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Prof. Dr. Ilona Rolfes

Biographische Rahmendaten: Frau Rolfes forscht und lehrt seit 2010 an der RUB.    

Motto für Forschung und Lehre: Es ist wichtig, mit Freude bei der Sache zu sein. Zudem halte ich es für wichtig, bei den Studierenden schon frühzeitig die Forschungs-begeisterung und Neugier zu wecken.

Julia Bandow

Interview mit Ilona Rolfes

Sie sind Professorin an der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik und leiten dort den Lehrstuhl für Hochfrequenzsysteme - worum geht es bei Ihrer Arbeit?
Die Forschungsthemen reichen von der Synthese und messtechnischen Charakterisierung von Hochfrequenzsystemen bis zur hochfrequenzgestützten Sensorik. Anwendungsfelder liegen u.a. im Bereich der Radartechnik und der Materialcharakterisierung sowie der drahtlosen Datenübertragung wie z.B. im Mobilfunk oder der Veranstaltungstechnik.

Was fasziniert Sie besonders an Ihrem Forschungsfeld?
Es ist ein innovatives Forschungsfeld, das sowohl im Alltag als auch in der Forschung wiederzufinden ist.

Haben Sie bereits während des Studiums eine akademische Karriere geplant?
Eine akademische Karriere gezielt zu planen ist schwierig. Motiviert wurde sie aber bereits sehr frühzeitig durch das Vorbild meiner Schwester, die ebenfalls Elektrotechnik studiert hatte, und sich zu Beginn meines Studiums bereits in der Promotionsphase befand.

Was war Ihr Plan B? Was hätten Sie gerne beruflich gemacht, wenn Sie nicht Wissenschaftlerin geworden wären?
Einem Ingenieur bieten sich in der freien Wirtschaft ebenfalls attraktive Perspektiven auf eine interessante, verantwortungsvolle Tätigkeit. Für mich eröffnete sich bereits schnell nach meiner Promotion der Weg für eine akademische Karriere mit einer Juniorprofessur und kurze Zeit später der Institutsleitungsfunktion an der Leibniz Universität Hannover. Danach erhielt ich mehrere Rufe und habe mich für die Ruhr-Universität entschieden.

Karriere und Familie - wie bringt man das unter einen Hut?
Das funktioniert nur mit einer guten Abstimmung unter allen Familienmitgliedern und einem straffen Zeitmanagement. Außerdem ist es wichtig, Unterstützung bei der Kinderbetreuung und im Haushalt in Anspruch zu nehmen.

Was tun Sie gerne, wenn Sie nicht arbeiten?
Ich verbringe Zeit mit meiner Familie und Freunden und tanze gelegentlich Jazz- und Modern-Dance.

Wenn Sie heute Rektorin der RUB wären, was würden Sie als erstes tun?
Ich würde versuchen, die Rahmenbedingungen für die Durchführung von Drittmittelprojekten möglichst forscherfreundlich weiterzugestalten. Des Weiteren würde ich die bereits sehr gut umgesetzten Maßnahmen zur Schaffung eines familiengerechten/-bewussten Umfeldes an der Ruhr-Uni weiter ausbauen.

Wenn wir zehn Jahre in die Zukunft sehen - was möchten Sie dann erreicht haben?
Es würde mich sehr freuen, wenn:

  • wir dann zusammen mit unseren Studierenden im Rahmen von Exkursionen zahlreiche unserer ehemaligen Doktoranden an ihren neuen Wirkstätten besuchen können.
  • wir  in der Lehre und Forschung hervorragend aufgestellt sind
  • und durch die Teilnahme und auch Ausrichtung von Tagungen und Workshops gut vernetzt sind.

Was ist Ihr Motto für Forschung und Lehre?
Es ist wichtig, mit Freude bei der Sache zu sein. Zudem halte ich es für wichtig, bei den Studierenden schon frühzeitig die Forschungsbegeisterung und Neugier zu wecken.

 

13. Juni 2012