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Prämierte Forscherinnen und Forscher

Prof. Dr. Gregor Leander – Heisenberg-Professur

Prof. LeanderProf. Dr. Gregor Leander hat an der RUB eine Heisenberg-Professur der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) für Symmetrische Kryptographie erhalten. Ziel der Heisenberg-Professur ist es, junge Wissenschaftler auf Leitungspositionen vorzubereiten. Im Bewerbungsverfahren suchen sich die Wissenschaftler eine Hochschule, an der sie durch die Berufung ein neues Forschungsgebiet etablieren können. Die aufnehmende Hochschule muss gegenüber der DFG erläutern, inwiefern die Einrichtung einer Heisenberg-Professur für sie eine neue wissenschaftliche Schwerpunktsetzung bedeutet. Nach fünf Jahren wird die Stelle – nach einer erfolgreichen Evaluation durch die DFG und die Hochschule – in eine unbefristete Professur umgewandelt.

Gregor Leander gehört zu den international führenden Wissenschaftlern auf dem Gebiet der symmetrischen Kryptografie. Seine zukünftigen Forschungsschwerpunkte werden unter anderem effiziente kryptographische Verfahren für stark ressourcenbeschränkte Geräte, wie zum Beispiel RFID-Tags, sein. Dabei handelt es sich um kleine, über Funk kommunizierende Chips, die nicht viele Daten speichern können und keine große Rechenleistung haben, dafür aber günstig in der Herstellung sind. Insbesondere im Rahmen von Industrie 4.0 könnten diese Algorithmen von Bedeutung sein.

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Prof. Dr. Onur Güntürkün – Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis

Prof. GüntürkünDen wichtigsten deutschen Forschungspreis erhielt der Biopsychologe Prof. Dr. Dr. h.c. Onur Güntürkün: Er wurde mit dem Leibniz-Preis 2013 der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) ausgezeichnet. Der Preis ist mit 2,5 Millionen Euro dotiert. Mit ihm würdigt die DFG herausragende Forscher, die frühzeitig exzellente grundlegende Leistungen auf ihren Arbeitsgebieten erbracht haben und von denen erwartet wird, dass sie die Forschungslandschaft in Deutschland nachhaltig prägen werden.

Onur Güntürkün (Institut für Kognitive Neurowissenschaft, Abteilung Biopsychologie) ist ein herausragender Wissenschaftler auf dem Gebiet von Wahrnehmen, Lernen und Entscheiden. Er untersucht diese Phänomene auf der Verhaltensebene, neuroanatomisch sowie mit elektrophysiologischen und bildgebenden Verfahren. Dabei interessiert er sich vor allem für die Asymmetrie zwischen linker und rechter Gehirnhälfte, über die bei Menschen kaum etwas bekannt ist.

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Prof. Dr.-Ing. Christof Paar – Innovationspreis NRW

Prof. Paar - Foto: MIWFProf. Dr.-Ing. Christof Paar, Experte für IT-Sicherheit und angewandte Kryptographie an der Ruhr-Universität, erhält den mit 100.000 Euro dotierten Innovationspreis 2012 des Landes NRW. http://www.rub.de/rub-grafiken/pixel.gif

Christof Paar forscht intensiv an Sicherheitslösungen bei der Vernetzung von Alltagsgegenständen. Er gilt als Spitzenforscher auf dem Gebiet der Sicherheit eingebetteter Systeme – oder aber auch der Sicherheit für das „Internet der Dinge“: Immer mehr Alltagsgeräte wie Handys, Autoschlüssel, Maschinen und sogar medizinische Implantate brauchen Schutz gegen Hacker. Sie sind vernetzt, kommunizieren untereinander, mit anderen Systemen und mit dem Nutzer, Anwender, Patienten – und sie bieten dadurch auch ein Einfallstor für Angreifer mit Schad- oder Spionagesoftware. Am Horst Görtz Institut für IT-Sicherheit (HGI) der RUB, einem der führenden und größten IT-Sicherheitszentren Europas, entwickelt Prof. Paar sichere Verschlüsselungsverfahren für solche Anwendungen.

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