Was macht die Arbeitsgruppe für Umwelt- & Kognitionspsychologie?

Die Arbeitsgruppe behandelt Grundlagen- und Anwendungsfragen der Psychologie. In den Grundlagen sind wir v.a. mit Wahrnehmen, Bewegen und Denken beschäftigt, in der Anwendung primär mit Umweltproblemen.

Die wahrnehmungspsychologische Ausrichtung ist stark (aber nicht ausschließlich) durch den ökologischen Ansatz geprägt; d.h. wir verstehen das Wahrnehmen als aktive Tätigkeit der Informationsaufnahme zum Zwecke der Handlungssteuerung. Unsere Spezialität ist die auditive Wahrnehmung, und dazu finden zur Zeit mehrere Experimente statt (z.B. zur Frage, wieweit wir Kraft hören können, oder zur Frage, wie eine Schallquelle im Störschall lokalisiert wird). Andere Grundlagen-Projekte beschäftigen sich mit der visuellen Analyse von komplexen Szenen und Interaktionen zwischen Sehen und Hören beim Steuern von Eigenbewegungen. 

Unsere Forschungsprojekte im Umweltbereich beschäftigen sich v.a. mit Auswirkungen des Umweltlärms auf die Bevölkerung, Hindernissen bei der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel und Förderung Energie-effektiver Verhaltensweisen. Dabei arbeiten wir mit Ingenieuren, Verwaltungsfachleuten und Geografen zusammen.

Teilweise werden Grundlagen- und Anwendungsfragen miteinander verbunden, so z.B. bei der Frage, wie zusammenfassende Urteile über die Umweltqualität zustande kommen, und welche Auswirkungen die Gestaltung von Antwortskalen für umweltpsychologische Interviews hat.