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Keyword        POSTMODERNE SUBJEKTE  
 

Kontrollverlust – Zum Zusammenhang moderner Informationstechnologien und medialer Gewalt
Bianca Becker, Jennifer Eickelmann

Postmoderne Subjekte nutzen die alltäglichen Datenobservations- und Daten(re)produktionstechnologien zum Zweck der Konstitution des eigenen Selbst. Selbstinszenierende Aufzeichnungen fungieren mehr und mehr als Mittel, um aus der ‚Passivität‘ einer verobjektivierenden Kontrollgesellschaft herauszutreten. Jedoch erwachsen aus der neu gewonnenen ‚Freiheit‘ zur fortschreitenden medialen Individualisierung und Selbstgenese gleichwohl die den neuen Medien inhärenten ‚Tücken‘. Im Aufsatz soll mediale Gewalt im interaktiven Kontext eines sich verflüchtigenden Kontrollverlustes dechiffriert werden.


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Zeitgenössische Praktiken von Subjektivierung. Konsumismus, Kybernetischer Kapitalismus und Repräsentationskritik in Anschluss an Tiqquns Figur der Jungen- Mädchen
Jasmin Stommel

Ausgang dieser Überlegungen ist die 2009 auf deutsch erschienene Collage Grundbausteine einer Theorie des Jungen-Mädchens, deren Autor Tiqqun heißt – womit entweder ein unabhängig veröffentlichtes, vergriffenes Textkonglomerat gemeint ist oder eine Gruppe Pariser Aktivist/innen. Der Theorieentwurf beschreibt eigentlich keine Figur, sondern kartographiert ein Dispositiv von Äußerungen, Semantiken, Beschreibungsweisen und Bildern, welches eine spezifische Subjektivierungsweise hervorbringt. Diese ist vermarktungswillig und libidoökonomisch: Sie affirmiert unsere konsumistischen Bilderwelten und überträgt den von Marx beschriebenen Fetischcharakter der Ware auf die Art und Weise zeitgenössischer Selbsteinrichtungen und Selbst-Körper-Verhältnisse.

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