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„Die Emanzipation ist erst dann vollendet,
wenn auch einmal eine total unfähige Frau
in eine verantwortliche Position aufgerückt ist.“
(Agata Capiello)
Anfang des letzten Jahrhunderts wurden die ersten Gleichstellungsgesetze verabschiedet, die es schließlich auch Frauen ermöglichten an Universitäten zu studieren. Die Zulassung zum Studium sichert jedoch noch lange kein gleichberechtigtes Studieren, geschweige denn einen Arbeitsplatz als Wissenschaftlerin bzw. Professorin.
Viele Wissenschaften berufen sich fast ausschließlich auf von Männern geprägte Inhalte und Ideen, in denen Frauen
oft keine Berücksichtigung finden und sich daher auch kaum wiederfinden können. Trotz formal verbesserter Rechte und Chancen für Frauen sind in der Realität Sexismus und Diskriminierung weiterhin spürbar – angefangen von unpassenden Bemerkungen seitens der Kommilitonen bis hin zur bevorzugten Vergabe von Assistenz-, Promotions- und Arbeitsstellen an Männer. Auch sexualisierte Belästigung und Diskriminierung kommen an Hochschulen ebenso häufig vor wie in allen anderen gesellschaftlichen Bereichen.
Wir verstehen uns in diesem Kontext als Anlaufstelle für alle Studentinnen und als Knotenpunkt
interdisziplinären Austausches. Wir stehen für die Förderung von Kommunikation über diese Dinge und vertreten
die Interessen aller Frauen an der Ruhr-Universität Bochum. Wir setzen uns für Akzeptanz und gesellschaftliche Gleichstellung ein.
Ein weiteres Anliegen ist die Förderung und Unterstützung von homosexuellen, bisexuellen und trans* Studentinnen.
Wir möchten ihnen helfen, offen mit ihrer Lebensweise umzugehen, Brücken zu Gleichgesinnten bauen und ihr Bemühen um gesellschaftliche Anerkennung unterstützen.
Bei uns gibt es Informationsmaterial zu folgenden Themen: Frau und Universität, Studieren
mit Kind, Frauenplätze in Bochum und Umgebung, Frau und Karriere, Frauenförderung, Gewalt gegen Frauen,
Coming Out, Frauen- und/oder Lesbenpolitik. Im Frauenraum liegen außerdem ständig aktuelle Informationsmaterialien und Programme zu Veranstaltungen, Fortbildungen und Kultur aus. Diese sind dort auch außerhalb unserer Öffnungszeiten einsehbar. Außerdem ist das Autonome FrauenLesbenreferat Anlaufstelle bei jeder Art von Diskriminierung oder Belästigung. Unterstützung und Beratung von Frauen bei jeglicher Art von Problemen sind zwei unserer wichtigsten Aufgaben. Das Autonome FrauenLesbenreferat ist ein Referat des AStA, allerdings kommen die Referentinnen, im Gegensatz zu den ReferentInnen der anderen AStA-Referate nicht über die allgemeinen Wahlen zum Studierendenparlament in den AStA, sondern über die direkte Wahl durch die FrauenLesben-Vollversammlung. Je nach Nachfrage organisieren wir Kurse, Seminare und Vorträge für Studentinnen, z. B. Bewerbungs- und Rhetorikseminare, Computerkurse und Kurse zur Selbstverteidigung. Auch im Bereich Kultur haben wir einiges zu bieten: Fahrten zu Museen oder ins Theater stehen mit auf dem Programm. Der frisch für euch renovierte Frauenraum in GA 04/Süd steht allen Frauen an der Ruhr-Universität zur Verfügung. Es befinden sich dort ein paar gemütliche Sofas, Zeitschriften und Informationsmaterial. Er kann zum Lernen, Diskutieren oder Entspannen genutzt werden. Außerdem soll er natürlich Begegnungsraum für Studentinnen sein.
Letzte Änderung: 23.04.2012 | Ansprechpartner/in: Kontakt
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