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| Keyword PUBLIC FEELINGS |
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Eine Situation öffentlich zu beschreiben, kann schon Kritik sein. Ein Gespräch über feeling bad, neue Koalitionen und die Notwendigkeit, sich verletztlich zu zeigen
Anja Michaelsen, Karin Michalski
In The Alphabet of Feeling Bad (2012) zeigt die Künstlerin und Filmemacherin Karin
Michalski ein experimentelles Interview mit der Theoretikerin und Aktivistin Ann
Cvetkovich. In ihrer Performance erläutert Cvetkovich von A bis Z Begriffe wie Depression,
aber auch alltägliche Formen des feeling bad, wie die Vorstellung, in einer Sackgasse zu
stecken, sich gelähmt zu fühlen und von Anforderungen überwältigt zu sein, und versieht sie
mit neuen Bedeutungen. Anschließend an Arbeiten queer-feministischer Theoretiker/innen
und Aktivist/innen, neben Cvetkovich etwa Sara Ahmed, Heather Love und Lauren Berlant,
wird feeling bad nicht als individuelles Versagen verstanden, sondern als kollektive „public
feelings“, im Kontext von neoliberalen Arbeitsverhältnissen, Homophobie und Rassismus.
Im Dezember 2012 hat Michalski im C60 Collaboratorium, Bochum, auf Einladung von
Anja Michaelsen und Astrid Deuber-Mankowsky ihre Arbeit und drei weitere experimentelle
Videos vorgestellt. Im Anschluss an die Abendveranstaltung haben sich Anja Michaelsen
und Karin Michalski zu einem Gespräch getroffen, um die Diskussion zur Darstellbarkeit und
Sagbarkeit des feeling bad und zu dessen politischem Potenzial fortzuführen. |
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