Vorträge & Veranstaltungen

  • Neubeschreibung von Digitalität und Sozialen Medien - das aktuelle Programm des bkm im WS 12/13!

    Im Wintersemester werden im Rahmen des Bochumer Kolloquiums Medienwissenschaft drei Veranstaltungen mit international herausragenden Forscherpersönlichkeiten stattfinden. Dabei werden medienästhetisch, -politische und -archäologische Fragen der Neubeschreibung von Digitalität und Sozialen Medien im Vordergrund stehen. Am 7. 11. 2012 (GABF 04/611, 18 Uhr) wird die Vordenkerin einen neuen Medienästhetik des Digitalen Luciana Parisi (Goldsmiths, London), am 18. 12. 2012 (16 Uhr, C 60, Rotunde) wird der Netzaktivist und Pionier der Netzkultur Geert Lovink (Institute of Network Cultures, Amsterdam), am 16. 1. 2012 (18 Uhr, GABF 04/611) wird der Medienökologe und Autor von »Insect Media« Jussi Parikka (Winchester School of the Art, Southampton) im bkm zu Gast sein. Genauere Informationen zum Programm einschliesslich eines Abstracts zu den jeweiligen Veranstaltungen finden Sie hier:
  • Galloway, Neyrat und Braidotti im SS 2012 im bkm!
    Im Sommersemester werden im Rahmen des Bochumer Kolloquiums Medienwissenschaft drei bkm-Vorlesungen und drei bkm-Workshops mit international herausragenden ForscherInnen stattfinden.
    Weitere Informationen zum bkm-Programm des Sommersemesters

Lehrveranstaltungen

Neuerscheinungen

Titel: Situiertes Wissen Situiertes Wissen und regionale Epistemologie
Zur Aktualität Georges Canguilhems und Donna J. Haraways
Hg. von Astrid Deuber-Mankowsky und Christoph F. E. Holzhey

Wie wird das Leben zum Objekt des Wissens? Und wie gestaltet sich das Verhältnis von Leben, Wissenschaft und Technik? Donna J. Haraway und Georges Canguilhem verstehen diese Fragen als politische Fragen und Epistemologie als eine politische Praxis. Der Band erkundet Relationen und Differenzen zwischen dem Konzept des „situierten Wissens“ Haraways und der „regionalen Epistemologie“ Canguilhems in einer Diskussion, die zugleich interdisziplinär und international ist, und damit in doppelter Weise versucht, dem Anspruch der Situiertheit und der Regionalität des Wissens gerecht zu werden.

Verlagsinfo Situiertes Wissen und regionale Epistemologie

Titel: Zur Ökonomie der SpaltungStefan Rieger: Multitasking - Zur Ökonomie der Spaltung. Berlin 2012: Suhrkamp

Im Multitasking karikiert sich die Moderne selbst. Menschen, die unterschiedliche Dinge gleichzeitig verrichten, die telefonieren, autofahren und Kaffee trinken, stehen nicht umsonst am Pranger verfehlter Aufmerksamkeitsökonomie. Was die Wissenschaft, allen voran Psychologie und Hirnforschung, an Einwänden gegen das Multitasking vorbringt, hat gegenüber der Allgegenwärtigkeit des Phänomens kaum eine Chance. Umso mehr stellt sich die Frage, warum dessen Wirkmacht so ungebrochen ist. Es ist eine Ökonomie der Spaltung, die dies möglich macht.

Verlagsinfo “Multitasking”

Titel: Die technologische Bedingung Erich Hörl (Hg.): Die technologische Bedingung. Beiträge zur Beschreibung der technischen Welt. Berlin 2011: Suhrkamp.

Unsere Operations-, Wissens- und Existenzräume, unsere Selbst- und Weltwahrnehmung werden heute unhintergehbar von technologischen Objektkulturen geprägt. Insbesondere die allgemeine Kybernetisierung seit Mitte des 20. Jahrhunderts, die mit dem Eintritt in eine Welt des ubiquitous computing auf ihren vorläufigen Höhepunkt gerät, hat die Technizität unserer sinnkulturellen Verfassung betont. Der Band liefert Beiträge zur dringend nötigen Neubeschreibung unserer technischen Kondition.

Die deutsche Erstübertragung eines brisanten Stücks über die technische Medialität aus dem Nachlaß des französischen Mechanologen Gilbert Simondon eröffnet die Sammlung. Die weiteren Autoren sind Dirk Baecker, Jean-Hugues Barthélémy, Massimo de Carolis, Alexander Galloway, Mark Hansen, Erich Hörl, Katherine Hayles, Nicole Karafyllis, Scott Lash, Jean-Luc Nancy, Frédéric Neyrat, Bernard Stiegler und Eugene Thacker.

"Der Sinn von Sinn neu überdacht"- Meldung im Rub-Portal:
http://aktuell.rub.de/meldung/2012/01/meld00544.html.de
Verlagsinfo:
http://www.suhrkamp.de/buecher/die_technologische_bedingung-_29603.html

Benjamin Bühler, Thomas Bäumler, Stefan Rieger (Hg.): Nicht Fisch – nicht Fleisch. Ordnungssysteme und ihre Störfälle. Zürich: Diaphanes 2011
Der Versuch, die Dinge der Welt in Ordnung zu bringen, ist gleichermaßen selbstverständlich wie schwierig. Betroffen davon sind sämtliche Phänomenbereiche, technische Gegenstände ebenso wie vermeintlich natürliche Dinge. Der Status des jeweiligen Ordnungssystems selbst bleibt dabei in sich widersprüchlich, denn das Bemühen um eine natürliche Ordnung wird mit der Einsicht in deren Willkürlichkeit konfrontiert.
Die Störfälle der Natur und der Technik, der Diskurse und der Medien, der Klassifikationen und Ordnungssysteme erweisen sich dabei immer als äußerst komplexe Wissensfiguren. Zuordnen kann man ihnen mindestens drei Aspekte: Erstens irritieren und unterminieren sie gegebene Ordnungsformen; zweitens konstituieren, organisieren und stabilisieren sie allererst Wissensordnungen; drittens manifestieren sich gerade mit ihnen diskursive und soziale Ein- und Ausschlussmechanismen. Da Ordnungssysteme demnach alles andere als statische Gebilde sind, sowohl was neue Gegenstände als auch was Kriterien der Ordnungsbildung betrifft, ergibt sich zwangsläufig, dass die Beschäftigung mit ihnen aus der Perspektive verschiedener Wissenschaften zu erfolgen hat.
Mit Beiträgen von Michael Andreas, Thomas Bäumler, Benjamin Bühler, Ute Holl, Christian Kassung, Christina Lechtermann, Staffan Müller-Wille, Claus Pias, Stefan Rieger, Armin Schäfer, Dietmar Schmidt und Julia Voss.

Verlagsinfo: "Nicht Fisch nicht Fleisch"

Bernard Stiegler Hypermaterialität und Psychomacht
Aus dem Französischen v. Ksymena Wojtyczka
Herausgegeben und mit einem Essay von Erich Hörl
Zürich-Berlin: diaphanes 2010

Was heißt es, unter hyperindustriellen Bedingungen zu leben, die seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts und insbesondere in unserer Gegenwart das Existieren von Grund auf transformieren? Diese Hauptfrage entfaltet Bernard Stiegler in den drei Gesprächen dieses Bandes. Weit davon entfernt, sich von der Bühne der Geschichte zu verabschieden, ist der Industrialismus heute dabei, sich auf der Basis neuer Medientechniken und Technologien zu radikalisieren. Die Industrialisierung erfasst und besetzt ganz neue Bereiche, die von Nanostrukturen bis hin zu den neurologischen Grundlagen des Unbewussten reichen. Diese Felder des Hypermateriellen sind längst zum zentralen Schauplatz industrieller Wunschpolitiken geworden, die das Begehren besetzen, und sie stellen die Hauptangriffsfläche der Psychomacht dar.
Die Durcharbeitung unserer wunschgeschichtlichen Situation, der genaue Aufweis ihrer technisch-medialen Verfassung, schließlich die Ausarbeitung einer neuen Politik des Geistes, das zeigt der Essay des Herausgebers, gehört zu den großen Herausforderungen zeitgenössischen Denkens und insbesondere heutiger Medientheorie und -philosophie.

Verlagsinfo: Hypermaterialität und Psychomacht

BuchcoverNordost-Archiv: Band XVIII: 2009:
Nordosteuropäische Geschichte in den Massenmedien
Medienentwicklung, Akteure und transnationale Öffentlichkeit

Obwohl Massenmedien im Sinne von Verbreitungsmedien für gesellschaftliche Kommunikation seit ihrer Entstehung eine immer größere Bedeutung gewonnen haben, wird Geschichte relativ selten aus einer diese Medien ins Zentrum stellenden Perspektive erzählt. Als historische Quellen sind Massenmedien inzwischen anerkannt, und zur Systemtransformation in den mittel- und osteuropäischen Staaten nach 1989 wurde die faszinierende Rolle der Massenmedien auch bereits beschrieben. In diesem Heft des „Nordost-Archivs“ werden die Massenmedien in ihrer Funktion für die Vergesellschaftung und den Gesellschaftswandel über politische Öffentlichkeit in einem historisch breiteren Rahmen für die Region Nordosteuropas untaersucht.

hier finden Sie eine Auswahl weiterer Publikationen seit 2008