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 in Ausgabe #8
Den Einfluss von The Lost Boys auf die Entstehung des neuen Teen- Vampir-Typs zeigt Simon Bacon.

Organspende
Die Transformationen von Twilights Protagonistin Bella Swan sind als „extreme makeover“ zu verstehen, so argumentieren Heike Steinhoff und Maria Verena Siebert .
Florian Bast und Marie-Luise Löffler präsentieren den Vampir als Figur der Ermächtigung in der Literatur afroamerikanischer Autorinnen.
Das domestizierte Dasein zeitgenössischer Vampire in der amerikanischen Provinz betrachtet Evangelia Kindinger.
Sophie G. Einwächter untersucht den Zusammenhang von Kulturwirtschaft und Fankultur anhand der Produktivität der Fans im aktuellen Vampir-Boom.
 
NETZWERK
neu Anschläge. Das feministische Magazin
neu Arbeitsstelle Feministische Theologie und Genderforschung der Universität Münster
neu Bulletin des ZtG
neu Fakultät für Philologie/Ruhr-Universität Bochum
neu Genderbibliothek des ZtG
neu Gender Campus
neu Gender Dossier des Goethe Institut
neu Gender Forum
neu Gender- Portal der Universität Duisburg/Essen
neu Gender Studies der Ruhr-Universität Bochum
neu Gender Studies der Universität Innsbruck
neu Gender@Wiki
neu Glow Global Center für Women’s Politics
neu Institut für Medienwissenschaft der Ruhr-Universität Bochum
neu Mädchenmannschaft
neu Marie-Jahoda-Gastprofessur für Internationale Frauenforschung der Ruhr-Universität Bochum
neu Melodiva. Female music networking
neu Miss Tilly – das Frauenmagazin im Internet
neu Netzwerk Frauen- und Geschlechterforschung NRW
neu Querelles-net: Rezensionszeitschrift für Frauen- und Geschlechterforschung
neu Rosa Mayreder College
neu Sektion Frauen- und Geschlechterforschung der Deutschen Gesellschaft für Soziologie
neu Zentrum für Gender Studies/Universität Paderborn
neu Zentrum für interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung (ZFG)/Universität Oldenburg
neu Zentrum für transdisziplinäre Geschlechterstudien/Humboldt Universität Berlin
 
 
 # 8   Juli 2011    
     
People are Strange: Re-Viewing The Lost Boys
Simon Bacon

Good films never die! It may not have launched a thousand ships but Joel Schumacher's 1987 The Lost Boys has influenced many of the subsequent mainstream vampire films and series that have followed it. From Buffy the Vampire Slayer to the Twilight-saga, the Never-Never-land that is inhabited by the eternal teenager and Mall-Rat vampire is never far away. Finding itself situated in the middle of the explosion of teen-vamp films of the 1980's, The Lost Boys configures a seminal point in the transition of the Old World European revenant of Count Dracula to the young and achingly hip teenage vamp of New World America, consequently it is as popular now as it was when it was first released.

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The Female Body Revamped: Beauty, Monstrosity and Body Transformation in the Twilight-Saga
Heike Steinhoff, Maria Verena Siebert

Throughout the four novels of the Twilight-saga, its protagonist Bella Swan goes through immense physical changes. This paper will read Bella’s bodily transformation from human to vampire as a makeover narrative. We will demonstrate that it follows the same narrative pattern as extreme makeover programs such as The Swan, including the construction of an abject body in the ‘before' stage, a painful bodily transformation, a mirror scene after the procedure that has been conducted on her, and the constitution of a new, whole self. This gendered discourse can be read either as female empowerment or as a subjection of the female body to patriarchal ideals.

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Bites from the Margins: Contemporary African American Women’s Vampire Literature
Marie-Luise Löffler, Florian Bast

Black women's literature has always striven to reclaim the black female body and black female subjectivity from dominant cultural discursive formations. This focus is also crucial within black women's vampire fiction. Reading Jewelle Gomez's Louisiana 1850 and Octavia Butler's Fledgling, this paper shows how black women writers have claimed the vampire to deconstruct white supremacist, patriarchal power dynamics, as formerly marginalized characters claim coporeal and discursive control of their lives. Fusing core concerns of black women's literature with the multi-metaphoric potential of the vampire, black women writers thus radically transform the conventions of traditional vampire lore.

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Reading Supernatural Fiction as Regional Fiction:
Of “Vamps,” “Supes” and Places that “Suck”

Evangelia Kindinger

Bon Temps, Forks, Tulsa: recent vampire fiction has transformed these apparently “off-the-map” and rural places to sites of supernatural adventures and exotic characters. If “the monster exists only to be read,” if it is “an embodiment of a certain cultural moment – of a time, a feeling, and a place” (Cohen, Monster Culture 4), then we need to read the places in which vampires are narrated. In this paper, I argue that authors such as Stephenie Meyer, Charlaine Harris and P.C. and Kristin Cast tell regional vampire tales, rooting the cultural figure “vampire” in specific regional settings that result in the vampires' domestication and Americanization.

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Fankulturwirtschaft. Der Beitrag der Fans zum Erfolg des Twilight-Saga-Franchise
Sophie G. Einwächter

Stephenie Meyers Twilight-Saga erzielt einen beachtlichen Umsatz im Buchhandel und an der Kinokasse. Einen wesentlichen Beitrag hierzu leisten die Fans der Saga, deren Tätigkeiten in vielerlei Hinsicht als produktiv zu verstehen sind. Der vorliegende Artikel untersucht diesen Zusammenhang von Kulturwirtschaft und Fankultur und schlägt vor, Fans als Agenten und ihre Netzwerke als Märkte kultureller Güter zu verstehen. Dabei gilt es zu beachten, dass digitale Technik und Medien fankulturelle Praktiken signifikant verändert haben: Fans können nun effektiver als unter analogen Bedingungen zu einem wirtschaftlichen Erfolg ihres Kultobjektes beitragen.

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 # 7   Februar 2011  
Organspende   Nicht ohne meine Eltern.
Die elterliche Präsenz als dramaturgisches Prinzip im Bollywoodfilm

Sophie G. Einwächter

Im Bollywoodfilm sind Elternfiguren jeglicher Art - Mütter, Väter, Großeltern, aber auch Onkel und Tanten - stets präsent. Der vorliegende Aufsatz folgt der Annahme, dass dieses Phänomen sowohl Ursachen als auch Konsequenzen in Handlungsaufbau und Dramaturgie der Filme hat. Formale und dramaturgische Aspekte dieser Figurenkonstellationen werden analysiert. Die Häufigkeit bestimmter Szenarien in geringfügiger Variation lässt dabei auf konventionalisierte Erzählmuster schließen, die exemplarisch beschrieben werden.

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Hautsache Aktion: Günter Brus
Linda Schröer

Ich kann nicht aus meiner Haut! - Eine Redewendung, die eine Grenzerfahrung beschreibt, auch wenn Haut aktiv und passiv zwischen innen und außen vermitteln kann. Der Aktionskünstler Günter Brus, Mitglied des Wiener Aktionismus, funktionalisiert aktiv Körper und Hauthülle, um deren passive Instrumentalisierung durch die Staatsmacht, die vor allem im Zeitkontext der 60er Jahre als Repression wahrgenommen wird, zum Ausdruck zu bringen. Dieses Zusammenspiel von Haut und Gesellschaft als unüberwindbare Grenzen des Individuums, sowie das moderne Körperverständnis als Fiktion und Manipulation, die der Herstellung von Ordnung dient, werden im Text Hautsache Aktion: Günter Brus offengelegt.

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Über Gehirne, Geschlecht und Emotionen
Rezension: Nicole C. Karafyllis, Gotlind Ulshöfer (Hg.): Sexualized Brains. Science Modeling of Emotional Intelligence from a Cultural Perspective. Cambridge, Massachussetts u.a. 2008
Verena Schuh


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,Trying out’, ,Trying on’: Identity, Queerness and Consumerism in Sex and the City
Gloria Metz

Sex and the City is one of the most successful TV series. It has become more than a pure TV-production, it embodies a way of life. This article looks at the representation and interconnectedness of identity, queerness and consumerism in the series. Consumerism plays an important role in Sex and the City but the promoted consumption in the series is not limited to fashion; it also includes the consumption of relationships and sex partners. I will argue that queerness and sexual experimentation are represented as consumer products and lifestyle trends instead of a quest for one’s own sexual identity.

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Queering American Television
The L-Word, das Konvergenz-Fernsehen und (neo)liberale Nicht-Identität

Eva Hohenberger

Der Text fragt nach den Entstehungsbedingungen und der politischen Bedeutung der ersten Lesbenserie des US-amerikanischen Fernsehens. Neben einer breit institutionalisierten queeren Bewegung und einer Vielzahl von Filmen, die der Serie als Referenz dienen, werden vor allem die ökonomischen Bedingungen des sogenannten Konvergenzfernsehens betont. Nach John T. Caldwell impliziert dies einerseits die politische wie ökonomische Deregulation des amerikanischen Fernsehmarktes und andererseits das technologische Zusammenwachsen von Fernsehen und Internet. Erst vor diesem Hintergrund wird der (neo)liberale Gehalt der Serie sichtbar, die sich ideologisch zwischen einer feministischen Identitätspolitik und ihrer Auflösung in queere Positionen bewegt.

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Homosexualität und Männlichkeit im Spannungsfeld von Justiz, Psychiatrie, Militär und Adel. Ein Fall aus der forensischen Militärpsychiatrie des Ersten Weltkriegs
David Freis

Ausgehend von einem einzelnen Fall aus dem Archiv der Berliner Charité erkundet der Artikel die komplexe historische Situation der militärischen Gerichtspsychiatrie während des Ersten Weltkriegs. Im Zentrum der Fallstudie steht die Geschichte eines preußischen Offiziers und Grafen, der während des Krieges aufgrund eines homosexuellen Delikts von der Militärjustiz angeklagt und zur Erstellung eines gerichtspsychiatrischen Obergutachtens in die Berliner Charité aufgenommen wurde. Die Untersuchung der historischen Bedingungen in denen das Gutachten verfasst wurde macht deutlich, dass der Fall nicht nur an der Schnittstelle verschiedener Institutionen entstand, sondern auch durch die Überkreuzung unterschiedlicher Diskurse über Adel, Familie, Militär, Männlichkeit und Sexualität konstituiert wurde.

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 # 6   Juli 2010  
Wider die Natur? Oder ein normaler biologischer Prozess? Kulturanthropologische Perspektiven auf die weiblichen Wechseljahre
Meike Wolf

Die weiblichen Wechseljahre – die Menopause – gelten in biomedizinisch geprägten Gesellschaften als normaler Bestandteil des weiblichen Alterungsprozesses: Mit etwa 50 Jahren verlieren Frauen ihre Fruchtbarkeit, die Hormonproduktion lässt nach, und Symptome wie Schweißausbrüche, Hitzewallungen und Stimmungsschwankungen häufen sich. Doch wie gestaltet sich das Wechselspiel zwischen der biologischen Verfasstheit des alterndes Körpers und kulturell gefestigten Annahmen über die Natur der alternden Frau? Auf der Basis empirischer Befunde befasst sich der Beitrag aus einer kulturanthropologischen Perspektive heraus mit der wechselseitigen Verschränkung von biologischen und kulturellen Effekten und ordnet diesen in den Analyserahmen der local biologies ein.


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Biologisch gibt es viele Geschlechter
Heinz-Jürgen Voß

Auch biologisches Geschlecht lässt sich als vielgestaltig denken; historisch – u.a. im 19. Jahrhundert – war die „Gleichheit bzgl. Geschlecht“ bzw. die „Vielgestaltigkeit bzgl. Geschlecht“ durchaus verbreitete These. Ging man bei Präformationstheorien davon aus – und tut dies auch heute noch weitgehend in der Genetik –, dass Merkmale vorgegeben und unabänderlich seien und konnte so die religiöse Annahme ausschließlich zweier differenter Geschlechter einbinden und fundieren, so führten und führen Epigenesetheorien von Differenzdenken und Zweigeschlechtlichkeit weg. Nimmt man mit Epigenese Entwicklungs- und Differenzierungsprozesse ernst, wird überzeugender erklärbar was sich in der Realität zeigt: die Vielgestaltigkeit physischer und physiologischer Merkmale.


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Reduktionismus und feministische Werte
Fabian Lausen

Reduktionismus und feministische Werte: Der Begriff des Reduktionismus wird in vielen Kontexten als Schlagwort benutzt und mit Engstirnigkeit oder schlechter Wissenschaft gleichgesetzt. Von feministischer Seite wird der Reduktionistin darüber hinaus vorgeworfen, eine Position zu vertreten, die mit einem egalitären Gesellschaftsideal unvereinbar ist. Der Beitrag zeigt am Beispiel von Helen Longino, dass diesen Vorwürfen oft eine zu enge Verwendung des Reduktionismusbegriffs zu Grunde liegt und dass es ausgefeiltere reduktionistische Positionen gibt, die mit feministischen Ansichten – wie etwa dem von Longino vertretenen kontextuellen Empirismus – kompatibel sind.


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Die Kunst, nicht dermaßen naturalisiert zu werden. Fragmente einer Kritik biologischer Sexualitätsdiskurse
Mike Laufenberg

Mit dem allgemeinen Bedeutungsgewinn der neuen Lebenswissenschaften werden am Übergang zum 21. Jahrhundert auch biologische Ausdeutungen von Sexualität und sogenannter sexueller Orientierung aktualisiert. Mit Bezug auf  sozialkonstruktivistische, dekonstruktivistische und im weitesten Sinne epistemologische Argumente wurden solche biologischen Sexualitätsdiskurse in der Vergangenheit häufig auf ein Problem des Wissens oder der Repräsentation reduziert. Der Aufsatz fragt dagegen nach den Möglichkeiten einer Kritik, die eingedenkt, dass mit dem biologischen Diskurs der Sexualität zugleich eine (sozial)ontologische Dimension gelebter Erfahrungen und Subjektivitäten verbunden ist.


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Organspende   ‚Hey big Spender!‘ Organspende zwischen Biopolitik und Popkultur
Mona Motakef


Organtransplantationen sind in einem besonderen Maße von der Spendebereitschaft abhängig. Deswegen ist es bedeutsam, dass von Organspende ein positives Bild besteht.
Am Beispiel einer Werbekampagne des deutschen Herzzentrums, die auf die Superheldinnen und Superhelden von DC Comics rekurriert, wird die Argumentation verfolgt, dass Organspende in der Regel heroisiert wird. Sie gilt als die moralisch gebotene Tat und als Akt christlicher Nächstenliebe. Auf Grundlage des Theorems der Gabe wird Organspende in diesem Beitrag als ambivalent analysiert. Die Heroisierung der Organspende, die mit der Ummantelung ihrer Ambivalenzen einhergeht, wird problematisiert und das Plädoyer für eine Politisierung von Organspende entfaltet.


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Let’s talk about ... Sexualität und Reproduktion im Zeitalter ihrer technischen Separierbarkeit
Julia Diekämper

Seit über 30 Jahren lassen sich Sexualität und Fortpflanzung durch medizinische (medikamentöse) Maßnahmen trennen. Sexualität und Fortpflanzung sind also Lebensvollzüge, die unabhängig voneinander stattfinden können. Mit dieser Entwicklung geht ein andauerndes Interesse an den Folgen der doppelten Trennung einher, das über medizinische Fachkreise hinausgeht. Mit Medizin hat diese Auseinandersetzung sogar erst einmal wenig zu tun. Was es aber genau ist, das diese Trennung so spannend macht, dass sie es immer wieder auf die Titelblätter der Zeitungen und Zeitschriftenschafft, dieser Frage geht Julia Diekämper in ihrem Beitrag anhand der medialen Thematisierung dieser Trennung im Spiegel und in der Zeit nach. Die medialen Beiträge über die Trennung von Sexualität und Fortpflanzung sind nicht nur ein Abbild eines bestimmten Wissensstandes, vielmehr sind sie in einer diskursanalytischen Lesart Produkt kultureller Deutungskämpfe.


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Körper und Geschlecht in der Schwangerschaft. Transformation und Aneignung medizinischen Wissens durch Gynäkolog_innen und schwangere Frauen
Claudia Sontowski

Wie werden Körper und Geschlecht in der medizinischen Schwangerschaftsbetreuung verhandelt? Während die Vereindeutigung von Wissen charakteristisch für die befragten Ärzt_innen ist, gehen Schwangere mit Wissen um, indem sie selbst Verantwortung übernehmen: sie informieren sich, setzen körpernahe Selbsttechniken ein und wägen zwischen verschiedenen Wissensbeständen ab. Dabei, so meine These, sind Selbstermächtigung und Selbstunterwerfung nicht voneinander zu trennen. Geschlecht tritt hinter den Aspekt der Selbstverantwortung zurück und wird unausgesprochen reproduziert.


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 # 5   November 2009  
"Aufgefordert, gegen jegliche Bestrebungen, die da gleichgeschlechtlich ausgeprägt sind, vorzugehen." Zur Homophobie im Profifußball der Männer
Sabine Schollas

Noch immer gibt es im Profifußball der Männer keinen Spieler, der sich während seiner aktiven Laufbahn als homosexuell geoutet hat. Vielmehr werden trotz des Phänomens David Beckham, der als Paradebeispiel für einen metrosexuellen Mann Geschlechterbilder ins Wanken brachte, weiterhin Männlichkeitsbilder inszeniert, die auf der Vorstellung von einem heterosexuellen, potenten und ‚arbeitenden’ Fußballer wie z.B. Oliver Kahn beruhen. So entsteht ein Klima, in dem ein einzelner homosexueller Spieler durch ein Outing seine Karriere ernsthaft gefährden würde.

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Kontrollverlust – Zum Zusammenhang moderner Informationstechnologien und medialer Gewalt
Bianca Becker, Jennifer Eickelmann

Postmoderne Subjekte nutzen die alltäglichen Datenobservations- und Daten(re)produktionstechnologien zum Zweck der Konstitution des eigenen Selbst. Selbstinszenierende Aufzeichnungen fungieren mehr und mehr als Mittel, um aus der ‚Passivität‘ einer verobjektivierenden Kontrollgesellschaft herauszutreten. Jedoch erwachsen aus der neu gewonnenen ‚Freiheit‘ zur fortschreitenden medialen Individualisierung und Selbstgenese gleichwohl die den neuen Medien inhärenten ‚Tücken‘. Im Aufsatz soll mediale Gewalt im interaktiven Kontext eines sich verflüchtigenden Kontrollverlustes dechiffriert werden.


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surround   Feminismus 2010 – Von Politik zu Popkultur?
Melanie Trommer


In dem Aufsatz wird mit einer Analyse des Missy Magazine den Fragen nachgegangen, in welchem Verhältnis Politik und Popkultur im so genannten Popfeminismus zueinander stehen, und welche Frauen im Magazin dargestellt werden. Mit einer Inhaltsanalyse soll betrachtet werden, wie feministische Anliegen auf politischer und popkultureller Ebene thematisiert werden, und an wen sich diese "Popkultur für Frauen" eigentlich richtet: Meine These lautet, dass hier eine sehr kleine Gruppe "Frauen" gezeigt und angesprochen wird, nämlich junge, kinderlose Frauen ohne Migrations- aber mit höherem Bildungshintergrund, für die Musik und Medien eine wichtige Rolle spielen.


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Narratives of Class in Indonesian TV Commercials
Ratna Noviani

Class is often inscribed in advertising imagery. Advertisements produce and reproduce distinctive markers to signify class subjects and class relations. This study is concerned with the way in which class distinctions are represented in Indonesian television advertisements. Desires of social climbing and class-passing, which are expressed in the studied advertisements by involving the notion of gender, have gained particular consideration. It has been demonstrated that advertising narratives in Indonesia were driven by a middle class perspective. Codes of masculinity and femininity are also differently functionalized by the advertisements to narrativize class distinctions.


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 # 4   April 2009  
Geschichten in Spielen - Spielen mit Geschichten
Amelie Wachner

Fanfiction ist ein von der Medienwissenschaft bisher weniger beachtetes Phänomen der Fankultur, obwohl durch das Internet in zunehmendem Maße AmateurInnen eigene Geschichten zu bereits vorhandenen Medien veröffentlichen. Dieser Essay möchte zu einer systematischen, umfassenden inhaltlichen Analyse dieser Geschichten anregen. Dazu wird im Folgenden anhand einiger exemplarischer Texte gezeigt, wie sich in Fanfiction zum Online-Rollenspiel World of Warcraft charakteristische Elemente von Computerspielen niederschlagen, die eine medienspezifische Analyse erforderlich machen.


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Dancing King of Queens: Sitcom, Geschlecht und Betrachter
Herbert Schwaab

Dieser Beitrag sieht die amerikanische Sitcom King of Queens (1998-2007) als einen gewöhnlichen Fernsehtext an, der nicht nur auf sehr komplexe Weise über den Betrachter des Fernsehens nachdenkt, sondern auch eine ästhetische Option einer positiv bestimmten Kindlichkeit der Fernsehrezeption vorführt. Diese von der Filmphilosophie Stanley Cavells hergeleitete Option formuliert einen Kontrast zu der Neigung des Fernsehens, seinen Zuschauer entweder negativ als kindlichen, unmündigen Zuschauer zu kennzeichnen, oder in Serien wie Lost und Sex and the City einen erwachsenen Zuschauer zu konstruieren, die mit der Verleugnung der Fernsehkultur und dessen Möglichkeiten einhergeht.


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Der selbst gemachte Mann.
Marlene Streeruwitz’ Kreuzungen.

Tim Niklas Christmann

Die Autorin Marlene Streeruwitz untersucht in ihrem 2008 erschienenen Roman Kreuzungen die im Kontext neoliberaler Herrschafts- und Selbsttechnologien stehende Figur des self-made man. Max, der Protagonist des Romans, ist auf dem Weg sein altes Leben Schritt für Schritt abzustreifen wie einen Kokon, um in ein neues Leben einzutreten, welches er erst nach und nach erschaffen muss. Streeruwitz denkt den selbst gemachten Mann, diese Figur der Selbst-Erschaffung mit brutaler Konsequenz durch und beschreibt sie schonungslos in ihrer Anlage und ihren strukturellen Verstrickungen. Letztendlich führt sie mit ihrem Roman die Ausstreichung des "man" und die Reduktion auf das "self-made" vor.
 

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surround   Den visuellen Rahmen deuten
Angela Koch


Rezension von Linda Hentschel: Bilderpolitik in Zeiten von Krieg und Terror. Medien, Macht und Geschlechterverhältnisse (unter Mitarbeit von Caroline Schubarth), Berlin 2008: b_books.

Der Sammelband Bilderpolitik in Zeiten von Krieg und Terror. Medien, Macht und Geschlechterverhältnisse, der 2008 von Linda Hentschel herausgegeben wurde, befasst sich mit den diskursiven und medientheoretischen Verschränkungen von Bild, Gewalt und Geschlecht. Er behandelt diesen Themenkomplex v.a. angesichts der veränderten politischen Ordnungen nach dem einschneidenden Ereignis 9/11, aber auch im historischen Rückblick auf Bilderpolitiken in politischen Umbruchsituationen.


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Wi(e)der den Körper sprechen!?
Natascha Frankenberg

Mit Hilfe des Begriffs Körper werden Fragen aufgeworfen, die die Beziehung von Medien und Geschlecht zu verorten suchen. Dabei verschieben sich Gegenstand und Methode wechselseitig. Der Text selbst will keine Analyse sein, aber doch die Analyse stark machen.


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Die Öffentlichkeit des Krebses. Ein Forschungsprospekt
Katja Sabisch

Die Impfung gegen Humane Papillom Viren (HPV) wird seit 2007 von einer Werbekampagne flankiert, die eher auf Jette Joop und Silbermond anstatt auf Information und Aufklärung setzt. Im Zuge dieser Marketingstrategie wurde nicht nur das Verhältnis von Wissenschaft und Öffentlichkeit, sondern auch der Geschlechterkörper neu justiert: Mädchen werden durch die Verknüpfung von Public Health und Pop Kultur zugleich als krank und kokett entworfen – eine Allianz, die ihresgleichen sucht. Der Artikel greift dieses Spannungsverhältnis auf und stellt mögliche Forschungsperspektiven vor.

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 # 3   Juni 2008  
"Mit einer Zeitung gegen das fresssüchtige Patriarchat zu kämpfen ist eine Form der Tat"
Die Hamburger Frauenzeitung

Julia Figdor

Feministische Zeitschriften sind ein marginalisierter Gegenstand im Bereich der medien- und kommunikationswissenschaftlichen Forschung sowie der sozialen Bewegungsforschung. Zumeist werden sie in diesen Diskursen unter dem Begriff ‚Gegenöffentlichkeit’ thematisiert. Diese Reduzierung vernachlässigt jedoch die für die feministische Bewegung konstitutive Funktion der vielfältigen Zeitschriftenproduktion. Feministischen Zeitschriften sind in die selbstreflexive Praxis der Frauenbewegung eingebunden und in die Kritik tradierter Konzepte von Gemeinschaft, Öffentlichkeit und Identität, gleichwohl sie auf diese gleichzeitig rekurrieren und diese (neu) konstituieren müssen. Der Artikel beschäftigt sich mit der These, dass die lokalen feministischen Zeitschriften eine Schnittstelle für die Veränderung der Ebenen von Gemeinschaft, Öffentlichkeit und Identität in der feministischen Bewegung darstellen und dass sich diese Veränderung, in Anlehnung an Manuel Castells, als Wandel von einer Widerstandsidentität in eine Projektidentität beschreiben lässt. Diese These wird anhand einer inhaltsanalytischen Untersuchung der Hamburger Frauenzeitung geprüft.

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Vergemeinschaftung der arabischen "Nation" durch Satellitenfernsehen? Die Bedeutung der Al Jazeera Moderatorinnen
Schirin Salem

Der Artikel befasst sich mit Vergemeinschaftung in der arabischen Welt und geht der Frage nach, ob diese durch eine Art übergreifend identitätsstiftendes Nationalgefühl vermittelt wird. Ausgehend von einer Kombination diverser Theorien (u.a. von Fatima Mernissi, Benedict Anderson und Silke Wenk) wird – analog zu weiblichen Allegorien der westlichen Welt, wie etwa der Germania – nach aktuell präsenten Nationsrepräsentantinnen der arabischen Welt gefragt. Dabei wird die Brücke zu den Frauenbildern innerhalb der gegenwärtig wahrscheinlichsten Repräsentationsplattform von Nation geschlagen: den Massenmedien, hier der Sender Al Jazeera. Daraus ergibt sich folgende Leitfrage für den Verlauf des Artikels: Könnte Gemeinschaft in arabischen Medien durch Al Jazeeras ‚Frontfrauen’ repräsentiert werden?

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surround   "Was hilft mir das am Morgen beim ersten Blick in den Spiegel."
Das Politische in Marlene Streeruwitz’ Wunschzeit

Tim Niklas Christmann

In meiner Arbeit beschäftige ich mich mit Marlene Streeruwitz’ Hörstück aus dem Jahr 2005. Auf inhaltlicher und technisch-formaler Ebene ist Wunschzeit. ein überraschendes, unkonventionelles, ein ungewohntes Hörspiel. Es unternimmt den Versuch, sich einem anderen Sprechen zu öffnen, einem weiblichen Sprechen, und sich von patriarchalen Strukturen frei zu machen. In diesem Versuch arbeitet ein genuin politischer Gestus. Es geht in ihrer Arbeit um Wahrnehmung und Wahrnehmbarkeit. Es geht um Freiheit und Befreiung. Es geht um Handeln. Veränderung. Selbst-Erkenntnis. Selbst-Verantwortung. Selbst-Bewusst-Sein.

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Zwischen weiblicher und männlicher Identität. Zum Selbstbild George Sands in ihren Briefen
Heike Jaskolka

"Aber was für eine Vorstellung haben Sie denn von den Frauen, Sie, die Sie vom dritten Geschlecht sind?", schrieb Gustave Flaubert im Jahre 1868 an George Sand. Nicht nur das Antwortschreiben sondern die gesamte Korrespondenz der Schriftstellerin gibt Aufschluss über ihr Frauenbild und offenbart gleichsam, wie sie sich selbst wahrnahm und wahrgenommen werden wollte. Die von Flaubert deklarierte Zuordnung zum "dritten Geschlecht" evoziert dabei die Frage nach Sands eigener Verortung innerhalb der Geschlechtsidentitäten. Verstand sie sich selbst als "homme-femme", als hermaphroditisches Wesen?

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Die Diebin. Zur Konstitution einer Figur um 1900
Sabine Schneider

Das Thema dieses Aufsatzes ‚Die Diebin. Zur Konstitution einer Figur um 1900’ ist die im kriminologischen Diskurs um 1900 erschaffene Figur der ‚Diebin’. Der Aufsatz nimmt mit der ‚Warenhausdiebin’ die Verknüpfung von Geschlecht, Klasse und Devianz in den Blick. Zwei Fragen sind zentral. Worauf zielt der Diskurs? Welche Funktion erfüllt die ‚Diebin’? Die Methode, mit der eine Annäherung an die ‚Diebin’ erfolgt, ist eine historische Diskursanalyse wie sie Achim Landwehr in Anlehnung an Michel Foucault vorschlägt.

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 # 2   November 2007  
sunsettings - millionenfach
Angela Koch

Der Sonnenuntergang gehört sicherlich zu den meist fotografierten Motiven der Gegenwart. Er gilt als Inbegriff des Natur-Schauspiels. Sein fotografisches Bild trägt zur fortwährenden Inszenierung dieses "Spiels aus Licht und Schatten" als Abbild des Unendlichen bei und bleibt doch nichts anderes als Schein. Der Schein aber verweist auf ein Begehren nach dem Anderen, dem Exotischen und dem Abgrund, der sich sowohl im thanatografischen Moment der Fotografie wie des Sonnenuntergangs selbst zeigt. Das fotografische Bild vom Sonnenuntergang ist daher als Supplement zum Heimatbild bzw. zur Heimatpostkarte zu verstehen als Ausdruck und Zeichen der Uneigentlichkeiten des Selbst.

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Jürgen Klaukes Self Performance
Sabrina Kühn

Die Fotosequenz Self Performance von 1972/73 ist eine bekannte und viel beachtete Arbeit des Frühwerks Jürgen Klaukes. In dreizehn Einzelfotografien inszeniert der Künstler in oft sehr drastischer Weise Körper und Geschlecht. Hierzu benutzt er zum Teil Kleidung und Make-up, um Weiblichkeitsmaskeraden zu erzeugen und seine Männlichkeit zu verundeutlichen. Das eigentliche irritierende Moment der Fotografien sind jedoch die zahlreichen Genitalprothesen, die der Geschlechterinszenierung oft groteske Züge verleihen. Zum Einsatz kommen kissenförmige Vaginalplastiken oder auch kleine bis riesenhaft vergrößerte Stoffhörner, die sowohl Phallusassoziationen zulassen, als auch an eine weibliche Brust erinnern.
Im Artikel soll der Geschlechterinszenierung nachgegangen werden, wobei ein Schwerpunkt auf der Analyse des Gebrauchs der Fotografie liegt. Bereits auf der Ebene der Darstellung wird mittels Maskerade, Genitalprothesen usf. ein Changieren zwischen den Geschlechtern, also ein geschlechtlich binär kodiertes Körperbild erzeugt. Diese Form einer Gleichzeitigkeit von Geschlechtlichkeit wird dabei auf medialer Ebene durch den Einsatz der Fotosequenz fortgesetzt. Die Mehrteiligkeit einer Fotosequenz kann zwar eine Narration bewirken, muß jedoch nicht zwangsläufig Linearität bedeuten. Viel häufiger erzeugt sie Formen von Gleichzeitigkeit des Dargestellten, so dass das Nebeneinander beider Geschlechter an einem Körper in Self Performance im Prinzip der Gleichzeitigkeit der Fotosequenz auf der medialen Ebene aufgegriffen und fortgeführt wird.

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surround   Rezension: female hiphop. Realness, Roots and Rap Models
Florian Rosenbauer

Michaela Wünsch und Anjela Schischmanjan sammeln mit female hiphop Argumente für eine Abkehr von vermeintlichem Vor-Wissen und Szene-Dogmen im HipHop.

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Von der Graphic Novel zum Film –
Postmoderne und die Repräsentation von Gender in Frank Millers Sin City

Véronique Vonier

Aufgrund ihrer expliziten Darstellung von Gewalt und dem offensichtlichen klischeehaften, stereotypen Verhalten der sowohl männlichen als auch weiblichen Figuren, sorgte die Leinwandversion von Frank Millers Sin City Graphic Novels im Jahr 2005 auf Seiten der Kritiker gleichzeitig für Empörung und Begeisterung. In diesem Zusammenhang untersucht der hier vorzufindende Artikel die Repräsentation von Gender in Frank Millers kontrovers diskutiertem Film Sin City. Dabei wird von der Annahme ausgegangen, dass es sich bei dieser Comicverfilmung um einen so genannten overtpostmodernen Film (Seidl o.J., 344) handelt, welcher sich durch die demonstrative zur Schau Stellung seiner eigenen Künstlichkeit auszeichnet und dessen offensichtlicher, aber auch innovativer Gebrauch digitaler Filmtechnik sowohl die graphischen Möglichkeiten des Mediums Comic als auch die technischen Möglichkeiten des Mediums Film offen zelebriert. Dabei wirkt sich der Aspekt der demonstrativen Künstlichkeit nicht nur auf die Ästhetik des Films, sondern auch auf die Repräsentation von Gender aus. Der vorliegende Artikel vertritt somit die These, dass im konkreten Fall von Frank Millers Sin City die postmoderne Art der Verfilmung nicht nur die Künstlichkeit der beiden Medien Comic (bzw. Graphic Novel) und Film hervorhebt, sondern auch die Künstlichkeit bzw. Konstruiertheit des repräsentierten Diskursproduktes Gender (Liebrand 2002, 256) demonstrativ zur Schau stellt.

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U Can’t Touch This – Zur Fortsetzung von Geschlechterdichotomien durch virtuelle Taktilität
Michael Andreas

Während die Blickstrukturen bildlicher Repräsentationen eine visuelle Subjekt/Objekt-Hierarchie – zwischen männlichem "gaze" und weiblicher "to-be-looked-at-ness" – herstellen, liefern neueste Interfaces mittlerweile auch taktile Reize. Unter Rückbezug auf Marshall McLuhans Überlegungen zum Taktilen als Leitsinn aller elektronischen Bildschirmmedien (1964) und Claudia Benthiens Ausführungen zur historischen Dualität des Tastsinns als männlich kodiertes, aktives Berühren auf der einen Seite, und weiblich kodiertes, passives Berührt-werden auf der anderen (1999) wird anhand zweier Beispiele diskutiert, inwiefern sich die Dualitäten von Blick/Anblick, Subjekt/Objekt, Mann/Frau in eine Ära verlängern, in der Medien nicht nur visuelle Reize, sondern auch taktile Simulationen und Stimulationen bereitstellen. Beginnend mit einer Analyse des Metaphernfeldes von Taktilität im Umfeld elektronischer Medien werden der "Sinulator", eine computergestützte Fernsteuerung für Vibratoren, und das synästhetische Videogame "REZ" unter den Aspekten von Geschlecht und Repräsentation diskutiert.

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 # 1   Juni 2007  
Die kommunizierenden Röhren zwischen Gothic und den Anfängen des Radios - Welle: Erdball und die Verbindung zum Ätherparadigma
Solveig Ottmann

Anliegen des Artikels ist es, die enge Verbundenheit der (Gothic-) Musikband Welle: Erdball zur elektrisch-physikalischen Entstehungsgeschichte der radiophonen Technologie zu untersuchen. Dabei gilt es auch die metaphysische, ins Okkulte reichende Dimension einzubeziehen, die das Medium Radio von Beginn an begleitet hat und exemplarisch am Ätherparadigma untersucht wird.

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Die Aggro-Kultur – Konstruktion von Männlichkeit und Deutsch-Sein in Flers NDW2005
Florian Rosenbauer

Als der Berliner Rapmusiker Fler im Jahr 2005 sein Musikvideo NDW2005 veröffentlicht, geht ein Aufschrei moralischer Empörung durch die Medien. Die Rede ist von Nazi-Rap und Fascho-Ästhetik und davon, ob Deutsch-Sein überhaupt artikuliert werden darf, und wenn ja, wie.Anlass genug, sich dem Medientext unter medienwissenschaftlichen Gesichtspunkten zu nähern.

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Vision revisited. Foucault und das Sichtbare
Sebastian Scholz

Der Beitrag geht Deleuzes Bemerkung nach, eine Vernachlässigung der Theorie der Sichtbarkeiten bei Foucault verstümmle die Vorstellung, die dieser sich von der Geschichte macht, aber auch sein Denken insgesamt. Das Sichtbare ist, ebenso wie das Sagbare, Gegenstand einer "Archäologie der Gegenwart". Analog zur Ordnung der Aussagen könnte also gelten, dass jede historische Formation all das sieht und sichtbar macht, was sie gemäß ihrer Bedingungen der Sichtbarkeit zu sehen vermag.

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Was mache ich eigentlich hier!?
Mediale Erfahrungen der Fremde

Nina Selig

In dem Artikel, wird, exemplarisch an der Fotografie, der Frage nachgegangen, inwieweit ein Einfluss von Medien in der Formierung einer bestimmten Sehweise zu erkennen ist. Es wird versucht dies mit der, von Georg Franck so bezeichneten, "Ökonomie der Aufmerksamkeit" engzuführen. Denn [w]ir erleben nicht einfach, was uns die Umwelt oder die Hintergrundtätigkeit der Assoziation präsentieren; wir erleben, worauf wir achten beziehungsweise zu achten gelernt haben" (Franck, 1998, 58). Mit diesem Verständnis von Selektion wird das Verhältnis zwischen Reisefotografie und den durch sie bedingten Reiserouten untersucht.

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Konstruktion und Repräsentation von Geschlecht und Rasse in
Masters of the Universe
Daniel Winter

In dieser Arbeit werden das Spielzeug und die Zeichentrickserie He-Man and the Masters of the Universe semiotisch analysiert, d.h. nach einer Beschreibung auf denotativer Ebene werden die Charaktere auf einer konnotativen Ebene in Hinblick auf einen westlichen bzw. US-amerikanischen Diskurs analysiert.


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surround   Die Geschlechterdimension von «Social Software» am Beispiel von Weblogs
Franka Hesse

Weblogs, landläufig auch als Internet-Tagebücher bezeichnete, häufig aktualisierte Webseiten haben als neue Form der Publikation im Netz in den letzten Jahren eine rasante Ausbreitung erfahren. In einem Projekt an der Ruhr-Universität Bochum wurde die Geschlechterdimension von Weblogs analysiert. Ausgehend von der Erhebung der Struktur der bundesdeutschen Blogosphäre wurden Inhalte von Weblogs hinsichtlich ihrer Implikationen für die Schaffung neuer Öffentlichkeiten im Internet und die politische Beteiligung von Frauen untersucht.

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La femme ,avant la lettre’. Gattungspoetik und Genderdiskurs in der französischen Aufklärung
Hendrik Schlieper

Das Verhältnis von Gender und Literatur ist nicht gänzlich unproblematisch, wurde die Kategorie des (weiblichen) Geschlechts lange Zeit banalisiert und pejorativ gebraucht. Von Autorinnen verfasste ,Frauenromane’ (um im Bild zu bleiben) wurden als Trivialliteratur abgewertet und aus dem Literaturkanon ausgeschlossen.
Dass die Dinge in der Realität jedoch anders liegen, kann eine genderorientierte Perspektive auf die Literatur der französischen Aufklärung zeigen: Gender und die Gattung des Romans stehen hier in einer komplexen Interdependenz.

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Taktiken der männlichen Scham. Über Dieter Roths Tränen
Geraldine Spiekermann

Das Veröffentlichen ist für den Künstler und Schriftsteller Dieter Roth nicht nur ein positiver, sondern auch ein scham- und angstbesetzter Vorgang. In seiner Literatur und seinen Buchobjekten gestattet er zum Teil sehr intime Einblicke. Um sein Innerstes und seine Sentimentalität nicht in aller Blöße ausliefern zu müssen, entwickelt Roth Taktiken im Umgang mit der eigenen Scham, die in diesem Aufsatz vorgestellt werden sollen: ‚Kleine Tränen’ versteckt er in einem Meer von Kleinanzeigen, mit Hieroglyphen verschleiert er den Sinn seiner Worte oder er verwendet Fäkalausdrücke, die als Abwehr- und Schutzmechanismus begriffen werden müssen.

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