Transformation von Kultur
Die OFF-OFF-Kulturszene
im Ruhrgebiet
Ruhrpott - Battle 2007 (Foto: B. Schäfer)
Dieses Projekt will die verschiedenen kulturellen Identitäten und Aktivitäten von Akteuren im Ruhrgebiet erschließen, die medial keine bis wenig Beachtung finden.
Grundannahmen des Projekts sind dabei,
1) dass Kultur ein umkämpfter Raum ist, was Identitäten, Produktionsorte und -inhalte, Distributionskanäle, Repräsentationsmöglichkeiten sowie Formen der Teilhabe und des Konsums angeht,
2) dass kulturelle Identitäten im Ruhrgebiet in einem spezifischen Verhältnis zum Strukturwandel der Region und zu Globalisierungsprozessen stehen, die sich als kulturelle und kommunikative Prozesse von De- und Reterritorialisierung identifizieren lassen,
3) dass gerade in den „unsichtbaren“ kulturellen Aktivitäten ein spezifisches Stück „Ruhrgebietsidentität“ sowie Zeugnisse kulturellen Wandels im Ruhrgebiet zu finden sind und diese einen wesentlichen sowie nachhaltigen Beitrag zum kulturellen Wandel beisteuern.
Weiterhin wird davon ausgegangen, dass in diesen mehrfach verschränkten Prozessen sich nicht einfach hegemoniale Kulturen durchsetzen, sondern sich "Mischformen" bilden, die unter dem Begriff "hybrid cultures" subsumiert werden können. Demzufolge lassen sich für die kulturellen Prozesse, die Kategorien: Inklusion, Exklusion, Assimilation und Hybridation beschreiben.
Vor diesem Hintergrund strebt das Projekt an, in einer exemplarischen Feldstudie mit Methoden der kritischen Ethnographie nicht medial repräsentierte kulturelle Akteure, Aktivitäten, Bewegungen und Entwicklungen darzustellen und ihre Bedeutungen insbesondere für den kulturellen Wandel im Ruhrgebiet aufzuzeigen. Diese Prozesse sollen mittels qualitativer Studien aus den Bereichen Fußball, Straßenkultur, visuelle Medien, Theater und Musik erhoben werden. Das Projekt ist auf eine Dauer von einem Jahr angelegt und soll in einer abschließenden Publikation/Dokumentation münden.
Das Projekt wird von der Ruhr.2010 GmbH gefördert.
Projekt
am Projekt beteiligte Personen:
- Prof. Dr. Franz R. Stuke
- Dr. Arne Westermann
- Dipl. Ing. Bernd Schäfer, M.A.
- Marlena Fiestelmann (SHK)