ERC-Grantees

ERC Advanced Grants

Prof. Dr. Martina Havenith-Newen

Martina Havenith-Newen studierte Physik in Bonn, wo sie 1990 promoviert wurde. Sie war Forschungsstipendiatin an der University of California, Berkeley im Department of Chemistry und an der Universität Nijmegen im Fachbereich Molekül- und Laserphysik. 1997 erfolgte ihre Habilitation. 1998 folgte sie dem Ruf auf den Lehrstuhl für Physikalische Chemie II an der Ruhr-Universität Bochum. Sie ist unter anderem Sprecherin des Exzellenz-Clusters Resolv (Ruhr Explores Solvation: EXC 1069), der derzeit durch die Exzellenzinitiative gefördert wird, und Direktorin des Zentrums für molekulare Spektroskopie und Simulation solvensgesteuerter Prozesse.
In ihrem ERC Advanced Grant arbeitet sie daran, neue spektroskopische Methoden zu entwickeln, mit denen man die Rolle des Wasser bei biologischen Prozessen in Echtzeit verfolgen kann.


Prof. Dr.-Ing Christof Paar

Christof Paar studierte an der Fachhochschule Köln und der Universität Siegen und arbeitete anschließend am Lehrstuhl Datenübertragung des Instituts für Experimentelle Mathematik der Universität Essen. Von 1995 bis 2001 war er Professor am Worcester Polytechnic Institute in Massachusetts, USA. Seit 2001 ist er Inhaber des Lehrstuhls für Embedded Security an der Ruhr-Universität Bochum. Hier war er von 2004 bis 2007 und von 2010 bis 2012 geschäftsführender Direktor des Horst Görtz Institut für Sicherheit in der Informationstechnik. In seinem ERC Advanced Grant arbeitet er daran, das „Internet der Dinge“ sicherer zu machen.

ERC Consolidator Grants

Alexandra Cuffel

Prof. Dr. Alexandra Cuffel

Alexandra Cuffel studierte Geschichte in den USA und England und wurde 2002 an der New York University promoviert. Sie forschte unter anderem an der Harvard Divinity School und als Gastwissenschaftlerin am Bochumer Käte Hamburger Kolleg „Dynamiken der Religionsgeschichte zwischen Asien und Europa“. Seit 2012 ist sie Professorin für die Religion des Judentums in Geschichte und Gegenwart an der Fakultät für Geschichtswissenschaft. Sie ist zudem Mitglied des Direktoriums des Centrum für Religionswissenschaftliche Studien (CERES). In ihrem ERC-Grant erforscht sie jüdisch-christliche Begegnungen außerhalb Europas.


Prof. Dr. Eike Kiltz

Eike Kiltz studierte von 1995 bis 2001 Mathematik an der Ruhr-Universität Bochum. 2004 wurde er hier promoviert und verbrachte danach ein Jahr als Postdoc an der University of California in San Diego. Von 2005 bis 2010 forschte er in Amsterdam. Gastaufenthalte führten ihn in die Schweiz, nach Spanien und Dänemark. Mit dem Sofja Kovalevskaja-Preis kam er 2010 zurück an die Ruhr-Universität. Eike Kiltz leitet den Lehrstuhl für Kryptographie der Fakultät für Mathematik. Er gehört zudem dem Vorstand des Horst Görtz Institut für Sicherheit in der Informationstechnik an.
In seinem ERC Consolidator Grant entwickelt er neuartige Sicherheitsverfahren für kleine Chips, die zum Beispiel in Herzschrittmachern oder Pässen stecken.


Prof. Dr. Carmen Meinert

Carmen Meinert studierte Sinologie, Tibetologie und Geografie an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, wo sie 2001 promoviert wurde. Sie forschte unter anderem an der Peking-Universität, der Sichuan-Universität, der Universität Hamburg und am Kulturwissenschaftlichen Institut Essen. Seit 2013 ist Carmen Meinert Professorin für die Religionen Zentralasiens an der Fakultät für Ostasienwissenschaften. Sie ist zudem stellvertretende Direktorin des Centrums für Religionswissenschaftliche Studien der Ruhr-Universität. Zuvor war sie bereits Gastwissenschaftlerin im Bochumer Käte-Hamburger-Kolleg „Dynamiken der Religionsgeschichte zwischen Asien und Europa“.
In ihrem ERC Consolidator Grant erforscht sie, wie sich der Buddhismus in vormodernen zentralasiatischen Kulturen lokal ausgeprägt hat.


Prof. Dr. Beatriz Roldán Cuenya

Beatriz Roldán Cuenya studierte Physik an der Universität Oviedo in Spanien. 2001 schloss sie an der Universität Duisburg-Essen ihre Promotion im Bereich Festkörperphysik ab. Sie arbeitete anschließend als Postdoktorandin an der University of California in Santa Barbara und nahm 2004 eine Stelle als Assistant Professor an der University of Central Florida (Orlando) an, wo sie 2012 Full Professor wurde. Seit 2013 hat Beatriz Roldán Cuenya den Lehrstuhl für Festkörperphysik an der Fakultät für Physik und Astronomie inne. Sie ist zudem Mitglied des Exzellenz-Clusters Resolv (Ruhr Explores Solvation: EXC 1069), der derzeit durch die Exzellenzinitiative gefördert wird.
In ihrem ERC-Grant arbeitet sie daran, neue Einblicke in die katalytischen Fähigkeiten von Nanopartikeln zu gewinnen.

ERC Starting Grants

Prof. Dr. Viktoria Däschlein-Gessner

Viktoria Däschlein-Gessner studierte Chemie in Marburg und Würzburg und wurde 2009 an der Technischen Universität Dortmund promoviert. Nach einem Forschungsaufenthalt an der University of California in Berkeley leitete sie an der Universität Würzburg eine Emmy-Noether-Nachwuchsgruppe, wo sie sich 2015 habilitierte. Seit Juli 2016 ist sie an der RUB tätig und hat den Lehrstuhl für Anorganische Chemie II der Fakultät für Chemie und Biochemie inne.
Sie ist zudem Mitglied des Exzellenz-Clusters Resolv (Ruhr Explores Solvation: EXC 1069), der derzeit durch die Exzellenzinitiative gefördert wird. In ihrem ERC Grant entwickelt sie neuartige Ligandensysteme.


Prof. Dr. Elisabeth de Boer

Elisabeth de Boer studierte Japanisch in Leiden, Niederlande. Sie forschte an den Universitäten von Hokkaido, Japan, und Maryland, USA. 2005 wurde sie an der Universität Leiden promoviert.
Seit Mai 2016 ist sie an der RUB tätig, seit Februar 2017 ist sie Professorin für Japanische Sprachwissenschaft an der Sektion Sprache und Literatur Japans der Fakultät für Ostasienwissenschaften.

In ihrem ERC Starting Grant erforscht sie, wie die japanische Sprache in Japan ankam und sich dort verbreitet hat.


Prof. Dr. Thorsten Holz

Thorsten Holz studierte Informatik in Aachen, wo er 2005 sein Diplom erlangte. Promoviert wurde er 2009 an der Universität Mannheim. Bevor er 2010 an die Ruhr-Universität Bochum wechselte, arbeitete er als Postdoktorand am Institut für Rechnergestützte Automation der Technischen Universität Wien. 2011 wurde er mit dem Heinz-Maier-Leibnitz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft ausgezeichnet. Thorsten Holz hat den Lehrstuhl für Systemsicherheit an der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik inne. Er gehört zudem dem Vorstand des Horst Görtz Institut für Sicherheit in der Informationstechnik an.

In seinem ERC Starting Grant arbeitet er daran, die Software von Geräten besser zu sichern, die mit dem Internet verbunden sind.


Prof. Dr. Stefan M. Huber

Stefan Huber studierte Chemie an der Universität Erlangen-Nürnberg, wo er nach seinem Diplom auch seine Doktorarbeit verfasste und 2007 promoviert wurde. Als Postdoktorand arbeitete er danach an der University of Minnesota, Minneapolis (USA) und an der Université de Genève. Zwischen 2009 und 2013 forschte er an der Technischen Universität München. Seit 2014 ist er Professor der Fakultät für Chemie und Biochemie. Er ist zudem Mitglied des Exzellenz-Clusters Resolv (Ruhr Explores Solvation: EXC 1069), welcher derzeit durch die Exzellenzinitiative gefördert wird.
In seinem ERC Starting Grant entwickelt er neue Katalysatoren.


Dr. Nicolas Plumeré

Nicolas Plumeré studierte Chemie in Straßburg und Glasgow und wurde 2009 an der Universität Tübingen promoviert. Seit 2010 ist er Nachwuchsgruppenleiter am Zentrum für Elektrochemie der Ruhr-Universität. Er forscht zudem im Rahmen des Exzellenz-Clusters Resolv (Ruhr Explores Solvation: EXC 1069), welcher derzeit durch die Exzellenzinitiative gefördert wird.

In seinem ERC-Grant entwickelt er stabile Katalysatoren aus günstigen Materialien.


Dr. Rüdiger Arnzen, Dr. Yury Arzhanov (Beteiligung)

Yury Arzhanov studierte Orientalistik an der Universität St. Petersburg, wo er 2004 promoviert wurde. Nach Aufenthalten an den Universitäten in Tübingen und Halle wechselte er 2010 an die Ruhr-Universität Bochum.
Rüdiger Arnzen studierte an der Ruhr-Universität, wo er 1994 promoviert wurde. Anschließend war dort wissenschaftlicher Mitarbeiter. Zurzeit ist er Mitarbeiter im Thomas-Institut der Universität zu Köln und an verschiedenen Forschungsprojekten beteiligt.
In ihrem Starting Grant, dessen Leiter Dr. Grigory Kessel von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften ist, geht es um den Aufbau einer Datenbank, die syrische und arabische Übersetzungen wissenschaftlicher und philosophischer Werke enthält, die ihren Ursprung in Griechenland hatten.

Gut zu wissen

Seit seiner Gründung im Jahr 2007 hat sich der European Research Council (ERC) als eine europäische Institution von höchstem internationalem Renommee etabliert. Der ERC steht allen Forschungsbereichen und Forscherinnen und Forschern aus allen Karrierestufen offen. Alleiniges Kriterium für die Förderung ist die wissenschaftliche Exzellenz. Die Reputation von ERC Grants übertrifft die der meisten anderen vergleichbaren Einzelfinanzierungen. ERC Grants sind zu echten Flaggschiff-Projekten für die Qualität der Forschung an ihren Hochschulen geworden und stärken ihre Wettbewerbsposition. Daher sind sie von großer strategischer Bedeutung.