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| Keyword IDENTITÄT |
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„Wenn sie nicht aufpasst, wacht sie eines schönen Tages auf und ist ein Nigger“.
Passing durch Hybridität
Sara Ahmed
In diesem Artikel untersuche ich rassifizierte Narrative von passing und ihre Beziehung zu Diskursen von Hybridität. Anstatt passing als inhärent transgressiv oder als auf der einen oder der anderen Seite von Identitätspolitik zu definieren, argumentiere ich, dass passing in Bezug zu Formen sozialer Antagonismen verstanden werden muss. Ich stelle folgende Fragen: Wie werden Differenzen, die das System bedrohen, wiederhergestellt? Wie werden uneindeutige oder hybride Körper auf eine Weise gelesen, die weiterhin die enunziative Macht derjenigen unterstützt, die die Differenz benennen? Auf welche Weise ist ‚passing’ in genau diesen Diskurs um das Benennen von Differenzen einbezogen? Auch wenn alle Identitäten bis zu einem bestimmten Grad passing beinhalten – insofern das Subjekt nie ‚ist’, wie es sich selbst zu sein ‚abbildet’ – müssen wir dennoch die Differenzen zwischen passing als weiß und passing als schwarz theoretisieren. Ich argumentiere, dass für eine weiße Person das passing als schwarz als eine Wissenstechnik fungieren kann, die davon ausgeht, dass sich ‚Schwarzsein’ abbilden und folglich auch ‚sein’ lässt. Jedoch können schwarze Subjekte, die es ablehnen, als weiß ‚durchzugehen’ – das heißt, schwarze Subjekte, die als schwarz ‚durchgehen’ – die gewaltsamen Geschichten sichtbar machen, die durch die Unsichtbarkeit der Spur von passing verborgen werden. Ein solcher Prozess des ‚Durchgehens’ als schwarzes Subjekt ist an eine Politik des Kollektivs gebunden – an das Zusammenkommen durch die Anerkennung dessen, was fehlt und wodurch passing überhaupt erst hervorgebracht wird. |
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"Mit einer Zeitung gegen das fresssüchtige Patriarchat zu kämpfen ist eine Form der Tat": Die Hamburger Frauenzeitung
Julia Figdor
Feministische Zeitschriften sind ein marginalisierter Gegenstand im Bereich der medien- und kommunikationswissenschaftlichen Forschung sowie der sozialen Bewegungsforschung. Zumeist werden sie in diesen Diskursen unter dem Begriff ‚Gegenöffentlichkeit’ thematisiert. Diese Reduzierung vernachlässigt jedoch die für die feministische Bewegung konstitutive Funktion der vielfältigen Zeitschriftenproduktion. Feministischen Zeitschriften sind in die selbstreflexive Praxis der Frauenbewegung eingebunden und in die Kritik tradierter Konzepte von Gemeinschaft, Öffentlichkeit und Identität, gleichwohl sie auf diese gleichzeitig rekurrieren und diese (neu) konstituieren müssen. Der Artikel beschäftigt sich mit der These, dass die lokalen feministischen Zeitschriften eine Schnittstelle für die Veränderung der Ebenen von Gemeinschaft, Öffentlichkeit und Identität in der feministischen Bewegung darstellen und dass sich diese Veränderung, in Anlehnung an Manuel Castells, als Wandel von einer Widerstandsidentität in eine Projektidentität beschreiben lässt. Diese These wird anhand einer inhaltsanalytischen Untersuchung der Hamburger Frauenzeitung geprüft. |
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