Mathematik: was ist das eigentlich?
Wenn man Mathematik in der Schule macht, wird dort hauptsächlich gerechnet… mal mit Zahlen, mal mit Buchstaben oder auch mal mit beidem. Aber so komisch es im ersten Moment klingt: Mathematik ist mehr als Rechnen.
Beim Rechnen geht es in erster Linie um das „Wie“: wie bestimme ich das Maximum einer Funktion oder wie finde ich heraus, ob eine Zahl durch 3 teilbar ist. In der Oberstufe lernt man, dass man für die Suche nach einem Maximum die Nullstellen der ersten Ableitung betrachtet. Viel früher lernt man meistens schon, dass eine Zahl durch 3 teilbar ist, wenn ihre Quersumme durch 3 teilbar ist.
In der Mathematik ist die Frage nach dem „Warum“ aber mindestens genauso wichtig: warum sind die Punkte mit Ableitung 0 eigentlich Kandidaten für ein Maximum und warum hat die Quersumme etwas mit der Teilbarkeit einer Zahl zu tun. Erst wenn man das „Warum“ verstanden hat, kann man sich sicher sein, dass ein Rechenverfahren auch zuverlässig funktioniert.
Mathematik zu machen bedeutet also immer auf der Suche nach Strukturen zu sein. Man versucht Gesetzmäßigkeiten zu erkennen, man betreibt Abstraktion und überlegt sich nachvollziehbare Begründungen für das Beobachtete.
Wenn man also Mathematik studieren möchte, sollte man sich die Frage stellen, ob man sich für diese Art von Aufgabenstellung interessiert. Möchte man den Werkzeugkasten „nur“ benutzen oder möchte man neue Werkzeuge hinzufügen? Liegt einem eher das Rechnen, ist man in einer der anderen Naturwissenschaften oder bei den Ingenieuren sicherlich gut aufgehoben. Wer dann doch einen Blick „unter die Motorhaube“ werfen möchte, wird in der Mathematik ein interessantes Studienfach finden.
Gerade weil Mathematiker gelernt haben, schnell zwischen der abstrakten und der konkreten Ebene zu wechseln, werden sie in vielen unterschiedlichen Gebieten eingesetzt. Schauen Sie sich doch auch mal unsere Informationen zu den
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