Alfried Krupp-Schülerlabor


Ähnliche Institutionen

  • Chancenwerk
    (ehrenamtlich Nachhilfe)
    Der eingetragene und gemeinnützige Verein Chancenwerk e.V. wurde 2004 als „Interkultureller Bildungs- und Förderverein für Schüler und Studenten e.V.“ gegründet.

Schülerlabor

 

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Die Sektion Geistes- und Gesellschaftswissenschaften
des Alfried Krupp-Schülerlabors stellt sich vor

Seit Anfang 2010 bietet die Ruhr-Universität Bochum als einzige Hochschule im deutschen Sprachraum in einem Schülerlabor auch Veranstaltungen aus dem Bereich der Geistes-, Gesellschafts- und Sportwissenschaft an. Wir möchten den Jugendlichen der Region einen ersten Einblick in die universitäre Forschung und das Campusleben ermöglichen. Neben Themen, die gezielt am schulischen Lehrplan orientiert sind, sind bewusst auch Inhalte vertreten, die Einblicke in Gebiete liefern sollen, die nicht im schulischen Fächerkanon vertreten sind. Dabei wird besonderer Wert auf die Arbeit mit konkreten Objekten und Gegenständen gelegt: Die zahlreichen Bibliotheken, Archivbestände und Kunstsammlungen der Ruhr-Universität bieten umfangreiches Material, um den Umgang mit interessanten Originalen einzuüben und wissenschaftliche Fragestellungen an diesen Objekten zu entwickeln. Darüber hinaus arbeitet das Schülerlabor mit den umliegenden Museen, Archiven und Bibliotheken zusammen.

Zugleich bietet das Schülerlabor auch für die universitäre Lehrerausbildung vielfältige Möglichkeiten: Bei uns können fortgeschrittene Lehramtsstudierende in einem „geschützten Raum“ erste Lehrerfahrungen an einem außerschulischen Lernort sammeln. In Abschlussarbeiten können Projekte entwickelt, ausprobiert und anschließend evaluiert werden. Insbesondere für die Lehr-Lernforschung eröffnen sich dadurch ganz neue Wege: Das Schülerlabor bietet den Studierenden die Möglichkeit zur interdisziplinären Forschung und zeichnet sich zugleich durch die konkrete Arbeit mit Schülerinnen und Schülern der Region durch einen starken Praxisbezug aus.
 

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Aktuelles Angebot


Die aktuell angebotenen Projekte des Alfried Krupp Schülerlabors finden Sie auch auf den oben angegebenen Seiten.

 

Angst, Hass, Scham und Ehre

Können Gefühle Gemeinschaften bilden und zerstören?


Wie veränderten sich die sozialen Beziehungen zwischen jüdischen und nichtjüdischen Deutschen unter der NS-Herrschaft, bis hin zu vollständigen Ausgrenzung und gewaltbereiten Verfolgung der Juden? In der Geschichtswissenschaft wird zunehmend diskutiert, ob es einen Wandel von Gefühlen in der deutschen Gesellschaft gab, der das Zusammenleben von Juden und Nichtjuden entscheidend beeinflusste. Im Schülerlabor erforschen wir diese historische Frage anhand von ausgewählten Quellen.


Inhalt

Die Schüler/innen untersuchen die Auswirkungen zentraler Etappen antijüdischer Politik im NS-Staat (1933-1939) auf die sozialen Beziehungen von Juden und Nichtjuden. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der historischen Analyse von Gefühlen. Ihre Bedeutung als Erklärungsgröße dafür, wie es dazu kommen konnte, dass Juden ausgegrenzt, isoliert und verfolgt wurden, soll kritisch diskutiert werden. Hierfür arbeiten die Schüler/innen mit Quellen aus einer Edition zur Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden (VEJ), mit Selbstzeugnissen jüdischer Verfasser/innen aus dem Leo Baeck Institut Archiv und mit unterschiedlichen Deutungen von Historiker/innen. Die Quellen liegen dabei entweder in Schrift- oder Tonform oder in gemischter Zusammenstellung (Schrift/Ton) vor. Außerdem erhalten die Schüler/innen eine Einführung in das historische Argumentieren, die sie dazu befähigt, am Ende des Projekttages Geschichte in Form eines Essays argumentativ erzählen zu können.
Im Rahmen eines Dissertationsvorhabens werden in diesem Projekt die Fähigkeiten der Schüler/innen zum historischen Argumentieren untersucht und Daten zu den Überzeugungen der Lernenden zur Geschichtswissenschaft, ihrem Interesse sowie fachlichem Handeln und Wissen erhoben.
Das Projekt knüpft an das Inhaltsfeld 5 „Die Zeit des Nationalsozialismus – Voraussetzungen, Herrschaftsstrukturen, Nachwirkungen und Deutungen“ des Kernlehrplans Geschichte (Sekundarstufe II) an.

Ein Projekt der Fakultät für Geschichtswissenschaft, Historisches Institut, Geschichtsdidaktik, Marcel Mierwald (M.Ed.).

Organisatorisches

Dieses Projekt

  • richtet sich an Schülerinnen und Schüler der
    • Oberstufe
  • Schulfächer:
    • Geschichte
  • kann in Gruppen bis zu 30 Personen stattfinden.
  • findet statt von 9 bis ca. 15.30 Uhr.
  • ist ohne Kostenbeteiligung.

Bei Fragen zu diesem Projekt wenden Sie sich bitte an den Bereich Geisteswissenschaften des Schülerlabors
(Tel.: 0234 / 32 24723, @: schuelerlabor-gg@rub.de).


Niemals vergessen?!

Erinnerung an die NS-Zeit als Gegenstand historischer Forschung


Für Gemeinschaften hat die Erinnerung der eigenen Vergangenheit eine große Bedeutung. In Deutschland steht vor allem die Zeit des Nationalsozialismus im Fokus der Erinnerungskultur. Angesichts des Grauens des Zweiten Weltkriegs und des Holocausts wurde wiederholt die Forderung „Niemals vergessen!“ geäußert. Doch auch die Erinnerung an die NS-Zeit ist selektiv. Welche Geschichte des Nationalsozialismus wurde von wem erinnert und zu welchem Zweck erzählt? Im Schülerlabor gehen wir diesen Fragen exemplarisch an einem lokalen Fallbeispiel nach: der Erinnerung an Massenerschießungen durch Gestapo-Mitglieder in Dortmund im März und April 1945.


Inhalt

Seit einigen Jahren widmen sich Historiker verstärkt der wissenschaftlichen Analyse von Erinnerungskulturen. Sie untersuchen, wie Vergangenheit in Erinnerungsdiskursen immer wieder neu erzählt wird. Im Schülerlabor erforschen wir die Konstruktion von Erinnerung und beschäftigen uns u.a. mit der Errichtung eines Mahnmals in der Dortmunder Bittermark und der Organisation von Gedenkveranstaltungen, die seit 1945 jährlich durchgeführt werden und große mediale Aufmerksamkeit erfahren. Die Schülerinnen und Schüler vollziehen dabei im Schülerlabor den historischen Forschungsprozess nach: Ausgehend von der Entwicklung eigener historischer Fragen, zu denen sie ein Training erhalten, analysieren sie selbstständig Quellenmaterial aus dem Dortmunder Stadtarchiv und verfassen ein Exposé zu ihrer Frage-stellung und ihren Hypothesen.
Im Rahmen eines Dissertationsvorhabens werden in diesem Projekt die Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler zum historischen Fragen erfasst und Daten erhoben.
Das Projekt ist im Inhaltsfeld 5 der Sekundarstufe II (Die Zeit des Nationalsozialismus) verortet und zeichnet sich zudem durch einen methodischen Schwerpunkt aus. Die Fähigkeit zur Entwicklung historischer Fragen, die einen grundlegenden Baustein historischen Denkens darstellt, wird gezielt gefördert.

Ein Projekt der Fakultät für Geschichtswissenschaft, Didaktik der Geschichte, Lena Behrendt (M.Ed./M.A.)

Organisatorisches

Dieses Projekt

  • richtet sich an Schülerinnen und Schüler der
    • Oberstufe
  • Schulfächer:
    • Geschichte
  • dauert von 9 bis etwa 15.30 Uhr (inkl. Mittagspause).
  • ist ohne Kostenbeteiligung.

Bei Fragen zu diesem Projekt wenden Sie sich bitte an den Bereich Geisteswissenschaften des Schülerlabors
(Tel.: 0234 / 32 24723, @: schuelerlabor-gg@rub.de).


Bochum im Ersten Weltkrieg

Schüler arbeiten im Museum


Im Zuge des „Jubiläumsjahres“ 2014 war und ist der Erste Weltkrieg das zentrale Thema in der öffentlichen Auseinandersetzung mit Geschichte. Besonders die Kriegsschuldfrage steht dabei – angestoßen durch Christopher Clarks Buch „Die Schlafwandler“ – im Fokus der medialen Debatten. Wie aber haben die einfachen Menschen, jenseits der „großen Politik“ den Krieg erlebt? Auf welche Weise waren die Bochumerinnen und Bochumer in den Ersten Weltkrieg verwickelt? Welche Erfahrungen haben sie an der Front, aber auch in der Heimat gemacht? Und welche Spuren hat der Krieg in den Köpfen der Menschen und im Bochumer Stadtbild hinterlassen?


Inhalt

Antworten auf diese Fragen können Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I durch die angeleitete Arbeit in der Ausstellung „Zwischen Heimat und Front – Bochum im Ersten Weltkrieg“ im Bochumer Stadtarchiv finden. Anhand von sechs Themenschwerpunkten vom Fronterlebnis in Belgien bis zur lokalen Erinnerungskultur werden die SchülerInnen von Geschichtsstudierenden der RUB durch die Ausstellung geführt und gewinnen in handlungsorientierter Auseinandersetzung mit Quellen und Ausstellungsstücken verschiedene Perspektiven auf den Ersten Weltkrieg. Die Schülerinnen und Schüler erhalten so die Gelegenheit, das zeitlich entfernte und dadurch fremde Phänomen des Ersten Weltkriegs durch den regionalgeschichtlichen Zugang mit ihrer eigenen Lebenswelt in Verbindung zu bringen.
Die didaktische Konzeption zu diesem Projekt wurde durch Geschichtsstudierende der RUB in Zusammenarbeit mit dem Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte entwickelt.
Neben dem geschichtskulturellen Anlass der Präsenz des Ersten Weltkriegs in den Medien lässt sich das Projekt unmittelbar mit dem Inhaltsfeld 8 des Kernlehrplans Geschichte für die Sekundarstufe I („Imperialismus und Erster Weltkrieg“) verknüpfen. Eine erste Bearbeitung der Thematik (mindestens im Sinne eines Überblicks über Ausbruch und Verlauf des Krieges) sollte bereits erfolgt sein.

Ein Projekt der Fakultät für Geschichte, Lehrstuhl Didaktik der Geschichte, Dirk Urbach, in Kooperation mit dem Stadtarchiv/Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte.

Organisatorisches

Dieses Projekt

  • richtet sich an Schülerinnen und Schüler der
    • Mittelstufe , Oberstufe
      • Mittelstufe: Klasse 8 , Klasse 9
  • Schulfächer:
    • Geschichte
  • kann in Gruppen bis zu 30 Personen stattfinden
  • findet von 10 bis ca. 16 Uhr im Stadtarchiv/Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte statt, Termine nach Vereinbarung
  • ist ohne Kostenbeteiligung

Bei Fragen zu diesem Projekt wenden Sie sich bitte an den Bereich Geisteswissenschaften des Schülerlabors
(Tel.: 0234 / 32 24723, @: schuelerlabor-gg@rub.de).


Boten von "Endkampf" und Entnazifizierung

Was westfälische Bodenfunde über die Geschichte des Dritten Reiches erzählen


Munitionshülsen, Mützenabzeichen, Koppelschlösser, Münzen – noch heute kann man materielle Überbleibsel der Zeit zwischen 1933 und 1945 in großer Zahl auf Äckern und Feldern in ganz Deutschland finden. Wenn wir die richtigen Fragen stellen, erzählen uns diese archäologischen Fundstücke erstaunlich viel über die Geschichte des Dritten Reiches.


Inhalt

Artefakte und Sachquellen bieten einen oft vernachlässigten Zugang zur Geschichte, den wir in diesem Projekt nutzen wollen. Anhand von westfälischen Bodenfunden und ausgewählten Orginalquellen aus der Zeit des Dritten Reiches eröffnet sich den Schülerinnen und Schülern ein umfassendes Bild verschiedener Ebenen des Themas „Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg“. An vier Stationen bearbeiten die Schülerinnen und Schüler selbstständig mit Unterstützung durch Studierende Fragestellungen zu den Themenbereichen Luftkrieg und Bombardierung, Zwangsarbeit, Jugend im Krieg (Schülersoldaten) und Entnazifizierung. Im Mittelpunkt steht dabei zum einen die Frage, welche historischen Erkenntnisse sich aus den jeweiligen Bodenfunden ableiten lassen und welche neuen Fragen und Spekulationen durch die Quellen aufgeworfen werden: Um was für Objekte handelt es sich überhaupt? Wie könnten sie an den Fundort gelangt sein? Und was „sagen“ sie uns, auch im Zusammenhang mit anderen Quellen? Zum anderen sollen die Schülerinnen und Schüler lernen, die Quellen sinnvoll einzuordnen und hinsichtlich ihres Aussagewertes zu beurteilen: Welche Aussagekraft haben Artefaktquellen, um einen Lerngegenstand zu behandeln? Können Artefaktquellen einen besseren Lernzugang zu einem Thema ermöglichen?

Das Projekt knüpft an das Inhaltsfeld 10 „Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg“ des Kernlehrplans Geschichte (Sekundarstufe I) an.

Ein Projekt der Fakultät für Geschichtswissenschaft, Lehrstuhl Didaktik der Geschichte, Prof. Dr. Nicola Brauch, Ingmar Kemper.

Organisatorisches

Dieses Projekt

  • richtet sich an Schülerinnen und Schüler der
    • Mittelstufe
      • Mittelstufe: Klasse 9 , Klasse 10
  • Schulfächer:
    • Geschichte
  • kann in Gruppen bis zu 30 Personen stattfinden
  • findet von 10 bis ca. 16 Uhr statt, Termine nach Vereinbarung
  • ist ohne Kostenbeteiligung

Bei Fragen zu diesem Projekt wenden Sie sich bitte an den Bereich Geisteswissenschaften des Schülerlabors
(Tel.: 0234 / 32 24723, @: schuelerlabor-gg@rub.de).


www.aks.ruhr-uni-bochum.de/projekte/boten-von-endkampf-und-entnazifizierung.html.de


Münze und Macht. Eine Währungsunion bei den „Alten Griechen“?

Eine Währungsunion bei den "Alten Griechen"?


Krisengeplagte „Euro-Länder“ wie Griechenland sind als Inbegriff Europas in jüngerer Zeit in die politische Diskussion geraten. Die modernen Hellenen werden zwar als „Wiege des Abendlandes“ gerühmt – aber verstehen sie auch etwas von Finanzwirtschaft? Erstaunlicherweise gab es offenbar bereits im 5. und 4. Jahrhundert v. Chr. eine Art antike „Währungsunion“, initiiert von Korinth. Im Schülerlabor erforschen wir dieses wissenschaftlich umstrittene historische Phänomen anhand von echten antiken Münzen und ausgewähltem Quellenmaterial.


Inhalt

Das antike Hellas bestand nicht nur aus Athen und Sparta; eine bedeutende Mittelmacht war Korinth, eine geostrategisch zentral gelegene Hafen- und Handelsstadt, die seit dem 8. Jahrhundert v. Chr. zahlreiche Tochterstädte gegründet hatte, vornehmlich im Adria-Raum. Mit diesen ‚Kolonien’ pflegte die Mutterstadt vielfältige Beziehungen kultischer, politischer und wirtschaftlicher Art, die aber nicht konfliktfrei waren. Aus Spannungen zwischen Korinth und Kerkyra (heute: Korfu) entwickelte sich der Anlass für den Großen Peloponnesischen Krieg (432-403 v. Chr.).
Über die wirtschaftlichen Vernetzungen erhält der Historiker aus Münzen Auskunft. So prägte Korinth seit dem 6. Jh. v. Chr. eigenes Münzgeld. Aber auch seine Tochterstädte und viele weitere Städte im östlichen Mittelgriechenland gaben früher oder später Münzgeld heraus und orientierten sich dabei eng am Vorbild der Mutterstadt. Obgleich dies in mehrfacher Hinsicht sehr ungewöhnlich ist, haben sich Forscher damit bisher nicht intensiv beschäftigt – Münzunionen wie die des Euro-Raumes galten bis vor wenigen Jahren als ein Phänomen der Neuzeit. Im Schülerlabor gehen wir der aktuellen Forschungsfrage nach, ob es tatsächlich eine Korinthische Währungsunion gab und welchen Bezug unsere Ergebnisse zur Gegenwart haben. Da die wirtschaftliche und politische Union Europas auch in der nächsten Zeit ein spannendes Thema und als solches im Fokus des öffentlichen Interesses bleiben wird, bietet sich die Auseinandersetzung mit der antiken Parallele an, um die SchülerInnen zum Nachdenken über politische und wirtschaftliche Strukturen vergangener und moderner Lebenswelten anzuregen.

Ein Projekt der Fakultät für Geschichtswissenschaft, Historisches Institut, Alte Geschichte und Didaktik der Geschichte,
Prof. Dr. Linda-Marie Günther und Prof. Dr. Nicola Brauch.

Organisatorisches

Dieses Projekt

  • richtet sich an Schülerinnen und Schüler der
    • Oberstufe
  • Schulfächer:
    • Geschichte , Griechisch , Sozialwissenschaften
  • kann in Gruppen bis zu 20 Personen stattfinden.
  • findet von 9 bis ca. 16 Uhr statt.
  • Nächster freier Termin: 17.6.16

Bei Fragen zu diesem Projekt wenden Sie sich bitte an den Bereich Geisteswissenschaften des Schülerlabors
(Tel.: 0234 / 32 24723, @: schuelerlabor-gg@rub.de).

 

http://www.aks.ruhr-uni-bochum.de/projekte/muenze-und-macht.html.de


 

Geschichte im Film: Ein deutscher Held?

Stauffenberg und das Attentat vom 20. Juli 1944

Geschichte im Film

Mit dem Einsetzen des Filmzeitalters vor etwa 100 Jahren begann auch die filmische Darstellung historischer Ereignisse, die Lust Geschichte zu re-inszenieren und Vergangenes in bewegten Bildern zu vergegenwärtigen. In Deutschland ist gerade in den letzten 20 Jahren ein besonderes Interesse an Geschichtsfilmen zu beobachten. Thematisch dominiert die NS-Vergangenheit und seit kurzem auch die Geschichte der Teilung und Wiedervereinigung. Filmproduktionen wie „Good bye, Lenin!“ (2003), „Das Leben der Anderen“ (2004), „Der Untergang“ (2005), „Die Flucht" (2007) oder jüngst das Nachkriegsepos „Tannbach" (2014) locken Millionen vor die Bildschirme und in die Kinos. Woher kommt diese Faszination an der eigenen Geschichte? Was können wir aus solchen Filmen lernen?

Inhalt

Im Schülerlabor werden wir diesen Fragen am Beispiel zweier Stauffenberg-Verfilmungen nachgehen. Die filmische Auseinandersetzung mit der Figur Stauffenbergs und dem Attentat vom 20.Juli 1944 setzte bereits 1955 mit zwei zeitgleichen Verfilmungen ein, die ein frühes Bild vom deutschen Widerstand und seiner zentralen Heldenfigur repräsentieren. Im Fokus des Projekttages stehen die deutsche Fernsehproduktion „Stauffenberg“ von Jo Baier (2004) und Brian Singers „Operation Walküre“ (2008). Geht man davon aus, dass unser Geschichtsbild zu einem (Gut-)Teil von diesen Filmen geprägt, zumindest aber von ihnen beeinflusst ist, dann wird die kritische Auseinandersetzung mit ihnen geradezu notwendig, will man genaueres über den Umgang „der Deutschen“ mit dem Widerstand erfahren. Welchen Stauffenberg, welches Bild vom militärischen Widerstand gegen Hitler zeigen uns die Filme? Welche Gemeinsamkeiten, welche Differenzen lassen sich in den zwei Filmen ausmachen und worauf sind sie zurückzuführen?
Ziel ist es, die Schülerinnen und Schüler für die Gegenwart der Geschichte zu sensibilisieren, sie auf die aktive Teilhabe an der Geschichtskultur vorzubereiten und ihnen methodische Hilfen an die Hand zu geben, mit denen sie filmische Geschichtsdarstellungen kritisch zu befragen und zu de-konstruieren lernen.
Neben diesem kompetenzorientierten Ansatz lässt sich das Projekt in Inhaltsfeld 10 der Sekundarstufe I („Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg“) und Inhaltsfeld 5 der Sekundarstufe II („Die Zeit des Nationalsozialismus“) verankern.

Ein Projekt der Fakultät für Geschichte, Lehrstuhl Didaktik der Geschichte, Dirk Urbach.
Gefördert durch das Projekt inSTUDIES zur Weiterentwicklung von Lehre und Beratung an der Ruhr-Universität.

Organisatorisches

Dieses Projekt

  • richtet sich an Schülerinnen und Schüler der
    • Mittelstufe , Oberstufe
      • Mittelstufe: Klasse 9 , Klasse 10
  • Schulfächer:
    • Geschichte
  • kann in Gruppen bis zu 30 Personen stattfinden
  • findet von 9 bis ca. 15 Uhr statt, Termine nach Vereinbarung
  • ist ohne Kostenbeteiligung

Bei Fragen zu diesem Projekt wenden Sie sich bitte an den Bereich Geisteswissenschaften des Schülerlabors
(Tel.: 0234 / 32 24723, @: schuelerlabor-gg@rub.de).

www.aks.ruhr-uni-bochum.de/projekte/geschichte-im-film.html.de


 

Komm spiel mit mir!

Spielzeuge aus vergangenen Zeiten als historische Quellen


Spielzeuge und Spielsachen sind seit jeher ein Teil der Menschheitsgeschichte. Doch das Spielen hat sich in den letzten Jahrhunderten stark verändert: Wurde noch vor 30 Jahren hauptsächlich „draußen“ gespielt, ziehen heutzutage Spielekonsolen die Kinder in ihren Bann. Andere Spielsachen, wie Puppen oder Tierfiguren, haben dagegen schon eine erstaunlich lange Geschichte. Im Schülerlabor gehen wir der Frage nach, wie Kinder früher gespielt haben – und ob diese Spiele auch heute noch Spaß machen.


Inhalt

Anhand von Originalbodenfunden wie Tonmurmeln, Zinnsoldaten und Teilen von Porzellanpüppchen erhalten die Schülerinnen und Schüler einen Eindruck davon, mit welchen Spielzeugen Kinder früher gespielt haben. Dabei wird z.B. untersucht, ob es dieses Spiel oder Spielzeug heute noch so oder in einer anderen Form gibt, ob eher Jungen oder Mädchen hiermit gespielt haben und in welchen geschichtlichen und gesellschaftlichen Kontext es eingeordnet werden kann. Die Schülerinnen und Schüler erfahren, wie Objekte überliefert werden können, und sollen als erste Quellenkritik versuchen, die Funktionen der Spielzeuge und deren damaligen Einsatz zu rekonstruieren.
Im weiteren Verlauf des Projektes stellen die Schülerinnen und Schüler eigenständig Spielzeuge nach den überlieferten Originalstücken her und spielen selbstverständlich auch mit ihnen! Die so hergestellten Objekte dürfen die Schülerinnen und Schüler behalten.
Darüber hinaus soll der Projekttag zeigen, wie Spielzeuge aus vergangenen Zeiten im Geschichtsunterricht als anschauliche Quellen für den Vergleich des Lebens früher und heute genutzt werden können.
Ein Projekt der Fakultät für Geschichtswissenschaft, Lehrstuhl Didaktik der Geschichte, Prof. Dr. Nicola Brauch, Ingmar Kemper

Organisatorisches

Dieses Projekt

  • richtet sich an Schülerinnen und Schüler der
    • Unterstufe
      • Unterstufe: Klasse 5
  • Schulfächer:
    • Geschichte , Kunst
  • dauert von 9 bis etwa 13 Uhr.
  • ist ohne Kostenbeteiligung.
  • Freie Termine: 8.6., 15.6., 22.6. und 29.6.16, weitere Termine nach Vereinbarung.

Bei Fragen zu diesem Projekt wenden Sie sich bitte an den Bereich Geisteswissenschaften des Schülerlabors
(Tel.: 0234 / 32 24723, @: schuelerlabor-gg@rub.de).


Bisherige Projekte


In Zusammenarbeit mit dem Alfried Krupp Schülerlabor hat der Fachbereich Didaktik der Geschichte bisher folgende Projekte angeboten:

 

Das Tagebuch der Anne Frank - Eine historische Quelle für das Thema "Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg"

Projekt von Prof. Dr. Nicola Brauch, Fakultät für Geschichtswissenschaft, Didaktik der Geschichte.
Kategorie: 9. Klasse, 10. Klasse

Das Anne Frank Tagebuch: Eine Quelle historischen Lernens in Unterricht und Studium. [Geschichte im Unterricht: Vol. 7]. Stuttgart: Kohlhammer.
(http://www.kohlhammer.de/wms/instances/KOB/appDE/Geschichte/Neuzeit/Das-Anne-Frank-Tagebuch)


Wozu heute noch Geschichte? Schülererkunden ihre eigenen Interessen an der Geschichte

Projekt von Dr. Johannes Bernhardt, Fakultät für Geschichtswissenschaft, Didaktik der Geschichte, wissenschaftlicher Mitarbeiter am ZMS.


Hier gibt es Geschichte auf die Ohren - Podcasts als geschichtskulturelles Phänomen

Podcast

Im Zeitalter der digitalen Medien entstanden und entstehen neue Formen der Geschichtspräsentation, die zum etablierten Bestandteil gegenwärtiger Geschichtskultur geworden sind. Ein Beispiel dafür sind historische Podcasts, die nicht erst seit den „Zeitzeichen“ einen festen Platz in der geschichtskulturellen Landschaft haben. In diesem Schülerlabor lernen die SchülerInnen die Besonderheiten der Geschichtsvermittlung in Form historischer Podcasts kennen und wenden sie an, indem sie selbst ein Podcast erstellen. Der thematische Fokus des Podcasts liegt auf der DDR-Geschichte. Dabei kommen recht unterschiedlichen Zeitzeugen zu Wort, die je verschiedene Geschichten über die DDR erzählen. Die SchülerInnen werten die Interviews aus und erstellen ein eigenes zeitgeschichtliches Podcast, das am Ende der beiden Projekttage mit nach Hause genommen werden kann.
Dauer: 2 Projekttage
Anmeldung für Gruppen/Klassen ab der 9. Jahrgangsstufe
Ansprechpartner: Kathrin Klausmeier
Kooperationspartner: Dr. Frank Hoffmann vom  Institut für Deutschlandforschung



Tag der Offenen Tür im Alfried Krupp-Schülerlabor

(Klausmeier, Mierwald, Cicek, Lopez)

Schülerlabor - Tag der offenen Tür Schülerlabor - Tag der offenen Tür Schülerlabor - Tag der offenen Tür

Aus der WAZ:

"Wat is en Dampfmaschin?"

Junge Forscher erkunden die Universität. Mehr als 600 Besucher kamen zum Tag der Offenen Tür ins Alfried Krupp-Schülerlabor der RUB. Bei Wissensspielen, Rätseln und Experimenten lernten sie verschiedene Fachbereiche kennen. Als ein experimentierfreudiger Ort stellte sich die Ruhr-Universität am Wochenende den Besuchern des Alfried Krupp-Schülerlabors vor.

Der Tag der offenen Tür, der in diesem Jahr zu den Feierlichkeiten rund um das zehnjährige Jubiläum der Einrichtung gehört, lockte Kinder, Jugendliche und Eltern mit lehrreichen Mitmachaktionen. Die Geisteswissenschaften und die so genannten MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) luden über fünf Stunden lang zu niedrigschwelligen Projekten ein: von dadaistischen Gedichten bis hin zur etwas schwierigeren Erklärung von Teilchenbeschleunigern.

An mehr als 15 Stationen konnten jüngere und ältere Schüler unter Fachmännischer Anleitung von Dozenten oder fortgeschrittenen Studenten spielerische Einblicke in die Wissenschaft bekommen. Kreativ und fantasievoll ging es im Projektraum der Geisteswissenschaften zu. Allerlei Zeitschriften und Werbeblätter hatte Germanistikstudent Johannes Richter auf einem großen Tisch verteilt. Mit Schere und Klebestift machten sich die Besucher dort an ihr dadaistisches Werk: eine Collage aus Buchstaben und Wortfetzen – ihr erstes Lautgedicht, das sie anschließend auch vortragen durften. Unter Anleitung des angehenden Deutschlehrers konnte hier jeder zum Künstler werden und gleichzeitig ein neues Sprachgefühl bekommen. Am Tisch nebenan versuchten Historiker, die Geschichte möglichst lebendig zu vermitteln: mit Ausschnitten aus Tagebüchern historischer Personen. Hier durften die Schüler ihrer Fantasie freien Lauf lassen und die Geschichten selbst weiterspinnen: Wie etwa könnte das Leben eines Jugendlichen im alten Rom ausgesehen haben, so ganz ohne Smartphone und Internet? Was könnte er erlebt oder gespielt haben? Mit solchen Überlegungen werde ein Bewusstsein für das Leben in vergangenen Zeiten geschaffen, erklärte Dozentin Kathrin Klausmeier. „Das machen wir auch mit Studenten.“ Richtig experimentell ging es unterdessen in den Laborräumen zu. Hier lernten die Geschwister Lara (10) und Lennart (12) mit Kitteln und Schutzbrillen ausgerüstet die Funktionsweise einer Dampfmaschine kennen – ein Spielzeug, das ihr Vater noch in seiner Jugend besaß. Im Schülerlabor stellte der Fachbereich Chemie die Energiewende dar: von der fossilen Energiegewinnung der Dampfmaschine bis hin zur Solarzelle. Bei den jungen Gymnasiasten jedenfalls weckte das Schülerlabor die Lust am Forschen: Großen Spaß mache es, da waren sich die Geschwister einig. „Und in der Schule dürfen wir noch nicht so viel selbst experimentieren“, fügte Lennart (7. Klasse) hinzu.

Anna Ernst

„Wat is en Dampfmaschin?“ | WAZ.de -
Lesen Sie mehr auf: http://www.derwesten.de/staedte/bochum/wat-is-en-dampfmaschin-aimp-id8974524.html



Fragen Über Fragen: Wie konstruiere ich einen Fragebogen?

(Klausmeier)

Fragebogen_BildUmfragen begegnen uns im Alltag dauernd: von der allgemeinen "Sonntagsfrage" bis zu diversen Meinungsumfragen werden wir ständig damit konfrontiert. In diesem Projekt gehen die Schülerinnen und Schüler der Umfrage auf den Grund. Sie erproben die Methoden und Techniken in eigenen, konkreten Praxistests und konstruieren selbst einen Fragebogen. 12.10.2010

Inhalt

Wie genau funktionieren eigentlich solche Umfragen? Im geisteswissenschaftlichen Schülerlabor ergründen die Schüler in Experimenten, ob zum Beispiel die Art der Fragestellung die Meinung des Befragten beeinflussen kann, welche Methoden der Erstellung und Auswertung es gibt und wie verlässlich die Umfrageergebnisse sind.



Politik - nein Danke? Politische Partizipation Jugendlicher in Bochum

(Klausmeier)

Politische_Wahl

"Politik - nein, danke"? Glaubt man den Medien, interessieren sich die wenigsten Jugendlichen für Politik. In diesem Projekt untersuchen die Schüler, ob die Aussage auf Jugendliche im Raum Bochum zutrifft. Kann man wirklich von "Politikverdrossenheit" sprechen oder interessieren und engagieren sich viel mehr Jugendliche politisch als uns manche Meinungsumfragen annehmen lassen? 14.10.2010

Daten erheben, auswerten und diskutieren

Gibt es vielleicht geschlechtsspezifische Unterschiede? Anhand einer selbstgestalteten Umfrage wollen wir die politische Partizipation Jugendlicher in der Region untersuchen und die Ergebnisse in einer öffentlichen Debatte zur Diskussion stellen.

Das Projekt ist für zwei Tage konzipiert: Am ersten Tag werden wir Möglichkeiten der statistischen Datenerhebung diskutieren und gemeinsam einen geeigneten Fragebogen für eine Online-Umfrage erstellen, die anschließend freigeschaltet wird. Am zweiten Tag erfolgt eine detaillierte Auswertung der in der Zwischenphase erhobenen Daten. Die Ergebnisse dieser Untersuchung stellen wir bei einer anschließenden Podiumsdiskussion der Öffentlichkeit vor und diskutieren sie mit Politikern der Stadt Bochum.

 

Weitere Informationen:

Artikel im Online-Portal "DerWesten", 15.07.2011
und im Aktuellportal der RUB, 15.07.2011



Was macht die Münze so erfolgreich?

(Elvers, Demantowsky, unter Mitarbeit von van Laack, Wickner)

alte Münzen

Sie ist ein "Erfolgsmodell" und "prägt" seit 3000 Jahren die menschliche Kultur. Doch wer hat sich schon mal gefragt: Was macht die Münze eigentlich so erfolgreich? In diesem Projekt setzen sich die Schülerinnen und Schüler mit Münzen als historischem Material und den spannenden wissenschaftlichen Methoden der "Numismatik! auseinander. 22.10.2010

Ziel

Der Zahn der Zeit nagt beständig an den Hinterlassenschaften der Vergangenheit. Dennoch vermitteln uns Quellen Eindrücke über das Leben aus früheren Epochen und helfen uns somit, vergangene Lebenswelten zu rekonstruieren. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer lernen in diesem Projekt die Münze als "wichtige Quelle zur Erschließung von chronologischen, personengeschichtlichen, kultur- und wirtschaftsgeschichtlichen Tatbeständen" kennen. Sie sollen sich ein Urteil über den gesellschaftlichen Wert der Münzen und ihrer Prägung bilden und erkennen, dass die Münze über Jahrtausende hinweg als Propagandamittel erfolgreich genutzt wurde. Durch die Arbeit an verschiedenen Quellengattungen erwerben die Schüler Fähigkeiten, Formen der Überlieferung durch historisches Material zu bestimmen.