Graduiertenaustausch mit der Kyūshū Daigaku in Fukuoka

Im März 2012 wurde ein Austauschvertrag zwischen der Fakultät für Geschichtswissenschaft und der Fakultät für Ostasienwissenschaften der RUB und der Fakultät für Geisteswissenschaften der Kyūshū Universität geschlossen. Die Kyūshū Universität ist eine der forschungsstärksten Universitäten Japans und ist Teil des japanischen Äquivalents zur deutschen Exzellenzinitiative, dem "Global 30"-Programm, in das 13 japanische Universitäten, darunter die Kyūshū Universität, aufgenommen wurden. Sie wurde im Jahr 1911 als eine der damaligen Reichsuniversitäten gegründet. Ihre traditionsreiche Fakultät für Geisteswissenschaften bildet zahlreiche Doktoranden aus (für weitere Informationen zur Kyūshū Universität generell: http://www.kyushu-u.ac.jp/english/index.php).

Die geisteswissenschaftliche Fakultät der Kyūshū Universität besteht aus 21 "Sektionen", die wiederum mehrere Lehrstühle umfassen. Geschichtswissenschaftliche Forschung wird von den folgenden Sektionen betrieben: Sektion für japanische Geschichte (Lehrstühle für Alte Geschichte/japanisches Frühmittelalter, Mittelalter, frühe Neuzeit und für Neuzeit), Sektionen für Philosophie- und Philosophiegeschichte, Indische Geschichte und Philosophie, Chinesische Philosophiegeschichte, Kunstwissenschaften und Kunstgeschichte, Ostasiatische Geschichte (vor allem China), Koreanische Geschichte, Westliche Geschichte (Lehrstühle für Geschichte des Mittelalters in Westeuropa mit einem Schwerpunkt auf der Geschichte Frankreichs, frühe Neuzeit Westeuropas mit Schwerpunkt auf deutscher Geschichte sowie ein weiterer für Zeitgeschichte Westeuropas ) sowie für Geschichte der islamischen Zivilisationen. Die Historiker der Fakultät unterhalten naturgemäß enge Beziehungen zu den zahlreichen weiteren geschichtswissenschaftlich arbeitenden Lehrstühlen in anderen Fakultäten, u.a. Wirtschaftsgeschichte, Geschichte des Bergbaus und der Industrialisierung, Politikgeschichte (in Japan häufig traditionell bei den Rechtswissenschaften) etc. sowie zum Institut für die Erforschung der Geschichte und Kultur Kyūshūs. Zudem bilden die Historiker der Kyūshū-Universität den Kern der Historischen Gesellschaft Kyūshūs (Kyūshū shigakkai), einer der HistorikerInnenzusammenschlüße Japans von überregionaler Bedeutung. Auch die Archäologie stellt einen forschungsstarken Schwerpunkt der Fakultät dar.

Es werden jedes Jahr im Januar zwei Studienplätze jeweils zum Wintersemester ausgeschrieben. Im Regelfall beträgt die mögliche Aufenthaltsdauer 12 Monate, kürzere Aufenthalte für sechs Monate sind jedoch prinzipiell auch möglich.

Bewerben können sich fortgeschrittene Studierende der beiden beteiligten Fakultäten der RUB mit sehr guten Studienleistungen in einem B.A.-Studiengang (ab 4. Semester) sowie Studierende der Masterstudiengänge der Fakultäten für Geschichtswissenschaft sowie der für Ostasienwissenschaften (Schwerpunkt Geschichte Japans). Sollten keine Japanischkenntnisse vorhanden sein, sind sehr gute Englischkenntnisse notwendig!

Die Bewerbung muss enthalten:

  • 1.Kurzlebenslauf (tabellarisch, max. 1 DIN A4-Seite)
  • 2.Vollständige Aufstellung der bisher besuchten Lehrveranstaltungen samt Noten in einem dafür vorgesehenen Formular (Transcript of Records über CampusOffice ausgedruckt). Das Formular muss beglaubigt sein (Dekanatsstempel).
  • 3.Anschreiben mit Begründung inklusive der Angabe des gewünschten Zeitraums von entweder sechs oder zwölf Monaten sowie ein Motivationsschreiben (max. 1 DIN A 4-Seite).
  • 4.Skizze eines Forschungsvorhabens (ebenfalls 1 DIN A4-Seite)

Für die Bewerbungsfristen sollten mögliche BewerberInnen bitte auf die entsprechenden Aushänge sowie Benachrichtungen über Mailinglisten durch die beiden Fakultäten achten.

Ansprechpartner sind derzeit:
Fakultät für Geschichtswissenschaft: Prof. Dr. Michael Wala (michael.wala@rub.de)
Fakultät für Ostasienwissenschaft: Morgaine Setzer, M.A., Wiss. Mit. (Morgaine Setzer)