Bachelor of Education
Der Bachelor of Education ist ein 2-Fach-Bachelor-Studium, dass euch für den Master of Education, also das Lehramtsstudium, qualifiziert.

Grundsätzlich ist er genauso aufgebaut wie der Bachelor of Arts, alles Formale dazu findet ihr auf der Seite Studium des Romanischen Seminars. Ihr findet dort auch die Modulübersicht des Bachelors, also, was ihr alles "abarbeiten" müsst. Prüfungsordnungen findet ihr beim Prüfungsamt der Fakultät für Philologie.

Es gibt außerdem diese schöne Übersicht über die verschiedenen Module des Bachelors (aufmerksamen Studierenden ist natürlich der Druckfehler aufgefallen, zweimal "Sprache der Gegenwart" ist selbstverständlich nicht richtig 😉 ). Einen ganz herzlichen Dank an Judith Kittler für die Erstellung des Plakates!

Hier aber noch ein paar Tipps:

1. Das Eignungspraktikum

Vor Studienbeginn oder spätestens während des ersten Semesters müsst ihr ein Eignungspraktikum von entweder 20 Tagen im Block oder über 20 Wochen hinweg (jeweils ein Tag die Woche) absolvieren.
Alle Infos dazu findet ihr hier oder bei direkt beim Schulministerium NRW.

2. Studienablauf und das erste Semester

Um direkt in das Sprachenstudium einsteigen zu können, wird das volle B1-Niveau vorausgesetzt. Oft steht mittlerweile auf eurem Schulabschlusszeugnis, welches Sprachniveau ihr in eurer Sprache erlangt habt. Wenn eine niedrigere Niveaustufe oder gar keine draufsteht, müsst ihr an einem Einstufungstest teilnehmen, der euch in das passende Sprachniveau einstuft. Alle Infos dazu findet ihr unter Termine und Fristen des Romanischen Seminars.

Habt ihr das volle Niveau B1? Super, dann könnt ihr direkt mit dem Studium loslegen! Zu empfehlen wäre neben dem Modul "Philologisches Grundwissen" auch schon so etwas wie Morphosyntax A zu wählen.
Ihr habt noch nicht das volle Niveau B1? Nicht schlimm, ihr könnt dies ja über Kurse des ZFA nachholen. Allerdings dürft ihr dann nur die Veranstaltung "Einführung in das Studium der romanischen Sprach- und Literaturwissenschaft" (Vorlesung, Blocktutorien, Trivial-Kurs und UB-Führung) besuchen, den Rest (Übungen zur Sprach- und Literaturwissenschaft, Fremdsprachenausbildungskurse...) könnt ihr erst machen, wenn ihr das volle Niveau B1 erreicht habt.

Alle Infos zum Ersti-Tutorium sowie eine Anleitung zum Anmeldeverfahren über Moodle bzw. VSPL erhaltet ihr auf der Seite Informationen für Studienanfängerinnen und -anfänger des Romanischen Seminars. Dort findet ihr auch Hinweise zur Aufgaben- und Materialsammlung (Reader), die ihr für die Teilnahme am Blocktutorium benötigt und im Druckzentrum käuflich erwerben könnt.

Allgemein gilt: Mutet euch im ersten Semester nicht zu viel zu! Das führt nur dazu, dass ihr frustriert ins Studium startet!

Wichtig: An den Vorlesungen und Proseminaren dürft ihr erst teilnehmen, wenn ihr das volle Modul "Philologisches Grundwissen" abgeschlossen habt.

Die Fremdsprachenausbildung

Morphosyntax: Hier müsst ihr nur beachten, dass ihr Morphosyntax C erst machen könnt, wenn ihr A und B abgeschlossen habt.

Übersetzung/ Textredaktion: An den Kursen könnt ihr nur teilnehmen, wenn ihr die komplette Fremdsprachenausbildung I, also Morphosyntax A, B und C, abgeschlossen habt.

Von den paar Punkten abgesehen, könnt ihr relativ frei entscheiden, wie ihr euer Studium gestaltet. Es ist zum Beispiel nicht unbedingt nötig, das Proseminar zur Älteren Literatur parallel zur Vorlesung zu machen, macht aber vielleicht mehr Sinn.

3. Der Optionalbereich

Der Optionalbereich des B.Ed. ist im Gegensatz zum B.A. genau vorgegeben. Welche Kurse ihr genau wählen müsst, findet ihr auf der Seite Lehramtsspezifischer Optionalbereich des Fachschaftsrats Master of Education/Lehramt.

Hier aber noch ein paar Erklärungen:

Deutsch für Schülerinnen und Schüler mit Zuwanderungsgeschichte

Das Modul ist semesterübergreifend, es beginnt im Wintersemester mit einer Vorlesung (Teil 1) und im Sommersemester folgen dann Teil 2 (ein E-Learningkurs) und Teil 3 (bestehend aus einem Kurs für das jeweilige Fach). Für Teil 3 könnt ihr aus folgendem Kursangebot wählen:

• Ringvorlesung Mehrsprachigkeit (für die Unterrichtsfächer Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Russisch, Latein und Altgriechisch)
• Deutsch als Zweitsprache (im Fach Deutsch)
• Sprachförderung im mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterricht
• Theologische Sprachformen und Religionsunterricht (Katholische Theologie)
• Sprach- und Kultursymbole evangelischer Theologie und Religionspraxis
• Sensibilisierung für Sprach- und Verstehensprobleme von Schülern mit Migrationshintergrund im Schulfach Geschichte
• Sprachförderung und Deutsch für Schülerinnen und Schüler mit Zuwanderungsgeschichte - Integrierte Projektarbeit (Sozialwissenschaft)
• Sprachförderung im Sportunterricht "Kommunikation, Methoden und Medien im Sportunterricht"

Wichtig: Wenn ihr zwei Fremdsprachen studiert, müsst ihr die Ringvorlesung "Mehrsprachigkeit“ besuchen.

Ihr dürft Teil 2 und Teil 3 erst besuchen, wenn Teil 1 abgeschlossen habt. Teil 3 schließt dann mit einer Klausur, bestehend aus Teil 1 und Teil 3 ab.

Das Orientierungspraktikum

Frühestens ab dem dritten Semester soll ein Orientierungspraktikum gemacht werden, bei dem man erste Erfahrungen im Unterrichten sammelt. Das Ganze wird von einem Seminar im Semester begleitet, das Praktikum selber findet dann in den Semesterferien statt und dauert 4 Wochen. Nach Beendigung des Praktikums müsst ihr schließlich noch ein Portfolio einreichen. Für all das bekommt ihr dann 5 CPs kreditiert. Das Praktikum wird von der Professional School of Education organisiert, anmelden könnt ihr euch aber ganz normal über VSPL.

Das Berufsfeldpraktikum

Das Berufsfeldpraktikum soll ein Praktikum außerhalb des Lehramtsbereichs sein, sollte aber dennoch etwas mit eurer Fächerkombination zu tun haben. Wenn ihr zum Beispiel Spanisch und Französisch studiert, wäre ein Praktikum im Dolmetscherbüro denkbar, oder wenn ihr Spanisch und Biologie studiert, könnte ein Labor interessant sein. Das Berufsfeldpraktikum sollte ein Vollzeitpraktikum sein und vier bis sechs Wochen gehen. Es wird mit 5CPs kreditiert.

Das Bildungswissenschaftliches Basismodul

Das bildungswissenschaftliche Basismodul besteht aus vier Vorlesungen.
Teil 1: Erziehungs- und Bildungstheorien
Teil 2: Einführung in Lern- und Entwicklungstheorien
Teil 3: Theorien der Sozialisation
Teil 4: Lehrerberuf, Lehrerbildung, Lehrerprofessionalität

Dieses Modul wird mit 9CPs kreditiert.

Empfehlenswert wäre eine, höchstens zwei dieser Vorlesungen gleichzeitig zu besuchen, da diese sehr komplex sind.

Der fachaffine Wahlbereich

Übrig bleiben 5CPs als fachaffiner Wahlbereich, heißt: Man kann sich noch einen Kurs frei wählen. Wenn man nicht noch das Latinum nachholen muss, könnte man einen anderen Sprachkurs oder andere Optionalbereichskurse belegen. Sprachkurse werden bis zum B1-Niveau angerechnet.


4. Der Auslandsaufenthalt

Ihr müsst im Laufe eurer Bachelorphase einen obligatorischen Auslandsaufenthalt absolvieren. Wie lange dieser sein muss, hängt von euren Studienfächern ab:

Studiert ihr 2 moderne Sprachen (z.B. Spanisch und Englisch), müsst ihr pro Sprache jeweils mind. 6 Wochen im Ausland verbringen. Die Auslandsaufenthalte müssen bis zur Umschreibung in den Master absolviert sein.

Studiert ihr nur eine moderne Sprache (z.B. Französisch und Geschichte) müsst ihr 3 Monate ins Ausland. Hier habt ihr die Möglichkeit den Aufenthalt zu splitten, z.B. 6 Wochen im Bachelor und noch einmal 6 Wochen im Master.

Im Prinzip ist es egal, was ihr dort macht, ob Erasmus-Studium, ein Praktikum, Au-Pair oder vielleicht sogar eine Rundreise. Sprecht einfach vorher mit Herrn Niemeyer über eure Pläne und er sagt euch dann, ob er euch den Aufenthalt anrechnen würde oder nicht.

5. Das Latinum

Wenn du den Master of Arts anstrebst, brauchst du kein Latinum. Wenn du allerdings den Master of Education machen möchtest, kommt es auf die Gemeinsame Prüfungsordnung (GPO) an, unter der du studierst. Von Studierenden ab GPO 2013 wird für die Fächer Französisch, Spanisch und Italienisch kein Latinum mehr verlangt. Nähere Informationen dazu findest du auf der Seite Fremdsprachenanforderungen für die Lehrerausbildung in NRW der Zentralen Studienberatung.

Wenn du kein Latein in der Schule hattest, kannst du es an der RUB natürlich nachholen. Der Kurs besteht dann aus einem Basis- und einem Aufbaumodul und dauert insgesamt drei Semester. Die Lateinkurse findest du über den Optionalbereich im Vorlesungsverzeichnis. Es gibt auch Latein-Intensivkurse in den Semesterferien, die du zum Beispiel in Köln machen kannst, diese kosten allerdings etwas.