Historiker; Stellv. Direktor des Forschungsinstitutes Arbeit, Bildung, Partizipation und Prof. an der Ruhr-Universität Bochum
Jahrgang 1943. Studium der Geschichtswissenschaft, Germanistik, Politikwissenschaft, Philosophie und Pädagogik. Staatsexamen für das höhere Lehramt. Promotion. Lehrtätigkeit an der Fachhochschule Dortmund. Assistent und Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Ruhr-Universität. Seit 1981 Wissenschaftlicher Mitarbeiter (mit der Verantwortung für den Bereich Geschichte und Theorie) am Forschungsinstitut für Arbeiterbildung, seit 1982 Stellvertreter des Institutsdirektors, seit 1993 Honorarprofessor an der Ruhr-Universität Bochum.
Durchführung vielfältiger Projekte am FIAB, zu Themen der Sozial- und der Zeitgeschichte und über Didaktik u.a. zur Geschichte der Mitbestimmung und der politischen Kultur, über Betriebsgeschichte und Arbeitnehmererfahrung, Rationalisierung und Arbeitnehmererfahrung, Oral History und Erwachsenenbildung, Lebensgeschichte und Geschichtsbewusstsein, Strukturwandel und Bildungssystem, über Erinnerungskulturen in Deutschland und in Europa.
Arbeiten auch zur Geschichte der Erwachsenenbildung, zur Didaktik der Geschichte und politischen Bildung in der Erwachsenenbildung, in Museen und Gedenkstätten u.a.
Diskussionsbeiträge zu den großen Geschichtsdebatten der 80er und 90er Jahre ("Historikerstreit", Geschichtsbewusstsein nach der Epochenwende 1989/90, Auseinandersetzungen über Gedenkstätten, Holocaust-Denkmal etc.)
Schwerpunkte der Lehrtätigkeit an der Ruhr-Universität: Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts, insbesondere Geschichte der Weimarer Republik, der NS-Zeit, der Bundesrepublik und der DDR, Parteiengeschichte, Geschichte der politischen Kulturen, des Geschichtsbewusstseins und der Geschichtswissenschaft.
Veröffentlichung zahlreicher Bücher und Aufsätze (in Sammelbänden und Zeitschriften) zur deutschen Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts, insbesondere zur sog. Sonderwegsdiskussion, zur Geschichte der Weimarer Republik, der NS-Zeit und der beiden deutschen Staaten, zur Geschichte der Arbeiterbewegung und Arbeiterkultur, zur Bildungsgeschichte, zur Regionalgeschichte, zur Geschichte des Geschichtsbewusstseins, der Geschichtswissenschaft und Geschichtskultur, zur politischen Bildung, zur Didaktik von Geschichte und Politik, zur Erwachsenenbildung u.a. Zusammen mit Franz-Josef Jelich Herausgeber der Reihe "Geschichte und Erwachsenenbildung". Mitherausgeber der Dokumente zur Deutschlandpolitik.
Zahlreiche Vorträge an in- und ausländischen Universitäten, Akademien, Instituten, Stiftungen, Bildungszentren zu Themen der neuesten deutschen und europäischen Geschichte und Gegenwart, zu den großen Debatten über die deutsche Geschichte, zu Fragen des historischen und politischen Bewusstseins, zur deutschen und europäischen Erneuerungskultur u.a.
Vielfältige Tätigkeit im Grenzbereich von Wissenschaft und Politik, u.a. in Enquete-Kommissionen des Bundestages, Kommissionen von Ministerien des Bundes und der Länder, von Stiftungen, Museen und Gedenkstätten sowie des SPD-Parteivorstands. Wissenschaftliche Politikberatung u.a. zu Fragen des öffentlichen Umgangs mit Geschichte. Vertrauensdozent der Friedrich-Ebert-Stiftung. 1998 Auszeichnung mit dem Bundesverdienstkreuz I. Klasse.
Zum 60. Geburtstag von Bernd Faulenbach ist im November 2003 eine von Franz-Josef Jelich und Stefan Goch herausgegebene 575 Seiten umfassende Festschrift mit dem Titel "Geschichte als Last und Chance. Festschrift für Bernd Faulenbach" (Klartext Verlag Essen) erschienen, in der Wegbegleiter, Kollegen und Freunde aus Wissenschaft und Politik Beiträge zu den Themenfeldern "Erinnerung, Geschichte, Politisches Bewusstsein", "Geschichte im 19. und 20. Jahrhundert" und "Soziale Demokratie" beigesteuert haben.