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| Keyword RASSISMUS |
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I Got This Way from Eating Rice. Schwule asiatische Dokumentationen und die Umerziehung von Begehren
Nguyen Tan Hoang
Dieser Artikel untersucht eine Gruppe experimenteller Dokumentationen schwuler asiatischer diasporischer Künstler in den 1990ern. Als Teil eines politischen Projektes um die Konstruktion schwuler asiatischer Männer als feminisiert, passiv und unter internalisiertem Rassismus leidend, versuchen diese Videos schwule asiatische Subjekte umzuerziehen, um die Passivität und Objektivierung, die in ‚interrassischen’ (weiß-asiatischen) Beziehungen vorausgesetzt wird, zurückzuweisen, zugunsten einer politischen Ermächtigung, begründet in gleichberechtigten (asiatisch-asiatischen) sticky rice-Beziehungen. Der Artikel argumentiert, in Gegenüberstellung der Analyse dieser Dokumentationen und einer Diskussion asiatischer lesbischer experimenteller Videos, dass die lesbischen Videos den disziplinierenden Drang der sticky rice-Dokumentationen herausfordern, indem sie die widerspenstigen Affekte von bottomhood und das Vergnügen an Unterwerfung erkunden. Mit dieser Behauptung anerkennt der Artikel die wichtige Intervention schwuler asiatischer Dokumentationen in rassifizierte sexuelle Repräsentationen; zugleich verweist er jedoch auf das Problem, für sexuelles Begehren Gesetze erlassen zu wollen und auf die Grenzen der Privilegierung von ‚Rasse’ über andere Modalitäten sozialer Differenz wie Klasse und Nationalität. |
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„Wenn sie nicht aufpasst, wacht sie eines schönen Tages auf und ist ein Nigger“.
Passing durch Hybridität
Sara Ahmed
In diesem Artikel untersuche ich rassifizierte Narrative von passing und ihre Beziehung zu Diskursen von Hybridität. Anstatt passing als inhärent transgressiv oder als auf der einen oder der anderen Seite von Identitätspolitik zu definieren, argumentiere ich, dass passing in Bezug zu Formen sozialer Antagonismen verstanden werden muss. Ich stelle folgende Fragen: Wie werden Differenzen, die das System bedrohen, wiederhergestellt? Wie werden uneindeutige oder hybride Körper auf eine Weise gelesen, die weiterhin die enunziative Macht derjenigen unterstützt, die die Differenz benennen? Auf welche Weise ist ‚passing’ in genau diesen Diskurs um das Benennen von Differenzen einbezogen? Auch wenn alle Identitäten bis zu einem bestimmten Grad passing beinhalten – insofern das Subjekt nie ‚ist’, wie es sich selbst zu sein ‚abbildet’ – müssen wir dennoch die Differenzen zwischen passing als weiß und passing als schwarz theoretisieren. Ich argumentiere, dass für eine weiße Person das passing als schwarz als eine Wissenstechnik fungieren kann, die davon ausgeht, dass sich ‚Schwarzsein’ abbilden und folglich auch ‚sein’ lässt. Jedoch können schwarze Subjekte, die es ablehnen, als weiß ‚durchzugehen’ – das heißt, schwarze Subjekte, die als schwarz ‚durchgehen’ – die gewaltsamen Geschichten sichtbar machen, die durch die Unsichtbarkeit der Spur von passing verborgen werden. Ein solcher Prozess des ‚Durchgehens’ als schwarzes Subjekt ist an eine Politik des Kollektivs gebunden – an das Zusammenkommen durch die Anerkennung dessen, was fehlt und wodurch passing überhaupt erst hervorgebracht wird. |
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