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Alles begann
mit der World’s Fair im Jahre 1893. Die Weltausstellung, Columbian
Exposition genannt, die den 400. Jahrestag der Entdeckung Amerikas
durch Columbus feierte, brachte zahlreiche Impulse nicht nur nach
Chicago, sondern in die Gesamtheit der Vereinigten Staaten. Außerhalb
der eigentlichen Ausstellung gab es den Bereich der Midway Pleasance,
heute würde man von Vergnügungsmeile reden. Dieser Bereich
bot den Besuchern ein Areal mit zahlreichen Fremdkulturausstellungen
und -darbietungen sowie ein umfangreiches Arsenal an mechanischen
Vergnügungsbetrieben, wie zum Beispiel Karussells und Achterbahnen.
Am einprägsamsten bildete das nach seinem Erfinder benannte
Ferris Wheel die optische Krönung dieses Bereiches. Das Ferris
Wheel war mit über 80 Metern Höhe das erste überdimensionierte
Riesenrad, in dessen 36 Gondeln je 40 Fahrgäste auf die Reise
in die Höhe gehen konnten, und galt zu seiner Eröffnung
als ein Meisterwerk der Ingenieurskunst. Neben dem Pariser Eiffelturm
und dem Brüsseler Atomium zählt das Ferris Wheel in Chicago
zu den bekanntesten Hochbauten im Rahmen einer Weltausstellung.
Der Besucherstrom zur Columbian Exposition war überwältigend
und auch die Eindrücke, die die Besucher von der Midway Pleasance
mit nach Hause nahmen, waren von bleibender Dauer und weiterführender
Inspiration. Die Midway Pleasance bildete eine Grundvorstellung
moderner Unterhaltungsangebote und wurde zahlreich im gesamten Land
kopiert. Die Assoziation Chicagos als ideenstiftender Platz im Bereich
der Vergnügungskultur fand bei dieser Weltausstellung seinen
Ursprung. In ihrem Buch The American Amusement Park Industry: A
History of Technology and Thrills schließt Judith A. Adams
ihren Überblick über die Weltausstellung und deren Einfluss
wie folgt:
Wir begeben uns weiter auf Pilgerfahrten zu
künstlichen, festlichen Enklaven, die von gewaltigen Barrikaden
vor der Realität geschützt werden, und in denen die Technologie
dazu dient, immer weitere erstaunliche Einrichtungen zu erschaffen.
Es spielt jedoch keine Rolle, wie futuristisch diese Innovationen
anmuten mögen, unsere Phantasie-Zufluchtsorte des Vergnügens
bleiben im wesentlichen, sowohl hinsichtlich des Designs als auch
des Zwecks, Nachkommen der White City [, der Columbian Exposition].
Wie steht es nun in den Jahrzehnten danach
und vor allen Dingen heute um die Bedeutung Chicagos als Innovationsstifter
für Vergnügungswelten im urbanen Raum? Gibt es Beispiele
für einen ähnlichen Erfolg in den mehr als hundert Jahren
nach dieser Ausstellung? Der folgende Text zeigt ehemalige und aktuelle
Beispiele urbaner Vergnügungskonzepte in und um Chicago.
Riverview Amusement Park
Wie bereits eingangs erwähnt, fand die sogenannte Midway Pleasance
der Weltausstellung landesweit schnelle Nachfolgeprojekte. Im Nordwesten
von Chicago bestand um 1900 ein Gelände, das von einem deutschen
Schützenverein als Schießstand geleitet und betrieben
wurde. Dieses Areal, Schützen Park genannt, wurde ab 1896 durch
das Hinzufügen eines Karussells, eines Riesenrades und verschiedener
Geschicklichkeitsspiele um einen Vergnügungsteil erweitert.
Wenige Jahre später, 1904, wurde der Park als umzäunter
Vergnügungspark mit dem Namen Riverview Sharpshooter Park neueröffnet.
Es begann der Aufstieg zu einem der renommiertesten Vergnügungsparks
in den USA. Das später lediglich unter dem Namen Riverview
Amusement Park geführte Vergnügungsareal wurde zum bekanntesten
Testplatz für neue Innovationen im Karussell- und Achterbahnbau.
In den Roaring Twenties, dem ersten goldenen Zeitalter dieser Vergnügungsindustrie,
wurde jedes neue Konzept in Riverview vorgestellt. Ebenso hatten
alle bekannten Konstrukteure und Herstellerfirmen ihre Dependancen
in diesem Park in Chicago; der Park selbst wurde von vier verschiedenen
Straßenbahnlinien angesteuert. 1967 jedoch wurden die Tore
des Parks zum letzten Mal für die Öffentlichkeit geöffnet;
nach Saisonende kamen die Bulldozer und machten das Gelände
dem Erdboden gleich. Anfang der sechziger Jahre hatte dieser Niedergang
begonnen: Die Stadt Chicago war bis an die Grenzen des Parks gewachsen,
rivalisierende Jugendgruppen trugen ihre Konflikte auf dem Gelände
aus, die Pennyarkaden wurden beliebtes Ziel von Raubüberfällen,
und so entstand schnell das Bild eines unsicheren Areals. Die fortschreitende
individuelle Mobilisierung durch bessere Autos und das Aufblühen
des neuen Mediums Fernsehen taten ein weiteres, um dem Park sein
Besucherpotential und damit verbunden sein Kapital zu entziehen.
Wo einst die Menschenmassen Karussell und Achterbahn fuhren, erinnert
heute nichts mehr an die glorreiche Zeit. Bei meinem Besuch dort
im Oktober 2001 stoße ich auf einen Parkplatz, ein Polizeiquartier,
eine große Schule und ein Shoppingcenter. Lediglich letzteres
führt noch den Namen des einstigen Vergnügungsparks: Riverview
Plaza. Was bleibt, ist die Erinnerung ehemaliger Besucher. Vor Ort
treffe ich Virginia Bower. Sie ist Anfang 40 und erinnert sich an
ihre erste Karussellfahrt. Gemeinsam ziehen wir durch das Gestrüpp
in Flussnähe und stos-sen auf Reste eines Mauerwerks. Der ehemalige
Kanal des Tunnel of Love erinnert an eine turbulente Ära in
der Vergangenheit Chicagos und ist zugleich ein Zeichen ihrer Vergänglichkeit.
Old Chicago
Old Chicago war der Name eines Themenparks mit angegliederter shopping
mall in der Nähe von Chicago, streng genommen sogar der Name
der ersten Anordnung dieser Art in den USA. Der Komplex wurde 1975
eröffnet und befand sich in der Stadt Bolingbrook, im Südwesten
von Chicago. Das Konzept des Einkaufs- und Vergnügungscenters
war jedoch nicht sehr erfolgreich, deswegen wurde die Anlage 1981
bereits wieder geschlossen und fünf Jahre später, wie
schon der Riverview Park, dem Erdboden gleichgemacht, um einem Parkplatz
zu weichen. In ihrer Zeit bestand die Mall aus einem großen
rechteckigen Gebäude, in dessen äußeren Bereichen
die Ladengeschäfte und in dessen Mitte, von einer Kuppel überdacht,
ein Vergnügungspark angeordnet war. Die Gestaltung der mall
wie auch der gewählte Name spiegeln eine vergangene Zeitepoche
Chicagos, die der 1890er Jahre, wider; eine Zeit, die zudem einen
direkten Bezug zur Zeit der Columbian Exposition bildet. Die Passagen
besaßen einen Fußboden, der wie Kopfsteinpflaster aussah,
und die altertümlich aufgemachten Fassaden wurden von Lampen,
die wie alte Gaslaternen aussahen, illuminiert. Diese historische
Architektur entstand unter dem in den 70er Jahren aufgekommenen
Zwang zum Wettbewerb unter Shoppingcentern, die überall wie
Pilze aus dem Boden sprossen. Bei Shoppingcentern, die eine historische
Aufmachung boten, wurden höhere Besucherzahlen gemessen als
bei nicht thematisierten Anlagen. Ähnliche Projekte und Realisierungen
gab es zur damaligen Zeit bereits in New London, Connecticut, und
in Torrance, Kalifornien. Im inneren Bereich der mall lockte ein
Vergnügungsareal mit zwei Achterbahnen, Wildwasserbahn und
zahlreichen Karussells, ähnlich wie heute in der zur Zeit größten
shopping mall der USA in Bloomington, Minnesota, der Mall of America.
Trotz des Konzepts der ganzjährigen Jahrmarktsattraktionen
unter einem Dach sprach der kostenpflichtige Besuch der Ladenzeilen
gegen den gewünschten kommerziellen Erfolg der Gesamtanlage.
Über weitere konzeptuelle Fehler gibt es auch heute nur Spekulationen.
Six Flags Great America, Santa’s Village
Ein Jahr nach Old Chicago eröffnete nördlich von Chicago
der Themenpark Great America, der die verschiedenen geographischen
und historischen Dimensionen der USA thematisiert und damals von
der Hotelgruppe Marriott geführt wurde. Er befindet sich auch
heute noch an gleicher Stelle im Ort Gurnee, nahe der Grenze zum
Bundesstaat Wisconsin. Betreiber ist seit 1984 der Six Flags-Konzern,
der den Park 1984 als siebten Six-Flags-Park zu Six Flags Great
America umwandelte. Das Konzept des geschlossenen Themenparks und
die finanzkräftige Betreibergruppe Six Flags sind seit Jahren
der Garant für ein Weiterbestehen des Parks. Einen ähnlich
strukturierten, geschlossenen Themenpark in Kombination mit einem
Wasserpark bietet Santa’s Village in East Dundee, circa ebenfalls
eine Stunde mit dem Auto von Chicagos downtown entfernt. Beide Parkkonzepte
sind klassische Absagen an die hier bereits vorgestellten urbanen
Entertainmentwelten. Die räumliche Distanz zur eigentlichen
Stadt und der hohe Eintrittspreis bilden hierbei die Voraussetzungen
für ein Publikum, das sich weniger sozial-konfliktreich in
den Begrenzungen des Parks aufhält als zu den Tagen des Riverview
Parks.
DisneyQuest
Großer Anfang, bescheidenes, leises Ende. Dies ist der Werdegang,
den man dem Projekt DisneyQuest in Chicago zuschreiben muss. Geplant
als das urbane Unterhaltungskonzept des 21. Jahrhunderts, musste
der Disneykonzern im September 2001 die Notbremse ziehen und das
seit Juni 1999 bestehende Unternehmen in der Stadt am Michigansee
wieder schließen. DisneyQuest ist ein Ableger des Themenparkkonzeptes
der Disney-Gruppe. Hierbei handelt es sich um einen indoor-Themenpark,
der dem Besucher virtuelle und interaktive Themenbereiche bietet.
In Chicago eröffnete 1999 das zweite Projekt dieser Art, das
erste Projekt außerhalb der Walt Disney World in Orlando,
wo auch heute noch der Prototyp betrieben wird. Ziel des Konzerns
war es, mit diesen circa zwanzig landesweit geplanten Mini-Themenparks
in die Großstädte zu gehen und dort ganzjährige
Betriebe zu unterhalten. Unterhaltungsangebote sind virtuelle Themenfahrten,
wie sie aus den bestehenden Parks bekannt sind: Kreiere und fahre
deine eigene Computerachterbahn, nehme deinen eigenen Song im Tonstudio
auf, begebe dich auf eine virtuelle Bootsfahrt durch die Piratenstadt.
Dazu Shopping, Konferenzräumlichkeiten und Restauration. Randall
Baumberger, Senior Vice President der Disney Regional Entertainment
in Burbank, Kalifornien, machte dazu folgendes Pressestatement:
"Wir sind zu der Erkenntnis gekommen, dass die erwarteten Gewinne
aus dem Investment, das zur Realisierung der markführenden
Technologie an einem eigenen Standort erforderlich ist, die finanziellen
Anforderungen des Unternehmens nicht erfüllen." Kenan Heise,
ehemaliger Reporter der Chicago Tribune, angesehener Chicago-Historiker
und Fan von Amusementwelten reduziert den Misserfolg auf das fehlende
Eingehen der Disneystrategen auf die Mobilitätsansprüche
der Bewohner und Besucher Chicagos. Es hätte an den Parkmöglichkeiten
gemangelt, die zu einem (Wiederholungs-) Besuch des fünfstöckigen
Gebäudes hätten einladen können. Problematischer
als das Parken erscheint das Konzept eines geschlossenen indoor-Parks.
Die unzureichenden Möglichkeiten den Besucher zu motivieren,
der vor der grünen Fassade des Gebäudes steht und überlegt,
ob er für einen nicht sichtbaren und ihm unbekannten Inhalt
$ 34 Eintritt zahlen soll, sind wohl eher das ausschlaggebende Argument
gegen den finanziellen Erfolg gewesen. Das Projekt war Teil des
North-Bridge-Development-Vorhabens, das einen Ausbau der Einkaufsmeile
der Michigan Avenue um ein exklusives Nordstrom-Kaufhaus und einen
Virgin Mega Store beinhaltete. Die Ladenmieten sind in diesem Teil
Chicagos wahrscheinlich am höchsten. Die Disney-Philosophie,
alles in Disney-Eigenregie anzubieten, hat hier den finanziellen
Tod der Unternehmung bedeutet.
Navy Pier
Das letzte hier vorzustellende Projekt ist der Navy Pier. Hierbei
handelt es sich um einen Vergnügungspier, der sich circa einen
Kilometer vom Stadtrand Chicagos in den Michigansee hinein erstreckt.
Der Pier selbst besteht seit dem Jahr 1916 und ist ein verwirklichter
Teil des Chicago Plans von Daniel Burnham aus dem Jahre 1906. Aus
den ursprünglich von ihm vorgesehen zwei Pieranlagen realisierte
man zumindest diesen einen an der Mündung des Chicago River.
Ein kurzer Abriss der Geschichte zeigt, dass die originäre
Nutzung ein Naherholungs- und Ausflugsziel für die Stadtbewohner
darstellte, bevor die Wirren zweier Kriege den Pier in eine Unterbringungs-
und Trainingsplattform für die Navy verwandelten. Nach dem
zweiten Weltkrieg nutzte man den Pier als Universitätscampus
und später als Ausstellungsfläche, bevor die Anlagen in
den 70er und 80er Jahren mehr ihrem eigenen Schicksal überlassen
wurden. Ein staatliches Revitalisierungsprogramm führte 1995
zur Wiedereröffnung der Pieranlagen unter der aktuellen Führung
der Metropolitan Pier and Exposition Authority (MPEA), die auch
für die Veranstaltungen in den ebenfalls am See gelegen McCormick
Messehallen verantwortlich ist. Navy Pier ist seit 1995 somit wieder
ein integraler Teil der Chicagoer Convention- und Urban-Entertainment-Szenerie.
Man rühmt sich, in puncto Besucherzahlen die Nummer eins in
Chicago zu sein. Mehr als neun Millionen Besucher attestiert eine
eigene, von der MPEA durchgeführte Erhebung. Diese Zahl geht
einher mit einer kontinuierlichen Steigerung der Besucherzahlen
von ehemals drei Millionen im ersten Betriebsjahr. Diese Zahl relativiert
sich, wenn man bedenkt, dass der Pier eine der wenigen kostenlosen
Attraktionen in Chicago ist. Was bietet der Pier? Das Motto des
Piers zitiert PR-Sprecherin Kristine Kavanagh mit "A Landmark Reborn"
und "Something For Everyone". Navy Pier als Konzept ist vergleichbar
mit anderen, ebenfalls um die gleiche Zeit revitalisierten Ausflugspiers
sowohl im Osten (South Street Seaport in New York, Inner Harbor
Development in Baltimore) als auch im Westen Amerikas (Trade &
Convention Centre in Vancouver, Pier 39 in San Francisco). Alte
bestehende Bausubstanz wird wiederbelebt, eine touristische Infrastruktur
hinzugefügt, um möglichst viele Entertainment-Bereiche
ganzjährig abzudecken. So präsentiert auch der aktuelle
Pier eine Anzahl der verschiedensten Unterhaltungsformen: Angefangen
beim Children’s Museum, das ein beliebtes Schulausflugsziel darstellt,
über Shopping, Fastfood und high dining, IMAX-Kino und Shakespeare-Theater,
Messehallen und Ausstellungsflächen, Schiffsanlegestellen für
Ausflugsboote, saisonale outdoor-Aktivitäten wie Straßenkunst,
Feuerwerke, Skulpturenausstellung und Freiluftsport von Radfahren,
Rollschuh- und Schlittschuhlaufen bis hin zu Karussells, wie zum
Beispiel das 50 Meter hohe Riesenrad. Letzteres bietet wahrscheinlich
den Schlüssel zum Erfolg der Gesamtanlage: Vom Pier haben sowohl
Besucher als auch Bewohner einen eindrucksvollen Blick auf die Skyline
Chicagos. Chicago bietet viele Möglichkeiten, aus vertikaler
Höhe auf die Stadt zu schauen, der Pier dagegen eine der wenigen
Möglichkeiten, dies auch in einer horizontalen Dimension zu
tun.
Der Pluspunkt gegenüber dem Disney-Familienkonzept ist hierbei
die Offenheit des Geländes. Der geneigte Besucher kann sehen
und selbst bestimmen, welchen Preis er bereit ist, für sein
Vergnügen zu zahlen. Zudem greift beim Navy Pier das Konzept
des gnadenlosen Sponsorings. Fast jede Attraktion und Aktivität
wird hier als Konzessionsstätte oder in Kooperation mit einem
Sponsor angeboten, wie zum Beispiel das von McDonald’s gewartete
Riesenrad oder das Projekt Pierwalk. Diese ermöglichen ein
geringes finanzielles Risiko und eine ausgeprägte Möglichkeit,
rasch für Innovationen zu sorgen. Weitere Vorteile sind die
zahlreichen Möglichkeiten der Erreichbarkeit des Piers aus
dem Stadtgebiet: Taxistände, Parkhäuser für den eigenen
PKW, öffentliche Buslinien, kostenloser Trolleyservice von
bekannten Plätzen im Stadtgebiet sowie Fährverbindungen
im Sommer.
Fazit
Chicago hat versucht, seinem Status als bewährter Testplatz
für architektonische und sozio-wirtschaftliche Innovationen
auch nach der Columbian World’s Fair gerecht zu werden. Die verschiedenen
Zeitspannen und gesellschaftlichen Entwicklungen, die mit den einzelnen
besprochenen Konzepten verbunden sind, erschweren einen generellen
Vergleich. Die hier beschriebenen Unterhaltungskonzepte tragen jedoch
durchweg, ob sie nun von Erfolg oder Misserfolg gekrönt waren
oder sind, das Signum des Versuches, Vorbildcharakter zu beweisen.
Gerade die Entscheidung des Disney-Konzerns, sich zum Ende des Jahrtausends
Chicago als Testplatz auszusuchen, zeugt von einem inneren Glauben,
dass das, was sich in Chicago bewährt, auch woanders zum Erfolg
führen kann. Inwieweit sich die kurze Lebensdauer des Disney-Projekts
auf andere mögliche Folgeprojekte auswirken mag, ist zum jetzigen
Zeitpunkt schwer bestimmbar. Das Konzept einer in sich geschlossenen
Unterhaltungsform, sowohl was die Transparenz des Angebotes als
auch die Finanzierungsform angeht, scheint zum jetzigen Zeitpunkt
für einen innerstädtischen Bereich eher fragwürdig.
Es bleibt anzuraten, Chicago auch in den nächsten Jahren im
Auge zu behalten.
Quellen (Auswahl):
Adams, Judith A. The American Amusement Park Industry: A History
of
Technology and Thrills. Boston: Twayne, 1991.
Anderson, Norman D. Ferris Wheels: An Illustrated History. Bowling
Greene:
State University Popular Press, 1992.
Bukowski, Douglas. Navy Pier: A Chicago Landmark. Chicago: Metropolitan
Pier
and Exposition Authority, 1996.
Gee, Derek and Ralph Lopez. Laugh Your Troubles Away: The Complete
History
Of Riverview Park. Myron (Mich.): Sharpshooters Productions, 2000.
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