Lecture Series in Summer 2017

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Öffentliche Vorträge im Rahmen des Kolloquiums zur Frühen Neuzeit und Geschlechtergeschichte

27.06.2017 Regine Maritz, M.A. (DHI Paris)
Gender as a Resource of Power at the Early Modern Court of Württemberg: Reflections on Female Favourites and the Task Sharing of the Princely Couple.

18 Uhr c.t. in GABF 04/516


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The subjects of concubinage and female favourites at the early modern court are even today neglected by political historiography. This paper argues that it is unsatisfactory to study influential women at court merely in terms of how they challenged the behavioural norms imposed on them by their gender, and that instead we also need to ask what the institutionalization of such norms meant for the court as a centre of dynastic power. I will focus on the duchy of Württemberg in the years immediately after the death of Duke Friedrich I. (1557-1608). During this time Friedrich’s son and the next duke Johann Friedrich prosecuted several people who had been favourites of his father’s. Most prominent among them were the cases of former privy councilor Mathäus Enzlin and of Magdalena Möringer, who had served as a procuress for the various affairs of Duke Friedrich I. The rise and fall of Enzlin has already attracted the attention of a number of historians, but Möringer’s fascinating case has so far hardly been analysed at all. This is surprising since the prosecution against her created an abundance of documents, including numerous supplications in her own hand, as well as interventions all the way from the Supreme Court of the Holy Roman Empire. I will argue that in order to understand why Möringer was prosecuted with the same vigour as Enzlin, it is crucial to consider the political dimensions of her role in relation to the late Duke of the previous administration. The paper will argue that the female favourite Magdalena Möringer took on functions of the local duchess and thus helped the duke to concentrate power in his person by breaking up the deeply rooted assumptions about the collaborative labour of ruling couples that were influential in early modern Germany at this time.

Lecture Series in Summer 2016

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Öffentliche Vorträge im Rahmen des Kolloquiums zur Frühen Neuzeit und Geschlechtergeschichte

 

31.05.2016 Jun.-Prof. Dr. Claudia Jarzebowski (Freie Universität Berlin)
„[...] mit weib und kinderlein wider von der statt nach hauß getzogen.“ Kinder und ihre Erfahrungen im Dreißigjährigen Krieg.

18-20 Uhr in GA 03/49

Vortrag Jarzebowski
Soldatenjunge auf einem Einblattdruck, Staatsbibliothek Berlin.
Aus: Jan Peters: Peter Hagendorf – Tagebuch eines Söldners aus dem Dreißigjährigen Krieg. 2012.

Militär und Gesellschaft, Krieg und Alltag waren in der Frühen Neuzeit eng aufeinander bezogen. Monatelange Einquartierungen, Plünderungen, Zwangsrekrutierungen und die Zerstörung von Ernten, Feldern und Dörfern hatten oft katastrophale Folgen für die Bevölkerung. Kinder erlebten das Kriegsgeschehen "vor Ort" auf je spezifische Weise, oft entwickelten sie in Anbetracht der sich auflösenden sozialen Ordnung unerwartete Überlebensstrategien. Beides, Erfahrungen und Überlebensstrategien von Kindern werden diskutiert, ergänzt um Fragen der kindlichen Gewaltwahrnehmung und ihrer Bedingungen, wie sie sich aus Selbstzeugnissen zum Dreißigjährigen Krieg (1618-1648) ergeben.


 

21.06.2016 Prof. em. Dr. Heide Wunder (Universität Kassel)
Im Exil: Ankommen und bleiben – oder zurückkehren? Adlige Glaubensflüchtlinge im Dreißigjährigen Krieg
18-20 Uhr in GABF 04/516

Im Exil
Abb. aus: Georg Kuhr, Österreichische Exulanten: ...,
in: Frankenland 39/1987, S. 163, aus: St.B.Nbg., Bert, Exulantenpredigt, 1647.

Im Zuge der Rekatholisierung der österreichischen Erblande sah sich die überwiegend protestantische Bevölkerung vor die Wahl gestellt zu konvertieren oder das „vatterland“ zu verlassen. Viele Tausend Protestanten aller Stände begaben sich in protestantische Territorien und Reichsstädte auf der Suche nach einem Ort für ungestörte Glaubensausübung. Die Erfahrungen „im Exil“ lassen sich bei adeligen Exulanten – anders als bei Bürgern und Bauern – in einer Vielzahl persönlicher Zeugnisse fassen, die die Probleme der Aufnahme, die (ökonomischen) Anforderungen zur Sicherung der neuen Existenz und die schwierigen Entscheidungen über die weiteren Lebensperspektiven – bleiben oder zurückkehren und konvertieren – im Einzelnen dokumentieren. Das Spektrum der Handlungsoptionen, nicht zuletzt die unterschiedlichen Konsequenzen für Männer und Frauen, werden am Beispiel der oberösterreichischen Familie von Hohenfeld beleuchtet.

 

Lecture Series in Winter 2015/16

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Öffentliche Vorträge im Rahmen des Kolloquiums

„Transdisziplinäre Ansätze der Frühneuzeit- und Geschlechtergeschichtsforschung“
(dienstags, 18-20 Uhr in GABF 04/516)

03.11.2015           

Prof. Dr. Heiko Droste (Universität Stockholm)
„Netzwerken und Freundschaften“

01.12.2015          

PD Dr. Pavel Himl (Karls-Universität Prag)
„Den unbekannten Menschen verorten. Administrative Identifizierung und Kontrolle von Personen im aufklärerischen Böhmen“

12.01.2016          

Sophia Kunze, M.A. (Humboldt-Universität zu Berlin)
„Evidenz und Pathologisierung – Bilder vollbärtiger Frauen in der Neuzeit“

26.01.2016          

Dr. Muriel González Athenas (Ruhr-Universität Bochum)
„Geographien Europas am Ende der Frühen Neuzeit. Techniken der Herstellung“ - ein Werkstattbericht

09.02.2016          

Dr. Jan Marco Sawilla (Universität Konstanz)
„Das nicht Kalkulierbare erwarten? Überlegungen zum Massaker von Fort William Henry und zu schmutzigen Formen des Krieges im ‚French and Indian War‘“

 

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