Die Geschichte des Autonomen Frauen*Lesbenreferats der RUB wird Teil des Digitalen Deutschen Frauenarchivs

"Aufarbeitung der (studentischen) autonomen »Frauen- Lesbenbewegung(en)« im Ruhrgebiet" am Beispiel des Autonomen Frauen*Lesbenreferats der RUB

Im Sommer 2018 wird das Digitale Deutsche Frauenarchiv (DDF) passend zum Jubiläum 100 Jahre Frauenwahlrecht in Deutschland online gehen.

Das DDF ist ein Internetportal zur Frauenbewegung, über das zentral auf die Bestände aller deutschsprachigen Lesben-/Frauenarchive, -bibliotheken und -dokumentationsstellen zugegriffen werden kann und relevante Fachinformationen zu einzelnen Themen, Akteurinnen* Zeitspannen und Ereignissen direkt abrufbar sind. Es präsentiert - einmalig im deutschsprachigen Raum - erstmals gebündelt Digitalisate, Bestandsdaten und weiterführende Informationen zur Frauenbewegungsgeschichte in Form eines Fachportals. Ziel ist es, die vielfältigen Standpunkte der Frauenbewegungen möglichst vollständig wiederzugeben. Dabei werden historische und aktuelle gesellschaftspolitische Fragestellungen aufbereitet, verknüpft und zeitgemäß online dargestellt.

Als Studentische Frauen*bibliothek Lieselle sind wir dabei und arbeiten bis September 2018 die Geschichte des Autonomen Frauen*Lesbenreferats (AFLR) der Ruhr-Uni auf.

Seit der Referatsgründung Ende Januar 1979 haben sich zahlreiche Materialien von Flugblättern, über Protokolle, Info-Broschüren, Veranstaltungsflyer, theoretische Beiträge und Tagungsberichte bis hin zu »Spuckis« und einigen Plakaten angesammelt. Wir sichten alle Materialien, ordnen und systematisieren diese und erfassen sie für die Online-Recherche und die Meta-Datenbank des DDF. Wir digitalisieren ausgewählte Dokumente und Graue Literatur und erstellen eine Chronik über die wichtigsten »Stationen« und Ereignisses der Referatsgeschichte.

Das interessiert uns

  • Wann und wie wurde der Frauenraum erkämpft?
  • Auf welche Weise, auf Grundlage welcher Kämpfe wurde das Referat an der Uni institutionalisiert?
  • Welche Themen bestimmten die Arbeit des »Frauen- Lesbenreferats« an der RUB in den 80er und 90er Jahren?
  • Welche Namensänderungen des Referats gab es und inwiefern spiegeln sich theoretische und bewegte Debatten hier wieder?
  • Bei welchen Debatten wurde sich eingemischt - an der Uni, in Bochum und überregional? Bei welchen Aktionen war das Referat beteiligt?
  • Wie organisierte sich das Referat? Welche Arbeit leisteten Gruppen wie auch einzelne Akteurinnen*?
  • Sind anhand der Materialien des AFLR der RUB Aspekte auszumachen, welche die studentische autonome »Frauen- Lesbenbewegung« besonders auszeichnen?
  • Wie sind die feministischen Auseinandersetzungen damals und heute? Und hat sich so viel verändert? Was inspiriert, motiviert, bewegt uns an den Materialien für feministische/frauenlesbenpolitische Arbeit heute?

Allgemeines zum Projektinhalt:

Mit Hilfe des beantragten Projekts werden wichtige Dokumente aus der bisher unerschlossenen Dokumentation des Autonomen Frauen*Lesben Referats der Ruhr-Universität Bochum gesichtet und mit Hilfe verschiedener Medienformen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Die Dokumente werden in einer Datenbank erschlossen und die Metadaten innerhalb des
META-Katalogs von i.d.a. für die Öffentlichkeit recherchierbar gemacht. Darüber hinaus werden rechtlich geklärte Digitalisate im META-Katalog sowie dem DDF-Portal eingespielt.

Die »Aufarbeitung« erfolgt mittels mehrerer Medienformen: in Form eines wissenschaftlichen Textbeitrags (Essay) zum Thema "Autonome »Frauen- Lesbenbewegung(en)« im Ruhrgebiet" sowie der Erstellung von Tondokumenten durch Interviews mit Zeitzeuginnen und der Vertonung von entscheidenden Schriftstücken.

Für weitere Informationen oder Fragen zum Projekt: digitalisierung-lieselle@rub.de Das Projekt wird durchgeführt von Katja Teichmann (Projektleitung) und Madeline Doneit

DDF

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IDA

Förderer

KreativitÄt kann man nicht aufbrauchen. je mehr man sich ihrer bedient, desto mehr wÄchst sie.
Maya Angelou