FAQ: B.A. »Japanologie – Japanische Geschichte«

 

1. Welche Voraussetzungen sollte man für das B.A.-Studium »Japanologie (Schwerpunkt: Japanische Geschichte)« mitbringen?
Das Studium besteht zu annähernd gleichen Teilen aus dem Erlernen der japanischen Sprache und aus Lehrveranstaltungen zur japanischen Geschichte. Letztere werden auf Deutsch abgehalten, der Großteil der Fachliteratur ist jedoch in englischer Sprache abgefaßt.
Das bedeutet, daß eine Begabung für Fremdsprachen sehr wichtig ist. Wer im Gymnasium in Englisch sehr gute Noten hatte und auch in Französisch und/oder Latein überdurchschnittlich war, bringt gute Voraussetzungen mit.
Außerdem ist ein tieferes Interesse für Geschichte nötig, um das Studium erfolgreich zu absolvieren. Es geht in den Seminaren nicht nur um japanische Geschichte, sondern auch um Geschichtstheorien und -methoden. Es ist von Vorteil, einen Leistungskurs »Geschichte« im Gymnasium gehabt zu haben.
In jedem Semester werden Hausarbeiten und Referate verlangt. Eine sichere Beherrschung der deutschen Sprache ist daher Grundvoraussetzung. Dies gilt gleichermaßen für Rechtschreibung, Grammatik und Ausdrucksvermögen.

2. Wieviel Arbeitsaufwand ist für das Studium nötig?
Mehr als in anderen geisteswissenschaftlichen Fächern. (Einen vergleichbaren Arbeitsaufwand haben Fächer wie Physik oder Medizin.) Allein das Erlernen der Sprache kostet besonders in den ersten zwei Jahren viel Zeit. Insgesamt erfordert das Studium wöchentlich zwischen 40 bis 50 Stunden Arbeitsaufwand (inkl. 2. Fach und Optionalbereich). Nebenjobs sind dabei erfahrungsgemäß nicht möglich.

3. Kann man "Japanische Geschichte" und "Japanische Linguistik" kombinieren?
Nein. Man wählt entweder »Japanologie – Japanische Geschichte« oder »Japanologie – Japanische Linguistik«. Im Studium der japanischen Geschichte ist das Erlernen der Sprache inbegriffen.

4. Was sind sinnvolle Fächerkombinationen?
Sehr sinnvoll ist es, "Japanische Geschichte" mit einem anderen B.A.-Fach aus dem geisteswissenschaftlichen Bereich zu kombinieren. Insbesondere kommen Geschichte, Politologie, Soziologie, Medienwissenschaft in Frage.

5. Kann man auch verschiedene Ostasien-Fächer miteinander kombinieren?
Eigentlich nicht. In der Regel ist eine Kombination mit Sinologie oder Koreanistik nicht möglich, da sich die Sprachkurse nicht nur zeitlich überschneiden, sondern auch zu umfangreich sind, als daß zwei ostasiatische Sprachen gleichzeitig erlernt werden könnten. In Absprache mit dem/der ProfessorIn kann eine solche Kombination in begründeten Einzelfällen aber eventuell sinnvoll sein.

6. »Was kann man damit werden?«
… das hängt von jedem/r selbst ab! Ein festumrissenes Berufsfeld gibt es nicht. AbsolventInnen der Japanologie sind dennoch auf dem Arbeitsmarkt alles andere als chancenlos: Wer sich erfolgreich durch das anspruchsvolle Studium gekämpft und dabei auch Auslandserfahrung gesammelt hat, wird von vielen Unternehmen als überdurchschnittlich leistungsbereit beurteilt.

7. »Muß ich dafür ins Ausland?«
Sinnvollerweise: Ja! Wir beraten gerne über Möglichkeiten, einen Studienaufenthalt in Japan zu absolvieren. Dazu gehört z.B. der Studierendenaustausch mit unserer Partneruniversität Nihon Daigaku in Tokyo, an dem jedes Jahr zwei Studierende teilnehmen.

8. Kann man auch zum Sommersemester anfangen?
Ja – zwar beginnen die Sprachkurse nur immer im Herbst, in die Lehrveranstaltungen zur japanischen Geschichte kann man jedoch auch im Sommersemester einsteigen.

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