Optionalbereich im B.A.

Optionalbereich

Lehramtsspezifischer Optionalbereich

Neben seinen beiden Fächern musst man an der RUB einen dritten Bereich belegen: Den „Optionalbereich“. Jeder, der an der RUB einen 2-Fach-Studiengang belegt, muss zusätzliche Punkte im Optionalbereich sammeln. Seit dem WS16/17 gibt es sogenannte Profile, aus denen man wählen kann. Alle Studierende, die den Master of Education anstreben, also Lehrer werden möchten, müssen hier das Profil Lehramt belegen.

Das Profil Lehramt besteht aus 25 CP aus vier Modulen. Zusätzlich müssen weitere 5 CP durch ein weiteres, beliebig wählbares Modul erreicht werden.

Hier wird jedes Modul kurz inhaltlich und organisatorisch vorgestellt. Wenn du weitere Fragen hast, kannst du entweder dem Fachschaftsrat Lehramt oder dem Optionalbereich direkt schreiben.

Wir bemühen uns natürlich, jederzeit möglichst auf dem aktuellsten Stand zu sein. Leider kann es dennoch vorkommen, dass wir über die neuesten Änderungen noch nicht informiert sind. Bitte informiere dich also zusätzlich im Vorlesungsverzeichnis oder auf den Seiten des Optionalbereichs.


Deutsch für Schülerinnen und Schüler mit Zuwanderungsgeschichte 6 CP
Orientierungspraktikum 5 CP
Berufsfeldpraktikum 5 CP
Bildungswissenschaftliches Basismodul 9 CP
Fachaffiner Wahlpflichtbereich 5 CP
Summe: 30 CP

Bildungswissenschaftliches Basismodul

Dieses Modul besteht aus vier Teilbereichen, von denen Studierende ab dem Sose 17 theoretisch alle hören müssen. Zusätzlich muss man in zwei der Teilbereiche eine Übung besuchen, in der alleine oder in Kleingruppen unterschiedliche Aufgaben gelöst werden müssen. Die Vorlesungen und Übungen sind unbenotet. Am Ende des Moduls gibt es eine Klausur über zwei Teilbereiche, die man dir aussuchen kann. Diese Klausur legt dann die Note für das Modul fest.
Die vier Vorlesungen werden aufgezeichnet und auf Moodle oder Blackboard hochgeladen, sodass sie auch von zuhause aus angehört / angesehen werden können, wenn man zu der Veranstaltung nicht kommen kann. In den Übungen besteht Anwesenheitspflicht.

Erziehungs- und Bildungstheorien (T1)
In dieser Vorlesung wird euch ein Einblick in die unterschiedlichen Ansichten und Einstellungen zu Bildungsfragen in Europa von der Antike bis heute gegeben.
Nach einem kurzen Überblick über die Antike bis zum Mittelalter und der frühen Neuzeit wendet sich die Vorlesung besonders der Aufklärung, dem 19.Jh, der Reformpädagogik, sowie der Bildung während und zwischen den Weltkriegen zu und schlägt dann kurz den Bogen zur aktuelleren Bildungslage.

Lern- und Entwicklungstheorien (T2)
In diesem Teil wird besonders auf die menschliche Entwicklung und das menschliche Lernen eingegangen. Euch werden verschiedene psychologische Ansätze und ihre Auswirkungen auf die Pädagogik erläutert. Im Zuge dessen werdet ihr etwas über das Zusammenspiel von Subjekt und Umwelt erfahren und verschiedene Modelle wie interaktionistische / transaktionale / systemische Modelle, aktionale und konstruktivistische Modelle, exogenistische und endogenistische Modelle kennenlernen. Außerdem werden Themen wie Motivation, Intelligenz, Gedächtnis, Wahrnehmung und vieles mehr behandelt.

Theorien der Sozialisation (T3)
In dieser Veranstaltung liegt der Fokus auf der Bildung der Persönlichkeit des Menschen in Zusammenhang mit seiner Umwelt. Euch werden die Theorien von Mead, Bourdieu, Durkheim, Parsons, Habermas und Kohlberg und ihre Bedeutung für die Erziehungswissenschaft vorgestellt und verglichen.

Schule als Beruf (T4)
Schwerpunkt dieser Vorlesung ist die Schule als Berufsfeld und die damit verbundenen Anforderungen für uns als Lehramtsstudenten. Ihr werdet unter anderem verschiedene Studien kennenlernen, die sich z.B. Schulentwicklung, dem Lehrerbild, verschiedenen Handlungsfeldern der Lehrer oder mit Belastungen am Arbeitsplatz auseinandersetzen. Das Ziel ist dabei, die Schule aus einer neuen Perspektive zu sehen und realistische Vorstellungen des Berufs „Lehrer“ zu vermitteln.


Basismodul Schulpraxisstudien

Dieses Modul ist beinhaltet das obligatorische Orientierungspraktikum. Im ersten Teil, dem Seminar „Grundlagen der Schulpädagogik“ werdet ihr erste Einblicke in die Gestaltung von Unterricht bekommen. Dazu gehören Bereiche wie Beobachtung, Klassenmanagement, Rahmenbedingungen, Qualitätsmerkmale und Voraussetzungen für gelungenen Unterricht.
Im Rahmen des Seminars werdet ihr in einer Kleingruppe eine Sitzung als „Unterrichtsstunde“ gestalten, deren Vor- und Nachbereitung und natürlich die Durchführung in die Benotung des Moduls mit einfließen.
Im zweiten Teil werdet ihr fünf Wochen an einer Schule verbringen und dort erste eigene Unterrichtsstunden halten sowie ein Thema zum „Forschenden Lernen“, die ihr im abschließenden Portfolio dokumentieren müsst. Das Portfolio fließt ebenfalls in die Note ein.


Berufsfeldpraktikum

Dieses Praktikum sollte extra nicht an einer Schule absolviert werden. Es besteht entweder die Möglichkeit, sich für eines der in der Praktikumsbörse des Optionalbereichs angebotenen Praktika zu bewerben oder eine eigene Stelle zu suchen in einem Bereich, der etwas mit einem der beiden Fächer zu tun hat.
Die Praktika des Optionalbereichs haben oft einen pädagogischen Bezug und lassen sich teilweise mit anderen Modulen wie DSSZ verbinden. Einige Praktika lassen sich ebenfalls als 10CP-Praktika absolvieren, sodass z.B. die fünf verbleibenden CP schon abgedeckt sind.
Wenn man sich auf eigene Faust ein Praktikum suchst, muss es einem Arbeitsaufwand von etwa 10CP entsprechen. Wie viel Zeit das genau entspricht und was wirklich angerechnet werden kann, sollte unbedingt vorher individuell mit dem Optionalbereich abgeklärt werden. Es sind z.B. auch Auslandspraktika möglich!


Deutsch für Schülerinnen und Schüler mit Zuwanderungsgeschichte ('DSSZ')

Als Lehrer steht ihr heutzutage immer öfter vor sprachlich sehr heterogenen Klassen. Das hat Auswirkungen auf euren Unterricht, auch wenn ihr gar kein Deutschlehrer seid. Diese Auswirkungen einschätzen zu lernen ist Ziel dieses Moduls
Das Modul ist in zwei Teile gegliedert. Der erste Teil, der immer im Wintersemester stattfindet, besteht aus einer von drei Sockelvorlesungen mit unterschiedlichen fachlichen Schwerpunkten, in denen ihr einen ersten Einblick bekommt, wie ihr sprachliche Heterogenität im Unterricht erkennt und mit ihr umgeht. Im zweiten Teil, der immer im Sommersemester stattfindet, werdet ihr eure sprachsensiblen Vorkenntnisse in einem eurer beiden Fächer vertiefen. Diese Veranstaltung werden von den jeweiligen Fächern festgelegt und setzen unterschiedliche Schwerpunkte.
Die unterschiedlichen Fachbereiche der Sockelvorlesungen im Wintersemester sind:

– Schwerpunkt Deutschunterricht, (für Studierende der Germanistik)
– Schwerpunkt Sachfächer, (für Studierende der Fächer Geschichte, Sozialwissenschaft, Evangelische Theologie, Katholische Theologie, Pädagogik, Philosophie, Sport, Mathematik, Physik, Biologie, Chemie und Geographie)
– Schwerpunkt Fremdsprachenfächer (für Studierende der Fächer Latein, Altgriechisch, Chinesisch, Japanisch, Russisch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch)

Inhaltlich wird es dabei jeweils unter anderem gehen um Spracherwerb, Mehrsprachigkeit, den Unterschied zwischen mündlicher Sprache und Schriftsprache und den Schwierigkeiten, denen Schülerinnen und Schüler mit Zuwanderungsgeschichte im Deutschen begegnen sowie den Problemen, die sich daraus für Lehrer im Fachunterricht ergeben.
Bitte beachtet im Zuge dessen auch die Angebote des Optionalbereiches zum Berufsfeldpraktikum. Oft gibt es hier die Möglichkeit, sein Praktikum mit dem DSSZ-Modul zu verbinden!