5. Was sagen gegenwärtige


MA-Studierende über den


Studiengang?

Erfahrungsberichte

 

Erfahrungsbericht von Verena Lichtenstein
Die M.A.- Phase der Medienwissenschaft an der Ruhr-Universität Bochum
1- Fach- Studium

Nachdem nun die ersten Studenten - wie auch ich - die Möglichkeit genutzt haben, die komplette Bachelor- und Masterphase des gestuften Studiengangs der Medienwissenschaft an der Ruhr- Universität zu studieren, möchte ich Studieninteressenten mit diesem Bericht einen Einblick in meine Erfahrungen während der M.A.- Phase an diesem Institut geben.
Von den anfänglichen Schwierigkeiten des neu eingeführten Studienmodells war bereits zum Ende der B.A.- Phase nichts mehr zu merken. Die Struktur des Studiengangs, mit seiner Unterteilung in Module mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten und wissenschaftlichen Arbeitsmethoden setzt sich in der M.A.- Phase fort.
Nachdem sowohl die fachspezifischen als auch die methodischen Grundlagen für das wissenschaftliche Arbeiten während der B.A.- Phase erworben wurden, vertieft man diese in der M.A.- Phase und wendet sie gleichzeitig bei der Erarbeitung von Forschungsinteressen und Ausführung von Forschungsprojekten an. Die jeweiligen Modultypen werden weiterhin zu verschiedenen Themen und Zielsetzungen angeboten.
Neben dem Modul Wissenschaftssystematik und aktuelle Forschungsthemen der Medienwissenschaft sind mehrere Vertiefende Module mit den Schwerpunkten Printmedien, Film/ Kino, Rundfunk, Digitale Medien, Ästhetik und Technik, Gender, Repräsentation/ Rezeption, Geschichte, Mediensysteme, Theorien und Methoden vorgesehen. Das Projekt- sowie das Methodenmodul beinhalten - je nach Themengebiet - unterschiedliche Phasen, wie beispielsweise die der Literaturbearbeitung, Methodenfindung und -anwendung, gegebenenfalls der Datenerhebung, Erarbeitung eines eigenen Forschungsinteresses sowie der Entwicklung eines Konzepts. Das Examensmodul bietet einem die Möglichkeit das Konzept seiner M.A.- Arbeit zu präsentieren und diskutieren.

Die Struktur des Studiums wird zwar durch die Modularisierung sehr genau vorgegeben, trotzdem bleibt dank der verschiedenen Themenbereiche und des umfangreichen Angebots des Instituts genügend Freiheit seine Schwerpunkte nach persönlichem Interessen zu setzen. Das breite Spektrum und die Gliederung in die unterschiedlichen Wissenschaftsbereiche erlauben es einem einerseits, einen Überblick zu erlangen und andererseits, sich zu spezialisieren. Durch die ebenfalls vielfältigen Themenschwerpunkte der einzelnen Dozenten erhält man einen Einblick in weitere wissenschaftliche Disziplinen, wie Philosophie, Kulturwissenschaften, Geschichte, Politik etc.
Genau das macht den interdisziplinären Charakter der Medienwissenschaft aus - anfänglich „überfordern“ einen vielleicht die übergreifenden Strukturen der verschiedenen Wissenschaftsdisziplinen, doch wenn man sich durch die Orientierungslosigkeit „gekämpft“ hat, kann man anfangen, die Früchte seiner Arbeit und die positiven Seiten dieser Vielschichtigkeit zu genießen - Zusammenhänge werden deutlich, Puzzleteile fügen sich allmählich zusammen und ergeben ein Gesamtbild, welches einen Überblick über Theorien, Abläufe, Vorgehensweisen etc. innerhalb der Medienwissenschaft und ihren Teildisziplinen bietet.

In der M.A.- Phase kann man also das Wissen weiter vertiefen, anwenden und selbstständig seine Forschungsinteressen herausarbeiten und weiter entwickeln. Die überschaubare Anzahl der Studenten in den Seminaren ermöglicht konstruktive Diskussionen. Durch die Anforderungen und den daraus resultierenden Erfahrungen aus den Seminaren der B.A.- Phase, wie Referate, Präsentationen und die nützliche Kritik an diesen, hat man sich eine gute Basis für Argumentationstechniken und somit (selbstbewusste) Präsentationen geschaffen.

Außerdem bietet das Institut für Medienwissenschaft mittels der Kooperation mit internationalen Universitäten den Studenten die Möglichkeit im Ausland (Studien-) Erfahrung zu sammeln. Durch die Regelung, dass Studienleistungen im Ausland erbracht werden können, obwohl man in Bochum offiziell beurlaubt ist, kann man sogar Regelstudienzeit einsparen. Die Unterstützung vor dem Auslandsaufenthalt und die anschließende Anrechenbarkeit, der im Ausland erbrachten Leistungen, sollten überzeugende Argumente für jeden Studenten sein, die Chance auf einen Auslandsaufenthalt zu nutzen.
In meinem Fall bot mir die Universitat Pompeu Fabra in Barcelona (http://www.upf.es), die in Spanien zu den angesehensten Universitäten im Fachbereich Comunicació Audiovisual gehört, neben der Spracherfahrung (katalanisch und spanisch) - und natürlich der Stadt selbst - ein praxisorientiertes Studienangebot, welches sich sehr gut mit den erworbenen theoretischen Grundlagen aus Bochum ergänzte.

Die bange Frage - nicht erst am Ende des Studiums – dreht sich meist um das Danach; was kann ich mit diesem Studium beruflich erreichen? Kurz vor der Abgabe meiner M.A.- Arbeit bleibt noch ungewiss, ob die Vielschichtigkeit des in Bochum angebotenen gestuften Studiengangs mir den Berufseinstieg erleichtern wird; auf jeden Fall hatte ich die Möglichkeit, mir eine gute Grundlage zu erarbeiten und sehe die unterschiedlichsten beruflichen Perspektiven - mal schauen was daraus wird...

Verena Lichtenstein (vLichtenstein@web.de)

Erfahrungsbericht M.A.-Medienwissenschaft von Véronique Vonier (MA-Absolventin 2006)

Nach meinem Abschluss des Bachelor of Arts Studiums der Medienwissenschaft und der Anglistik / Amerikanistik an der Ruhr-Universität Bochum im Sommersemester 2004 habe ich mich entschlossen direkt (d.h. im Wintersemester 2004 / 2005) den Master of Arts an der Ruhr-Universität anzuschließen.

Meiner persönlichen Erfahrung nach bietet der Master of Arts in Medienwissenschaft Studierenden die Möglichkeit bereits erworbene Fähigkeiten und Kenntnisse zu vertiefen und erlaubt ein eigenständigeres Arbeiten als der Bachelor of Arts. Besonders das Konzept der auf zwei Semester angelegten Methoden- und Projektmodule ermöglicht M.A.-Studenten ein praxisorientiertes Arbeiten. Ein weiterer Vorteil des M.A.-Studiums liegt in der (im Vergleich zum B.A.-Studium) freieren Wahl der verschiedenen Themenbereiche. So kann jeder Student, gemäß seiner eigenen Vorlieben, seine persönlichen Schwerpunkte innerhalb des Studiums setzen.

Ich selbst habe mich für das Studium eines 2-Fach Masters entschieden. Obwohl man immer mit zeitlicher Überschneidung verschiedener Kurse aus beiden Fachrichtungen rechnen muss, lohnt es sich über einen 2-Fach Master of Arts nachzudenken, da dieser jedem Studierenden eine breitere Auswahl an Themen und Schwerpunktsetzungen anbietet als der 1-Fach Master, aber vor allem ein interdisziplinäres Arbeiten erleichtert.

Der M.A. ist in Bochum (wie auch an anderen Universitäten) auf insgesamt 4 Semester angelegt. Diese recht kurze Studiendauer bringt allerdings nicht nur Vorteile mit sich. In den vorgegebenen 4 Semestern sollen laut Studienverlaufsplan nicht nur diverse „Pflichtmodule“ absolviert, sondern auch sämtliche Prüfungsleistungen erbracht werden. Studierende, die sich neben beruflichen Zielen auch aus „Spaß und Interesse“ für das Studium der Medienwissenschaft entschieden haben, wird es aufgrund dieser rigiden Planung meist schwer gemacht Kurse außerhalb des Pflichtprogramms zu besuchen.

Insgesamt kann ich jedem, dem das Bachelor of Arts Studium nicht den Spaß und das Interesse am Studieren sowie wissenschaftlichen Arbeiten genommen hat, nur empfehlen sich auch noch für den Master of Arts zu entscheiden!

Véronique Vonier (MA-Absolventin 2006),
veronique.vonier@rub.de

Erfahrungsbericht von Schirin Salem (MA-Absolventin 2007)

Mit einem Masterstudiengang „Medienwissenschaft“ ist man, am medienwissenschaftlichen Institut der Ruhr- Universität Bochum mit momentan 7 Professuren, m. E. gut beraten. Durch die zahlreichen Forschungsschwerpunkte und die große Interessenvielfalt der einzelnen Professuren (u. a. Filmtheorie, Medienöffentlichkeit, Gender, Mediengeschichte, digitale Medien, Medienpolitik, Publizistik, Medienphilosophie, Fernsehtheorie und -analyse, Cultural Studies) kann man seinen Stundenplan abwechslungsreich gestalten und von einem optimalen, weit gefächerten Betreuungsverhältnis profitieren. Mit überfüllten Hörsälen, demotivierten Studierenden sowie Lehrenden und Konkurrenzverhalten jeglicher Art wird man nicht konfrontiert, dafür aber mit anspruchsvollen Seminarthemen, zeitaufwendiger Textlektüre, Eigenverantwortung und meist schriftlich angefertigten Modulabschlussarbeiten. Man sollte sich dabei bewusst machen, dass es sich hierbei tatsächlich um Medienwissenschaft, also um die Entwicklung von kritischen Fragestellungen, Herangehensweisen,

Methoden und Analysen handelt (oft mit philosophischem Schwerpunkt) und nicht um einen praxisorientierten Studiengang. Dabei ist man größtenteils frei in der Auswahl der Themen, was wiederum sehr positive Auswirkungen auf die Arbeitsweise und die eigene Motivation hat.

Das Bochumer Universitätsleben habe ich als sehr angenehm, ungezwungen, liberal, flexibel und gesellschaftlich empfunden. Auch wenn der Campus (inkl. Hörsäle) nicht der schönste ist, herrscht doch eine angenehme Atmosphäre mit zahlreichen Freizeitgestaltungs-möglichkeiten (Fachschaften, Cafeten-Cliquen, Uni-Sport, Kemnader See, Uni- und Wohnheimpartys, Bars und Cafes im „Bermuda-Dreieck“ etc.). Als damals „Zugereiste“ kann ich mich mittlerweile als Bochumerin identifizieren, wahrscheinlich auch weil ich an der RUB sehr positive Erfahrungen gemacht habe und das Privileg von tiefgehenden Freundschaften erfahren durfte.

Schirin Salem

Ansichten eines Quereinsteigers: Alexander Kronshage (MA-Absolvent 2007)

Der Einstieg in den Master-Studiengang als Bachelor- Absolvent einer anderen Hochschule ist an der RUB mit einem Äquivalenz- Prüfungsverfahren und der Festsetzung zusätzlicher Kurse verbunden. In der Praxis hat sich die Belegung dieser zusätzlichen Kurse als sehr vorteilhaft erwiesen. Der medienwissenschaftliche Master- Studiengang legt eindeutige Schwerpunkte in den Bereichen Medienanalyse und Mediengeschichte. Speziell der Gegenstandsbereich Film wird gezielt in den Fokus gerückt. Die Inhalte der Äquivalenzkurse waren inhaltlich gut auf die im eigentlichen Studium zu erwartenden inhaltlichen Themengebiete abgestimmt, so dass die bei einem Wechsel der Universität aufgrund der an das Lehrpersonal gebundenen Inhalte in der Regel existenten Defizite besonders in den Bereichen "fehlendes/ anderes Fachvokabular", "Strukturierung und Stand der wissenschaftlichen Forschung", sowie "Anliegen und Hauptaugenmerk der Wissenschaft" schnell behoben werden konnten. Da es sich bei den zusätzlichen Kursen um durch die Fakultät definierte Leistungen handelt, kann der Umfang mitunter stark schwanken. Die Belegung von zusätzlichen Kursen sollte von jedem Studieninteressierten bei der Entscheidung, an die Ruhr- Universität zu wechseln, mit einkalkuliert werden.

Der eigentliche Masterstudiengang zeichnet sich durch eine klare Gliederung des Lehrangebotes aus. Gerade durch die Belegung von Modulen, die sich verschiedensten medienwissenschaftlichen Themen zuwenden, ist eine stark auf die individuellen Interessen ausgelegte inhaltliche Beschäftigung möglich. Durch die zum aktuellen Zeitpunkt im Vergleich zu anderen Universitäten günstige Personalausstattung war es während des gesamten Studiums möglich, Kurse so zu belegen, das keine zeitlichen oder thematischen Überschneidungen stattfanden oder die Studienzeit streckten. Bezüglich des für das Studium einzukalkulierenden Arbeitsaufwandes kann keine Pauschale Aussage getroffen werden. Der Umfang kann je nach Interessenschwerpunkt und Interesse an den zusätzlichen Angeboten des Optionalbereiches stark schwanken.
Obwohl der Master- Studiengang als konsekutiver Studiengang eine wissenschaftliche Arbeitsweise fördern soll, ist der Praxisanteil durch die Unterstützung von Praktika und das obligatorisch zu belegende Projektmodul über zwei Semester immer noch hoch genug, um Querverweise zu privatwirtschaftlichen Anwendungsmöglichkeiten der Studieninhalte aufzuzeigen. Insgesamt kann der Studiengang solchen Personen empfohlen werden, die neben einem generellen Interesse für Medien auch Spaß an der Beschäftigung mit historisch- technischen Zusammenhängen und der inhaltsanalytischen Arbeitsweise mitbringen.

Alexander Kronshage, alexander.kronshage@gmx.de

Erfahrungsbericht von Björn Bowinkelmann (1-Fach-Master Medienwissenschaft)

Wer wie ich seinen Bachelor in Medienwissenschaft an der RUB gemacht hat, der kennt bereits die ProfessorInnen und ihre Forschungsgebiete. Ein weiterer Vorteil: die Mehrzahl der LehrstuhlinhaberInnen kennt auch schon dich. Die Teilnehmerzahl der Kurse im Bachelor- und Master-Studiengang ist überschaubar. Man trifft in den Kursen auf bekannte KommilitonInnen und muss sich schon sehr anstrengen, wenn man von den DozentInnen nicht beachtet werden will.

Für RUB-Neulinge werden die genannten Vorteile der RUB-Bleiber direkt im ersten Semester des Master-Studiengangs durch das Modul Wissenschaftssystematik ausgeglichen. Hier stellen die LehrstuhlinhaberInnen sich und ihre Forschungsgebiete vor. Ihr wisst danach, wer euch vom Lehrstil her zusagt und bei wem eure eigenen Forschungsinteressen am besten untergebracht sind.
Ein Forschungsinteresse für und in der Medienwissenschaft müsst Ihr mitbringen, denn der Masterstudiengang Medienwissenschaft ist ein Forschungs-Master, genauer: ein angewandter Forschungs-Master.
Für eine Übersicht und Anwendung wissenschaftlicher Forschungsmethoden sorgen das Methoden- und das Projektmodul, die beide über zwei Semester laufen. Während im Methodenmodul wissenschaftliche Forschungsmethoden für die Medienwissenschaft erlernt werden, bietet das Projektmodul die Umsetzung solcher Methoden in einem konkreten Forschungsthema. In der Regel habt Ihr Einfluss auf die Gestaltung des Themas und am Ende des Kurses ein Forschungsergebnis, das im Idealfall veröffentlicht wird. In meinem Fall waren es soziologische Forschungs- und Interviewmethoden, mit denen wir die Mediennutzung der Generation 50+ ermittelt haben. Anhand unserer Forschungsergebnisse haben wir dann ein Magazin für die Zielgruppe konzipiert.

Vor allem die Vertiefenden Module bieten euch die Möglichkeit, Kurse nach eigenem Forschungsinteresse auszuwählen und mitzugestalten. In fast allen Seminaren, die ich besucht habe, waren die ProfessorInnen an den Forschungsvorlieben der Studierenden interessiert und haben diese darin unterstützt. Referats- und Seminararbeitsthemen sind nicht strikt vorgegeben.

Ist mein Forschungsinteresse vertreten? Die Inhalte des Masterstudiengangs Medienwissenschaft an der RUB werden durch die Forschungsinteressen der ProfessoreInnen und LehrstuhlinhaberInnen am Institut geprägt. Nur sie bieten Kurse und Seminare im Master an. Da immer mal wieder ProfessorInnen die Uni wechseln oder neue hinzukommen, ändert sich auch in regelmäßigen Abständen das inhaltliche Forschungsspektrum des Studiengangs. Forschungsbereiche können dadurch komplett wegfallen oder vollständig neue hinzukommen. Bevor ihr euch für den Master Medienwissenschaft an der RUB bewerbt, schaut euch die letzten kommentierten Vorlesungsverzeichnisse und die Webseiten der ProfessorInnen an. So könnt ihr vorher abwägen, ob die Themen und Inhalte euch zusagen oder nicht.

Und wenn ich nicht in der Wissenschaft bleiben will? Mit dem Master-Abschluss in Medienwissenschaft habt ihr bewiesen, dass ihr wissenschaftliches Arbeiten sicher und erfolgreich beherrscht. Ihr könnt recherchieren, Forschungsergebnisse kritisch diskutieren, eigene Thesen aufstellen und diese argumentativ schlüssig belegen. Und: Das wissenschaftliche Arbeiten in der Medienwissenschaft fordert und fördert einen kreativen Forschungs- und Lösungsansatz. Das „Um-die-Ecke-denken“ ist Grundvoraussetzung für Spaß und Interesse an dem Studiengang.

Björn Bowinkelmann, bjoern.bowinkelmann@rub.de

1. Worin besteht das


besondere Profil des


Bochumer Master-


Studienganges

2. Was sind die


Schwerpunkte in


Forschung und Lehre

3. Für welche


Berufsfelder


qualifiziere ich mich


mit dem Medienmaster

5. Was sagen


gegenwärtige MA-


Studierende über


den Studiengang

6. Was hat Bochum


sonst noch zu


bieten?

7. Wie sind Bewerbung


und Zulassung


organisiert?