Umgezogen » Geschlechterneutrale Sprache
Geschlechterneutrale Sprache an der RUB: Eine Empfehlung
Student/inn/en, Student/innen, StudentInnen, Studierende oder Studentinnen und Studenten? – „Binnen-I“, „generisches Maskulinum“ oder „Paarformeln“? Wenn es um geschlechtergerechte Sprache an der RUB geht, entstehen noch immer viele Fragen und Unsicherheiten. Vielfach scheint es, als würde der Sprachfluss unnötig unterbrochen, wenn weibliche und männliche Formen Verwendung finden. Zudem – so lautet eine gängige Kritik – geraten Fließtexte oder Präsentationen mitunter lang und schwer lesbar, wenn Paarformeln wie „Studentinnen und Studenten“ beständig auftauchen.

Dennoch lohnt es, einer geschlechtsneutralen Sprache an der RUB Aufmerksamkeit zu schenken. Zum einen gibt es Fakultäten oder Arbeitsbereiche, in denen Frauen bereits die Mehrheit der Studierenden oder Beschäftigten bilden. Hier würde die Verwendung ausschließlich männlicher Formen dies sprachlich nicht sichtbar machen. Zum anderen können durch die Verwendung einer geschlechtsneutralen Sprache Frauen auch in jenen Fakultäten oder Arbeitsbereichen besser angesprochen werden, in denen sie noch unterrepräsentiert sind.

Das Ziel, die Lesefreundlichkeit in allen Texten der RUB zu erhalten, sollte dabei natürlich nicht auf der Strecke bleiben.

Wie kann eine geschlechterneutrale Sprache an der RUB praktisch aussehen?

•    Wählen Sie vornehmlich geschlechtsneutrale Formulierungen.
•    Sind geschlechtsneutrale Formulierungen nicht möglich sind, sollten Paarformeln genutzt werden. Schreiben Sie die Paarformeln dabei ganz aus.
•    Führen Sie bei Paarformeln zunächst die weibliche, dann die männliche Form auf.
•    Behalten Sie Paarformeln vornehmlich Fließtexten vor. In Tabellen oder Präsentationen kann aus Platzgründen auch die Verwendung von Schrägstrichen sinnvoll sein (etwa: Student/innen).
•    Durch einen veränderten Satzaufbau können Sie die Nutzung von Paarformeln häufig reduzieren. Hier ist Ihrer sprachlichen Kreativität keine Grenzen gesetzt.
•    Verzichten Sie auf die Verwendung des „Binnen-I“.
•    Wenn es ausschließlich um Männer oder Frauen geht, sollte dies sprachlich auch deutlich werden (z.B. bei Schwangerschaft)
Vorschläge zur Umsetzung einer geschlechtsneutralen Sprache an der RUB
„Klassische Formulierung“       Geschlechterneutrale Version


Professoren Professur
Professorinnen und Professoren (im Fließtext)
Professor/innen (in Tabellen)
„Am Lehrstuhl …“
Dozenten Dozentinnen und Dozenten
Studenten Studierende
Studentinnen und Studenten (im Fließtext)
Student/innen (in Tabellen oder Präsentationen)
Doktoranden Promovierende
Doktorandinnen und Doktoranden
Teilnehmerliste Teilnahmeliste
Teilnehmende
Kunden Kundinnen und Kunden
Kundenkreis
Berater Beratung
Eine beratende Person
Stimmberechtigter Stimmberechtigtes Mitglied
Angestellter Beschäftigte


usw.