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Prof. Dr. Marcus Petermann
Fakultät für Maschinenbau
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Nachlesen 2012
Brown Bag Lunch des BMBF-Verbundprojekts ELLI am 15.08.2012
Kurzbericht aus dem Austausch zum Themenfeld "Internationalisierung – Auslandsaufenthalte im Ingenieurstudium"
Am 15. August 2012 haben Vertreter der ingenieurwissenschaftlichen Fakultäten und des International Office der Ruhr-Universität Bochum am ELLI-Brownbag-Lunch zum Thema "Internationalisierung – Auslandsaufenthalte im Ingenieurstudium" teilgenommen. Nach einem kurzen Überblick über das Projekt ELLI – "Exzellentes Lehren und Lernen in den Ingenieurwissenschaften" und den nächsten geplanten Veranstaltungen in den jeweiligen Kernbereichen stellten sich die Teilnehmenden vor.
Im Anschluss an die Vorstellungsrunde erläuterte Frau Jonna Haensel-Neumann detailliert die Aufgabenbereiche und Tätigkeiten des International Office (IO). Als konkrete Beispiele wurde neben Informationsveranstaltungen wie "Wege ins Ausland" auch die Messe "Grenzenlos" erläutert, die in diesem Jahr am 7./8. November 2012 stattfindet. In der sich anschließenden Diskussion wurden in Bezug auf das Thema "Auslandsaufenthalt im Ingenieurstudium" sowohl gemeinsame als auch fakultätsspezifische Fragestellungen angesprochen. Von der Perspektive der Studierenden ausgehend ergaben sich die Themenfelder Informationsversorgung, Aufenthaltsorganisation und Sprachkenntnisse: Brown Bag Lunch des BMBF-Verbundprojekts ELLI am 15.08.2012 Kurzbericht aus dem Austausch zum Themenfeld "Internationalisierung – Auslandsaufenthalte im Ingenieurstudium"
Damit sich Studierende bewusst entscheiden können, ob und wann sie ins Ausland wollen, kommt dem Erstkontakt mit den Informationsträgern eine wichtige Rolle zu. Als Vorbilder sind besonders die Studierenden wertvoll, die bereits im Ausland waren und von ihren Erfahrungen berichten können. Als zentrale Aufgabenstellung, welche die gesamte Diskussion prägte, wurde die effektive Informationsversorgung der Studierenden identifiziert. Diesbezüglich wurde der Wunsch nach einer zentralen Informationsvermittlung geäußert, die über alle Programme Auskunft erteilen könnte. Die bisher oft durchgeführten Einzelberatungen beurteilten die Teilnehmenden in diesem Kontext als sehr zeitaufwändig.
Die Aufenthaltsorganisation zeigte sich als zweite große Herausforderung. Die zeitlichen Abläufe für Auslandsaufenthalte werden seitens der Studierenden als großer organisatorischer Aufwand wahrgenommen. Innerhalb der ingenieurwissenschaftlichen Fakultäten gibt es darüber hinaus große Unterschiede, zu welchem Zeitpunkt die Studierenden ins Ausland gehen. Während die Studierenden in der Elektrotechnik und im Bauingenieurwesen häufig im ersten Jahr ihres Masterstudiums ins Ausland gehen, wird im Maschinenbau das 5. Semester des Bachelorstudiums empfohlen. Dies hängt jedoch mit den unterschiedlichen Pflichtfächern und Wahlmodulen und den jeweiligen Möglichkeiten zur Anerkennung von Studienleistungen aus dem Ausland zusammen. Ausgehend von der Schwierigkeit, trotz Auslandsaufenthalt die Regelstudienzeit einzuhalten, ergab sich die Frage nach einer Beurlaubung der Studierenden, die je nach Fakultät ebenfalls unterschiedlich beantwortet wird. Insgesamt wird eine flexiblere Gestaltung der Rahmenbedingungen in Bachelor und Master für Auslandsaufenthalte von den Teilnehmern als erforderlich und wünschenswert gesehen.
Ein anderes Thema betrifft die Sprachkenntnisse der Studierenden, die sich meist auf die englische Sprache beschränken. Daher sind englischsprachige Studiengänge ein bevorzugtes Ziel, wobei diese nicht ausschließlich in englischsprachigen Ländern angeboten werden müssen. Insgesamt sind jedoch zu wenige Austauschplätze vorhanden, um alle interessierten Studierenden ins Ausland gehen zu lassen.
Die Teilnehmer diskutierten ebenfalls darüber, welche Verbesserungsmöglichkeiten sich aus ihrer Perspektive für die Organisatoren und Koordinatoren der Auslandsaufenthalte anbieten. So kam der Vorschlag auf, in Zusammenarbeit mit dem Studierendensekretariat die Reglementierung für die Umschreibung von Bachelor in Master in Zusammenhang mit Auslandsaufenthalten anzupassen. Auch die Informationsweitergabe an die Studierenden könnte möglicherweise durch eine Brown Bag Lunch des BMBF-Verbundprojekts ELLI am 15.08.2012 Kurzbericht aus dem Austausch zum Themenfeld "Internationalisierung – Auslandsaufenthalte im Ingenieurstudium" 3 Bündelung des Angebotes vereinfacht werden. Einige Fakultäten verfügen über einen Internationalisierungsbeauftragten, der sowohl für die Studierenden als auch für das IO als klarer Ansprechpartner feststeht. Dies wurde von den Teilnehmern als nachahmenswert eingestuft. In Bezug auf die Problematik der Informationsvermittlung wurde insbesondere die Möglichkeit thematisiert, eine allgemeine, fachübergreifende Informationsveranstaltung zum Thema Auslandsaufenthalte speziell für Studierende der Ingenieurwissenschaften anzubieten.
Konkret wurden folgende Aspekte für eine solche Informationsveranstaltung diskutiert:
- Wann ist der beste Zeitpunkt für eine Infoveranstaltung? Das erste Semester wurde grundsätzlich als geeignet beurteilt, um die Studierenden frühzeitig mit Informationen zu versorgen. In den ersten zwei Semesterwochen erhalten die Studierenden jedoch bereits viele Erstinformationen, so dass das Thema Auslandsaufenthalt im Studium vermutlich untergehen würde.
- Ist es sinnvoll, die Infoveranstaltung als Pflichtveranstaltung in einer laufenden Vorlesung anzubieten? Es wurde darauf hingewiesen, dass den jeweiligen Professoren, in deren Vorlesung die Veranstaltung stattfinden würde, die Zeit für ihre Lehre fehlen würde. Ein kurzer Zeitraum von z.B. 10 min im Anschluss an eine Vorlesung wäre hingegen vermutlich nicht ausreichend, um die nötige Aufmerksamkeit der Studierenden für das Thema zu wecken. Grundsätzlich sollen jedoch alle Studierenden angesprochen und erreicht werden, und nicht nur das Klientel, dass sich bereits von sich aus für das Thema interessiert.
- Welches Format könnte die Studierenden am besten erreichen? Das Tutorium- Format wurde als potentielle Lösung dargestellt. In Gruppen von maximal 30 Leuten würde es einfacher sein, die Studierenden direkt anzusprechen und spezifischen Fragen ausführlich zu beantworten.
Fazit:
Der Brownbag-Lunch wurde von den Teilnehmern positiv bewertet und der Wunsch geäußert, sich weiterhin zu dem Thema fakultätsübergreifend auszutauschen. Für ein nächstes Treffen liegt nun einerseits der Schwerpunkt auf dem Themenfeld "Incomings", andererseits soll es konkret um die Erreichbarkeit der Studierenden gehen. Das ELLITeam bedankt sich für die Teilnahme und freut sich auf den nächsten Austausch!

