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pix pix Der weibliche Blick
Unter Leitung von Irene Bignardi deutlich mehr Arbeiten von weiblichen Regisseurinnen
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¤ Bildergalerie (Bernd Schäfer)
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Picturepostcards from Tessin (Uli Ziemons)

¤ The Leopard still has its teeth (Verena Lichtenstein und Melanie Raabe)
¤ Interview mit Christian Jungen (Martina Dressel, Simone Manzo und Anke Sohn. Technik: Rudolf Hirth)
¤ Der weibliche Blick (Martina Dressel, Simone Manzo und Anke Sohn)
¤ Radiobeitrag (Martina Dressel, Simone Manzo und Anke Sohn. Technik: Rudolf Hirth)
¤ Ein guter Fußballer ist auch ein guter Soldat (Bernd Schäfer)
¤ "Über Film sprechen" - Videodokumentation (Natascha Frankenberg, Michael Andreas und Aaron Awerkin)

200 000 Filminteressierte besuchten vom 6.-16. August das Filmfestival in Locarno. Auf Europas größter Leinwand hatte dieses Jahr der neue Film von Sönke Wortmann DAS WUNDER VON BERN Weltpremiere und gewann den Publikumspreis. Vor mediterraner Kulisse vermischten sich auf der Piazza Grande Touristen, Fachpublikum und Tessiner Bevölkerung.

Locarno ist jedoch vor allem Ort der Debatte: so gibt es im vielseitigen Rahmenprogramm für die Festivalbesucher Podiums-Diskussionen, Workshops und die Möglichkeit mit den Regisseuren und Schauspielern zu sprechen. Bislang stand das Festival in der Tradition vor allem Debütarbeiten von Jungregisseuren zu zeigen. So wurden hier Jim Jarmusch, Ken Loach und Bollywood entdeckt. Seit diesem Jahr steht Locarno auf einer Stufe mir den drei anderen großen Filmfestivals in Europa: Cannes, Berlin und Venedig. Das Spagat zwischen Fachveranstaltung und Publikumsfestival zu schaffen, verleiht Locarno seinen besonderen Charme.

Im internationalen Wettbewerb gewann dieses Jahr der pakistanische Film Khamosh Pani (Silent Water) der Regisseurin Sabiha Sumar. Ein weiterer goldener Leopard ging in der Sektion "Cinéastes du présent" an die Produktion Nós der Portugiesin Cláudia Tomaz. Beide Filme erzählen die Geschichte von Menschen, die versuchen, ihren Platz in dieser Welt zu finden und ihren Schicksalen einen neuen Sinn zu geben.

Kamosh Pani beruht auf wahren Begebenheiten und setzt sich mit dem islamischen Fundamentalismus auseinander. Das Schicksal der 40-jährigen Aisha konfrontiert den Zuschauer mit den politisch-gesellschaftlichen Ereignissen Pakistans der letzten 20 Jahre. Im Film Nós dagegen folgt die Regisseurin ganz dem Leidensweg ihrer Protagonisten um so der Schwierigkeit zu kommunizieren und Suche nach Liebe Ausdruck zu verleihen. Die Einsamkeit der Figuren, geprägt durch lange und starre Einstellungen, steht einer schrillen und bizarren Stadtatmosphäre gegenüber.

Simone Manzo & Anke Sohn

Sabiha Sumar, Regisseurin von Kamosh Pani
(c) Bernd Schäfer

    
 
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