Gender, Epistemology, Life sciences and Biopolitics
Die Naturwissenschaften gelten in der öffentlichen Wahrnehmung als objektive Forschungsfelder. Fragen, wie und unter welchen Bedingungen naturwissenschaftliches Wissen im gesamtgesellschaftlichen Kontext zustande kommt, oder in welcher Form es in diesem vermittelt wird, bleiben dabei meist unbeachtet.
Die Tagung Gender, Epistemology, Life Sciences and Biopolitics will den vielschichtigen Verflechtungen der Naturwissenschaften nachspüren und ihre gesellschaftliche Rolle und Funktion untersuchen.
Die Blinden Flecken in der öffentlichen Wahrnehmung verraten viel über die normative Konstruktion einer Gesellschaft. So gelten die Naturwissenschaften als objektive Forschungsfelder – die anfängliche Forschungsmotivation als präfigurierter Akt der Wissenskonstruktion bleibt oft unbeachtet. Wie und unter welchen gesellschaftlichen Bedingungen kommt naturwissenschaftliches Wissen zustande und in welcher Form wird es vermittelt?
Die Tagung will einen kritischen Beitrag leisten, die bedingungslose Objektivität der Naturwissenschaften zu hinterfragen. Wissenschaftsimmanente und die Wissenschaft umgebende Mythen und das Ineinandergreifen der beiden Ebenen stehen zur Diskussion. Neben der kritischen Beleuchtung naturwissenschaftlicher Wahrheitsproduktion und des ambivalenten Verhältnisses zwischen Bioethik und Biopolitik soll vor allem der Gefahr einer Re-Naturalisierung von Gender durch die Herstellung und Begründung von Objektivität in der Wissenschaft nachgegangen werden.
Call for Papers
Die Konferenz wird von einer Arbeitsgruppe von Student_innen und Absolventen des Studiengangs Gender Studies an der Ruhr-Universität Bochum organisiert.

