruppen von etwa 10 Studierenden stattfinden. Sie werden von fortgeschrittenen Studierenden geleitet und sollen grundlegende Informationen über Studienablauf und -organisation vermitteln.
Außerdem gehören Recherchetechniken und Anleitung zum wissenschaftlichen Arbeiten bzw. Verfassen wissenschaftlicher Arbeiten zum Aufgabengebiet der Tutorien.
Übungen
Vertiefungsmodul
In den Vertiefungsmodulen werden die Themen der Gegenstandsmodule und der Systematischen Module des B.A.-Studiums weiter vertieft. Ziel ist die umfassende und differenzierte Kenntnis von Gegenständen, Fragestellungen und Theoriemodellen des Fachs.
Vertiefungsmodule werden nur in der M.A.-Phase des Studiums besucht. Es müssen 2 (Ein-Fach-Studium: 4) Module besucht und davon die Hälfte mit benotetem Leistungsnachweis abgeschlossen werden.
Vorlesungen, Seminare, Übungen
Vorlesungen dienen der systematischen Darstellung eines Gegenstands- oder Problembereichs. Sie sind grundsätzlich für Hörer aller Semester geöffnet. In Vorlesungen können in der Regel keine Leistungsnachweise erworben werden.
Übungen dienen der Vertiefung und Anwendung von Erlerntem. In kleinen Gruppen sollen Techniken des wissenschaftlichen Arbeitens erprobt und der praktische Umgang mit dem Gegenstandsbereich erlernt werden.
Seminare sind wissenschaftliche Veranstaltungen der B.A.-Phase, in denen zentrale Fragestellungen des Fachs und grundständige Kenntnisse des Gegenstandsbereichs erarbeitet werden. In Seminaren kann in der Regel durch ein Referat und eine schriftliche Hausarbeit im Umfang von etwa 10-15 Seiten ein benoteter Leistungsnachweis erworben werden.
Hauptseminare sind wissenschaftliche Veranstaltungen der M.A.-Phase, in denen spezielle Fragestellungen und Themenbereiche des Fachs umfassend diskutiert und in ihren historischen und wissenschaftlichen Kontext eingebettet werden.