Prämierte Forscherinnen und Forscher
Prof. Dr. Ralf Gold – Sobek-Forschungspreis
Den mit 100.000 Euro dotierten Sobek-Forschungspreis hat der Prof. Dr. Ralf Gold für seine Forschungsarbeiten zur Mutiplen Sklerose (MS) erhalten. Der Preis der Roman, Marga und Mareille Sobek-Stiftung mit Sitz in Renningen ist eine der renommiertesten Auszeichnungen zur MS-Forschung und die höchstdotierte in Europa auf diesem Gebiet.
Prof. Gold ist Direktor der Neurologischen Klinik der Ruhr-Universität Bochum am St. Josef-Hospital und Vorstandsmitglied im Ärztlichen Beirat des Bundesverbandes der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG). Der Preis gehe an „einen national und international bekannten und hoch geschätzten Wissenschaftler für seine wegweisenden Untersuchungen sowohl in der MS-Grundlagenforschung als auch insbesondere in der angewandten MS-Therapieforschung“, heißt es in der Begründung.
Prof. Dr. Lars Steinsträßer – Fellow der ACS
Prof. Dr. Lars Steinsträßer (Heisenberg-Professor für Molekulare Onkologie und Wundheilung am Berufsgenossenschaftlichen Universitätsklinikum Bergmannsheil) wurde zum Fellow der renommierten chirurgischen Fachgesellschaft American College of Surgeons (ACS) ernannt.
Der Fellow ist der höchste Mitgliedsstatus, den die Fachgesellschaft zu vergeben hat und setzt hohe Anforderungen an das klinische und wissenschaftliche Leistungsprofil der Anwärter. Prof. Steinsträßer ist der erste Bochumer Chirurg, der die Bezeichnung FACS (Fellow of the American College of Surgeons) führen darf. In der Kategorie Plastische und Rekonstruktive Chirurgie ist er deutschlandweit einer von nur zehn Fellows.
Prof. Dr. Shaun Gallagher – Anneliese Maier-Forschungspreis
Für seine internationalen Forschungsarbeiten in Philosophie und Kognitionswissenschaften hat der amerikanische Philosoph Prof. Dr. Shaun Gallagher den Anneliese Maier-Forschungspreis der Humboldt-Stiftung erhalten. Mit dem Preisgeld in Höhe von 250.000 Euro finanziert Gallagher gemeinsame Forschungen am neu gegründeten „Center for Mind, Brain and Cognitive Evolution“ der RUB.
2007 kam Shaun Gallagher das erste Mal als Gast nach Bochum. Seitdem ist er, eingeladen durch seinen Fachkollegen Prof. Dr. Albert Newen, regelmäßiger Teilnehmer an Bochumer Philosophie-Konferenzen und sitzt im wissenschaftlichen Beirat des „Center for Mind, Brain and Cognitive Evolution“. Gallagher verbindet die philosophische Phänomenologie mit den Methoden der Kognitionswissenschaft und schlägt so eine Brücke zwischen den Disziplinen. Mit seinem Ansatz des „Embodiment”, der die Relevanz des Körpers für Wahrnehmung und Kognition betont, hat Gallagher zudem eine neue Richtung begründet. Mit dem Anneliese Maier-Preis wird er für seine wissenschaftlichen Leistungen in Zusammenarbeit mit deutschen Kollegen gewürdigt.