Einladung zum Impulsvortrag von Bundesminister Dr. Wolfgang Schäuble am 3. Mai
Im Rahmen der Veranstaltungsreihe "ikf impulse" des ikf° institut für kredit- und finanzwirtschaft spricht Bundesminister der Finanzen Dr. Wolfgang Schäuble zum Thema:
„Im fünften Krisenjahr – Was haben wir gelernt, was muss sich ändern?“
3. Mai 2012
14.00-15.00 Uhr
H-GC 10, Ruhr-Uni Bochum
Anschließend: Diskussion unter Einbeziehung des Publikums unter der Leitung von Prof. Dr. Stephan Paul (Inhaber des Lehrstuhls für Finanzierung und Kreditwirtschaft an der Ruhr-Universität Bochum). Im Anschluss besteht bei einem Imbiss die Möglichkeit zum Get-Together.
Der Eintritt ist FREI.
Derzeit sind keine Anmeldungen mehr möglich.
Kreditrisikoverbriefung und Bankenstabilität
Auf der Grundlage von 749 traditionellen und synthetischen
Verbriefungstransaktionen von 60 Banken der EU-13 und der
Schweiz untersuchen Dr. Tobias Michalak und Dr. André Uhde im
Rahmen einer empirischen Analyse für den Zeitraum von 1997 bis
2007 die Risikoimplikationen von Kreditrisikoverbriefungen auf
die jeweils verbriefenden Kreditinstitute. Die empirischen
Ergebnisse der Untersuchung verdeutlichen eine positive Wirkung
von Kreditrisikoverbriefungen auf die Ausfallwahrscheinlichkeit
der verbriefenden Banken. Die Ausfallwahrscheinlichkeit eines
Kreditinstitutes wird zunächst mit Hilfe des sogenannten
„z-score“ bestimmt. Nachfolgende Untersuchungen in Bezug auf den
zugrundeliegenden „Transmissionskanal“ weisen zudem einen
negativen Einfluss von Verbriefungstransaktionen auf die
Eigenkapitalquote und die Gesamtkapitalrentabilität sowie eine
positive Wirkung auf die Volatilität der
Gesamtkapitalrentabilität der verbriefenden Kreditinstitute
nach. Die erzielten Kernergebnisse der empirischen Untersuchung
halten relevanten Robustness-Prüfungen stand. Im weiteren
Verlauf der Untersuchung wird im Rahmen von diversen
Sensitivitätsanalysen der auf Bilanzdaten basierende „z-score“
zudem durch einzelne marktbasierte Indikatoren des
Gesamtbankrisikos („expected-default-frequency“ und
Aktienkursvolatilität) ersetzt, ohne dass sich materielle
Änderungen in Bezug auf die erzielten Kernergebnisse ergeben.
Das erzielte Ergebnis einer negativen Wirkung von
Kreditrisikoverbriefungstransaktionen auf die Risikoposition der
verbriefenden Banken wird zudem abschließend durch einen
Instrumentenschätzer im Rahmen einer zweistufigen IV-Schätzung
bestätigt.
Credit Risk Securitization and Bank Soundness in Europe
Artikel erscheint in: The Quarterly Review of Economics and
Finance
Die Schuldenstruktur muss stimmen
Die Kapitalstruktur von Unternehmen steht auf dem Prüfstand. Kredite sind derzeit billig, machen aber abhängig. Anleihen gewähren mehr Freiheit, sind aber teuer und an die Bonität (Rating) gebunden. Die Ratings sind zudem umstritten.
Von Prof. Dr. Stephan Paul und Prof. Dr. Bernhard Pellens (FAZ, Nr. 67 vom 19.03.2012, S. 12). [pdf]
SWFA Best Paper in International Finance
Für einen Konferenzbeitrag für das jährliche Treffen der Southwestern Finance Association vom 28.02.-02.03.2012 in New Orleans wurden die wissenschaftlichen Mitarbeiter Denefa Bostandzic und Sascha Neumann mit dem „Best Paper Award in International Finance“ ausgezeichnet. Der Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit der Juniorprofessur für Finance der TU Dortmund (Professor Dr. Gregor N. F. Weiß) und untersucht die Risikoeffekte von internationalen Bankenfusionen.
Systematic, default and systemic risk effects of international bank mergers - Empirical evidence
Working Paper, 2012
Available at SSRN
Werteffekte von Kreditrisikoverbriefungen
Auf Grundlage 381 traditioneller und synthetischer Verbriefungstransaktionen von 53 Banken der EU-15 und der Schweiz untersuchen Christian Farruggio, Dr. Tobias Michalak und Dr. André Uhde im Rahmen einer empirischen Analyse für den Zeitraum von 1997 bis 2007 die Risikoimplikationen von Kreditrisikoverbriefungen auf die jeweils verbriefenden Kreditinstitute mit Hilfe von abnormalen Aktienkursrenditen. Die Ergebnisse der Event-Study zeigen zunächst, dass die Ankündigungen von Verbriefungen negative Aktienkursreaktionen infolge von „Lernkurveneffekten“ der Shareholder auslösen. Eine spezifischere Analyse bank- und transaktionsspezifischer Faktoren impliziert, dass die gemessenen negativen Werteffekte insbesondere bei Banken mit schlechter Eigenkapitalausstattung, geringer Liquidität und Rentabilität sowie einer höheren Portfolioqualität zu verzeichnen sind. Zudem führen Transaktionen großer und häufig verbriefender Banken sowie die Ankündigung traditioneller Verbriefungstransaktionen ebenfalls zu negativen abnormalen Aktienkursreaktionen.
Wealth effects of Credit Risk Securitization in European Banking
Artikel erscheint in: Journal of Business Finance & Accounting
Die Finanzmarktregulierung verteuert das Fremdkapital
Basel III und Solvency II müssen dringend verzahnt und modernisiert werden.
Von Prof. Dr. Stephan Paul (FAZ, Nr. 206 vom 5.9.2011, S. 12). [pdf]
Jetzt erschienen: Finanzmarktregulierung: Einführung einer Bankenabgabe und Finanztransaktionsteuer auf deutscher und europäischer Ebene
als eine der Konsequenzen aus der Finanz- und Wirtschaftskrise wird diskutiert, wie die Finanzmärkte durch die Einführung einer Bankenabgabe und Finanzmarkttransaktionssteuer stärker reguliert und zugleich an den Kosten zur Beseitigung dieser Doppelkrise beteiligt werden können. Mit der im Auftrag des Managerkreises der Friedrich-Ebert-Stiftung erstellten Studie liefern Prof. Dr. Stephan Paul und Sascha Neumann einen Beitrag, um diese gegenwärtige Diskussion zur Einführung einer Bankenabgabe und Finanzmarkttransaktionssteuer zu versachlichen. [pdf]
Banken immer unzufriedener mit Aufsicht
Das ikf hat die erstmals 2006 im Auftrag des Bundesministeriums der Finanzen erstellte Studie zur Einschätzung der Kreditwirtschaft über die Qualität der Aufsicht aktuell fortgeschrieben und erhoben, wie sich die Qualitätswahrnehmungen nach der Finanzmarktkrise geändert haben. Zentrales Ergebnis ist, dass die Qualität der Bankenaufsicht von den deutschen Kreditinstituten schwächer als vor der Krise eingestuft wird. Die Aufsicht hat ein Erklärungsproblem im Hinblick auf die Ausgestaltung ihrer „neuen“ qualitativen Aufsicht. Besonders kritisch wird die Rolle der deutschen Aufsicht bei der Weiterentwicklung der Aufsichtsnormen in internationalen Gremien gesehen. [pdf]

