Research School
topleft toprightup
topspace space space Editorial Aktuell Archiv Impressum
     
Keyword        BIOPOLITIK  
 
‚Hey big Spender!‘ Organspende zwischen Biopolitik und Popkultur
Mona Motakef


Organtransplantationen sind in einem besonderen Maße von der Spendebereitschaft abhängig. Deswegen ist es bedeutsam, dass von Organspende ein positives Bild besteht.
Am Beispiel einer Werbekampagne des deutschen Herzzentrums, die auf die Superheldinnen und Superhelden von DC Comics rekurriert, wird die Argumentation verfolgt, dass Organspende in der Regel heroisiert wird. Sie gilt als die moralisch gebotene Tat und als Akt christlicher Nächstenliebe. Auf Grundlage des Theorems der Gabe wird Organspende in diesem Beitrag als ambivalent analysiert. Die Heroisierung der Organspende, die mit der Ummantelung ihrer Ambivalenzen einhergeht, wird problematisiert und das Plädoyer für eine Politisierung von Organspende entfaltet.

PDF zum Artikel (PDF)
Die Kunst, nicht dermaßen naturalisiert zu werden. Fragmente einer Kritik biologischer Sexualitätsdiskurse
Mike Laufenberg


Mit dem allgemeinen Bedeutungsgewinn der neuen Lebenswissenschaften werden am Übergang zum 21. Jahrhundert auch biologische Ausdeutungen von Sexualität und sogenannter sexueller Orientierung aktualisiert. Mit Bezug auf  sozialkonstruktivistische, dekonstruktivistische und im weitesten Sinne epistemologische Argumente wurden solche biologischen Sexualitätsdiskurse in der Vergangenheit häufig auf ein Problem des Wissens oder der Repräsentation reduziert. Der Aufsatz fragt dagegen nach den Möglichkeiten einer Kritik, die eingedenkt, dass mit dem biologischen Diskurs der Sexualität zugleich eine (sozial)ontologische Dimension gelebter Erfahrungen und Subjektivitäten verbunden ist.

PDF zum Artikel (PDF)