2. Was sind die Schwerpunkte in
Forschung und Lehre?
Medienästhetik und Mediengeschichte
Medien sind mehr als neutrale Kanäle der Kommunikation: Sie bilden wahrnehmbare Formen und Formate aus, wie Filme, Fernsehprogramme, Zeitungslayouts, Radiosendungen, Webdesigns etc. Diese Formen und Formate verändern sich ihrerseits im Lauf der Zeit, zusammen mit den technischen, ökonomischen und institutionellen Voraussetzungen ihrer Verbreitung. Medien weisen demnach stets einen Aspekt der Ästhetik auf – d.h. einen Aspekt der wahrnehmbaren Form – sowie einen Aspekt der Geschichte – d.h. der Entwicklung dieser Form und der Bedingungen ihrer Wahrnehmbarkeit. Medienästhetik und Mediengeschichte in diesem Sinn bilden einen Schwerpunkt von Forschung und Lehre am Institut für Medienwissenschaft. Die Studierenden lernen die maßgeblichen Ansätze der Medienästhetik kennen, von klassischen Konzepten der Filmtheorie über ästhetische Theorien des Rundfunks bis hin zur Verhandlung des Zusammenhangs von Wahrnehmung
und Kommunikation in der allgemeinen Medientheorie. Vermittelt werden ferner grundlegende Ansätze und Methoden der Medienhistoriographie, von der Ökonomie- über die Formen- bis zur Wissensgeschichte von Medien. Ein besonderer Akzent wird dabei auf den Bereich der audiovisuellen Medien gelegt. Zu den regelmäßig vermittelten Gegenständen in der Lehre zählen Geschichte und Theorie des Films bzw. des Fernsehens, aber auch Themen wie die Geschichte der Raumwahrnehmung seit der Renaissance am Beispiel der Zentralperspektive, die Frage der räumlichen Orientierung durch Medien im historischen Wandel oder die Frage nach der kulturellen Bedeutung von Medienarchiven.