Aktuell
| Forschung & Entwicklung |
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| Verständnis von Fachmethoden | KEMIE | Wie ein Forscher sein (Forscherwelt, Henkel) |
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| Modellexperimente | KEMIEplus |
| Untersuchungen zum Verständnis von Fachmethoden der Chemie im Spannungsbogen - Schule, Hochschule, Öffentlichkeit - dargestellt am Beispiel Chromatographie |
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Kurzbeschreibung
Eine bildwissenschaftliche Betrachtung zeigt, dass Bilder schon zu Zeiten der Alchemie
eine wichtige Bedeutung in den Naturwissenschaften besaßen. Ihre Anleitungs- und Dokumentationsfunktionen
wurden im Laufe der Zeit um die Funktion der Erkenntnisgewinnung erweitert. Gerade bei der chemischen Fachmethode
der Chromatographie - "the separation method of the 20th century" - lassen sich sowohl durch besonders
ästhetische Realbilder (z.B. Ergebnisse der Papier- und Dünnschichtchromatographie) als auch durch Datenbilder
(z.B. Ergebnisse der Gas- oder Hochleistungsflüssigkeitschromatographie) neue Erkenntnisse gewinnen.
Bei einer solch hohen Bedeutung von Bildern mit ausgeprägter ästhetischer Prägnanz stellt sich aus
chemiedidaktischer Perspektive die Frage, ob es bei Lernenden einen Zusammenhang zwischen ihrem mentalen Bild
von Chromatographie und ihrem Verständnis über diese Fachmethode gibt. In diesem Themenfeld zeichnet sich eine
erhebliche Forschungslücke ab, so dass es zunächst Ziel sein muss, ein entsprechendes Untersuchungsdesign incl.
Auswertungsinstrumente zu entwickeln.
Gemäß eines Mixed Methods-Ansatzes werden qualitative und quantitative Methoden empirischer Bildungsforschung
kombiniert. Das quasi-experimentelle Untersuchungsdesign beinhaltet zudem entsprechend konzipierte
Experimentiereinheiten in Form von Schülerlaborprojekten, Hochschulpraktika oder "busking activities".
Die Datenerhebung erfolgte mit Schülerinnen und Schülern der 7. Jahrgangsstufe, mit Studierenden der
Fachrichtung Chemie sowie mit Besuchern des Deutschen Museums in München und des Techniquest in Cardiff (GB).
Die Datenauswertung basiert auf der Qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring.
Laufzeit
November 2007 - April 2012
Projektmitarbeiter
Dr. Julia Lorke (bis 01/2011),
Hannah Rüggeberg, Christian Strippel
Kooperationspartner
Prof. Dr. Roland Fischer
(Lehrstuhl Anorganische Chemie II, Ruhr-Universität Bochum)
Alfried Krupp-Schülerlabor der Ruhr-Universität Bochum
Wichtigste Projektpublikationen
Lorke, J.; Sommer, K.: Teaching chromatography in secondary school - an investigation concerning grade, context, content, experiments and media. Problems of Education in the 21st Century, (19), S. 63-69.
Qualifikationsarbeiten
Lorke, J.: Untersuchung zum Zusammenhang von Bild und Verständnis der Fachmethode Chromatographie - Eine Mixed Methods-Studie in Schule und Schülerlabor. Dissertation, Ruhr-Universität Bochum 2011
Honskamp, K.: Das Bild von Chromatographie in der Öffentlichkeit - Eine Besucherbefragung im Alfried Krupp-Schülerlabor und im Deutschen Museum München. Unveröffentlichte Masterarbeit, Ruhr-Universität Bochum 2010
Schleutker, B.: Chromatographische Verfahren im Spiegel der Schulliteratur - eine theoretische und experimentelle Auseinandersetzung. Unveröffentlichte Staatsexamensarbeit, Ruhr-Universität Bochum 2006
| KEMIE - Kinder Erleben Mit Ihren Eltern Chemie |
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Kurzbeschreibung
Die Bedeutung der Bezugspersonen "Eltern" ist für die Interessensentwicklung der Kinder belegt
(u.a. Upmeier zu Belzen & Vogt). Das bedeutet, dass die Eltern einen wichtigen, vielleicht sogar den wichtigsten
Einflussfaktor für die Interessens-entwicklung ihrer Kinder darstellen und somit verstärkt in den Blickpunkt rücken
sollten.
Aufgrund des Standes der Forschung (vgl. Sommer et al.) ergeben sich folgende Desiderate: Für ein langfristig
anzulegendes Eltern-Kind-Projekt gilt es eine didaktische Konzeption zu entwickeln. Die Umsetzung wird durch eine
empirische Untersuchung begleitet, mit der die "Annahme" des Projektes bei den Teilnehmern und dessen Wirksamkeit
erhoben werden. Dabei soll mit einem Pre-Post-Testdesign (mit Kontrollgruppenvergleich) untersucht werden, ob durch
ein langfristig angelegtes Eltern-Kind-Projekt das "Interesse" der Kinder an der Wissenschaft Chemie geweckt und
gefördert werden kann und ob durch das KEMIE-Projekt die Einstellungen von Eltern im Hinblick auf
Naturwissenschaften verändert werden (vgl. Dissertation Russek). Eine weiterführende Studie geht der Frage nach,
ob die Schwerpunktsetzung auf "naturwissenschaftliche Denk- und Arbeitsweisen" (scientific enquiry) die
Vorstellungen über Methoden und Ziele der Naturwissenschaft Chemie bei den Kindern und Eltern verändert
(Dissertationsprojekt A. Kakoschke).
Laufzeit
2008 - 2014
Projektmitarbeiter
Dr. Adrian Russek (bis 01/2011),
Annette Kakoschke (2011 - 2014; Dissertationsprojekt),
Sabrina Berg, Thiemo Gillar, Nicolas Efing
Kooperationspartner
Prof. Dr. Birgit Leyendecker
(Lehrstuhl für Entwicklungspsychologie, Ruhr-Universität Bochum
Prof. Dr. Joachim
Wirth (Lehrstuhl für Lehr-Lernforschung, Ruhr-Universität Bochum)
Finanzierung
Wichtigste Projektpublikationen
Sommer, K.; Russek, A.; Kleinhorst, H.: KEMIE - Kinder Erleben Mit Ihren Eltern Chemie. Didaktische Konzeption und Umsetzung eines langfristig angelegten Eltern-Kind-Projektes. In: Chemkon 17 (2010) Nr.4, S.1-8.
Russek, A.; Kakoschke, A.; Sommer, K.: Was bleibt? - Untersuchungen über Einstellungen, Werthaltungen und Kenntnissen zur Chemie und zum Chemieunterricht bei Eltern. In: Unterricht Chemie 21 (2010) Nr.117/118, S.93-96.
Qualifikationsarbeiten
Russek, A.: Kinder Erleben Mit Ihren Eltern Chemie. Entwicklung und Evaluation von speziellen Experimentierangeboten mit dem Schwerpunkt naturwissenschaftliche Denk- und Arbeitsweisen. Dissertation, Ruhr-Universität Bochum 2011
Kakoschke, A.: Das Bild von Chemie und Chemieunterricht: Eine Untersuchung bei Eltern von 8-12-jährigen Kindern. Unveröffentlichte Masterarbeit, Ruhr-Universität Bochum 2010
Rüggeberg, H.: Eltern als (fachliche) Experten? Eine empirische Untersuchung im Umfeld des Projektes KEMIE. Unveröffentlichte Masterarbeit, Ruhr-Universität Bochum 2012
Schäfer, A.: Dem Cola-mentos-Versuch wissenschaftlich auf der Spur - Experimentelle Untersuchungen und deren didaktisch-methodische Nutzbarkeit für Lehr-Lern-Arrangements. Unveröffentlichte Masterarbeit, Ruhr-Universität Bochum 2012
Buchwald, M.: Untersuchung über die Wirksamkeit der expliziten Vermittlung naturwissenschaftlicher Methoden im Projekt KEMIE. Unveröffentlichte Masterarbeit, Ruhr-Universität Bochum 2012
| KEMIEplus (Kinder Erleben Mit Ihren Eltern Chemie) |
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Kurzbeschreibung
KEMIEplus ist das Fortsetzungsprojekt des Grundkurses KEMIE (Kinder Erleben Mit Ihren Eltern
Chemie).
Es soll untersucht werden, ob und wie sich durch die Teilnahme an den Projekten KEMIE und KEMIEplus das Wissen
über Hypothesenbildung, -überprüfung und -evaluation bei Kindern und Eltern verändert. Dazu wird ein Mixed
Methods-Ansatz aus Fragebögen und Interviews gewählt. Zurzeit wird die Hauptuntersuchung durchgeführt, die drei
Messzeitpunkte und Kontrollgruppenvergleich beinhaltet.
Laufzeit
2010 - 2013
Projektmitarbeiter
Helma Kleinhorst (2010 - 2013; Dissertationsprojekt),
Sabrina Berg, Thiemo Gillar
Kooperationspartner
Prof. Dr. Joachim Wirth (Lehrstuhl für Lehr-Lernforschung, Ruhr-Universität Bochum)
Finanzierung
Wichtigste Projektpublikationen
Vgl. KEMIE
Qualifikationsarbeiten
Berg, S.: Auf die Frage kommt es an! - Entwicklung und Erprobung eines Versuchstages für KEMIEplus. Unveröffentlichte Masterarbeit, Ruhr-Universität Bochum 2012
| Wie ein Forscher sein |
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Kurzbeschreibung
Im Mittelpunkt des didaktischen Konzeptes in der
Forscherwelt stehen der
naturwissenschaftliche Forschungsprozess (incl. fachlicher und fachmethodischer Kenntnisse) und das
Forschungsumfeld. Dieses Grundanliegen spiegelt sich im Titel des didaktischen Konzeptes wider: "Wie ein
Forscher sein". Damit trägt das didaktische Konzept der Tatsache Rechnung, dass Henkel als Initiator dieser
Bildungsinitiative ein Forschungsunternehmen ist.
Das didaktische Konzept wird an den Forschungsfeldern von Henkel - nämlich Kleben, Waschen sowie Haut & Haare -
unter Einbeziehung deren Expertise und den Experten (aus den Bereichen Forschung und Entwicklung, Produktion
sowie Marketing) umgesetzt. Dabei ist die Expertise vor Ort - sowohl für die Vorbereitung als auch für die
Durchführung - von besonderer Bedeutung. Mit diesem Konzept beschreiten wir im Bereich der außerschulischen
Lernorte an Industriestandorten neue Wege.
Laufzeit
2010 - 2013
Projektmitarbeiter
Lea Bentlage, Eva Füchtenschnieder, Simone Schindler, Mara Buchwald, Matthias Vogt, Thiemo Gillar, Alexander Schäfer
Kooperationspartner
Dr. Ute Krupp (Leitung der Forscherwelt, Henkel)
Finanzierung
Wichtigste Projektpublikationen
Sommer, K.; Kakoschke, A.; Schindler, S.; Buchwald, M.; Russek, A.; Schäfer,A.; Steff, H.; Krupp, U.: "Wie ein Forscher sein" - das didaktische Konzept für eine Bildungsinitiative in einem Forschungsunternehmen und dessen Umsetzung. In: Chemkon 19 (2012) 3, S.131-136
Qualifikationsarbeiten
Schindler, S.: Rund ums Kleben - Entwicklung von Konzeptionen und deren didaktisch-methodische Umsetzung im Rahmen der "Forscherwelt". Unveröffentlichte Masterarbeit, Ruhr-Universität Bochum 2011




