no. 516 november 2000
guernica: Mauert die Verwaltung? - 9. november: schwerpunkt antisemitismus - dortmund, 21. oktober: nach dem naziaufmarsch - studiengebühren in Österreich
uni
Holocaust-Überlebende liest im Kulturcafé
Zum Gedenken an die Reichsprogromnacht laden das AStA-Kulturreferat und BosKop am Montag, den 6. November um 18.00 Uhr ins KulturCafé ein. Knapp 62 Jahre nach dem ersten großen Progrom des Naziregimes, das Auftakt war für die beispiellose Verfolgung von Juden bis 1945 liest die in Tschechien geborene Autorin Zdenka Fantlová aus ihrem Buch „‘In der Ruhe liegt die Kraft’, sagte mein Vater“. Im Anschluß an die Lesung ist ein Gespräch mit der Autorin geplant. Mehr
Prorektor für Forschung nach Differenzen zurückgetreten
(cs) Der bisherige Prorektor für Forschung der Ruhr-Universität, Prof. Dr. Trampisch ist am 5. Oktober von seinem Amt zurückgetreten. Offizielle Begründung für den Rücktritt war die Doppelbelastung durch seinen Lehrstuhl in der Medizin und das Amt im Rektorat. Nur in einem Nebensatz verwies die Pressestelle auf “unterschiedliche Vorstellungen” von Trampisch und Rektor Prof. Petzina. Dahinter verbergen sich aber offenbar Konflikte innerhalb des Leitungsgremiums der Universität über die künftige Ausrichtung und die Politik der Hochschule. Mehr
Guernica in die Abstellkammer ?
Nun geht es schon ins fünfte Semester, das endlose Gezerre um die Wiedererrichtung der durch den MA-Ladenzeilenbau von privaten Investoren zerstörten Nachbildung von Pablo Picassos Friedensgemälde (vgl. u. bsz , 10/98, Ruhr-Nachrichten u. WAZ , 12.2.99, sowie bsz , 5/00). Nachdem der Senat nach einsemestrigen Vorbereitungen durch eine eigens zu diesem Thema gebildete Kommission die Erneuerung der Kunstkopie „an zentraler Stelle“ einstimmig befürwortet hat, wollen die RUB-Verwaltung sowie das Staatshochbauamt Guernica nun einen schlecht einsehbaren, verschatteten Standort im Notausgangsbereich der Unibibliothek (UB) zuweisen... Mehr
ErstsemesterInnenbegrüßung an der RUB
„...ob man die Entscheidung, ein Studium aufzunehmen, heute überhaupt noch beglückwünschen darf...?“
Am Montag, dem 16.10.2000 fand im Audimax der RUB die offizielle ErstsemesterInnenbegrüßung statt. Es sprachen der Rektor der RUB, Dr. Diemar Petzina, der stellvertretende CDU-Bürgermeister Hermann-Josef Rumpenhorst und die Vorsitzende des Allgemeinen Studierendenausschußes (AStA), Mary Aptidou. Für all diejenigen, die so schlau waren, sich diesem Event,der genauso langweilig wie offiziell war, nicht anzutun (von ungefähr 4500 Ertis waren nur ca. 1000 erschienen), sich aber trotzdem dafür interessieren, was dort gesagt wurde, haben wir die drei Reden zusammengefaßt. Mehr
“...ein in der BRD einmaliges Projekt...”
Interview mit dem Ausländerberater der RUB
bsz: Davood, seid wann existiert die Ausländerberatung an der RUB, wie wurde sie ins Leben gerufen und warum ist es wichtig, diese Anlaufstelle direkt an der Uni zu haben?
Die AusländerInnenberatung in der heutigen Form (AkAS) existiert seit Mitte 1997 auf meine Initiative hin und durch die Unterstützung des AkaFö und AStA in Form eines Kooperationsvertrages und wurde im Anschluß an die bereits seit 1987 im AStA existierende und dort voll integrierte AusländerInnenberatung, nach einem von mir entwickelten Konzept, ins Leben gerufen. Unsere Hilfe muß dort erfolgen, wo die Betroffenen (also ausländische Studierende und Hilfesuchende) sich tagtäglich aufhalten, um eine effiziente und kontextbezogene Hilfeleistung zu gewährleisten. Der AkAS wurde dadurch ermöglicht, dass Mitstreiter im AkaFö und AStA eine kontinuierliche und professionellere Arbeit der Beratungsstelle fördern und ausbauen wollten. Mehr
Von eins, zwei, vielen Dachverbänden...
Ansonsten gern als kleinliche Gezänk einer Handvoll StudierendenvertreterInnen belächelt, gelangte sie während des Sommerlochs zu unerwarteter Bekanntheit und wurde auf den Hochschulseiten zahlreicher Tageszeitungen erörtert: Die seit Jahren andauernde Debatte um den studentischen Dachverband. Für die einen existiert und arbeitet er schon in Gestalt des freien zusammenschluß von studentInnenschaften (fzs), den die anderen gern reformieren würden, während andere ihn lieber gleich ganz abschaffen würden, und wieder andere gründen sich ganz unbeeindruckt ihren eigenen Dachverband. Nur in einem sind sich alle einig: Ein schlagkräftiger studentischer Dachverband wird dringend gebraucht. Angesichts der Einführung von Studiengebühren, der Entdemokratisierung der Hochschulstrukturen und der immer deutlicheren Ausrichtung von Forschungs- und Lehrinhalten an den Interessen der Wirtschaft ist eine arbeitsfähige, sich lautstark zu Wort meldende studentische Vertretung von Nöten. Mehr
Feministische Winter-Uni bekommt Frauenförderpreis
Lore-Agnes-Preis der RUB geht an FWU und feministische Theologinnen
(cs) Zwei Projekte teilen sich den diesjährigen Lore-Agnes-Preis, einen Auszeichnung für universitäre Frauenprojekte, die vom Rektorat der Ruhr-Uni vergeben wird. Geehrt werden die AG Feministische Theorie und Praxis, die Veranstalterinnen der seit letztem Jahr immer im Wintersemester stattfindenden Feministischen Winter-Uni (fwu) und die Macherinnen des Feministisch-Theologischen Schlagwortkatalogs. Dotiert ist der Preis mit insgesamt 30.000 DM, er wurde während einer Feierstunde am 3. November im Audimax feierlich überreicht. Mehr
Verhandlungen über Semesterticket beginnen
Neue studentische Gremienmitglieder gewählt
2. Feministische Winteruniversität
Programm der 2. Feministischen Winteruniversität
Die 7. Bochumer Internationalismus- Woche
Programm der Internationalismuswoche
Internat-Woche: Psychologie des Rassismus
thema
9. November 1938: Erkennen - Erinnern - Handeln
Die Bilanz des Novemberpogroms 1938 ist bekannt
Über 90 Ermordete und Todesfälle, über 30 Schwerverletzte und Selbstmorde, nicht wenige Vergewaltigungen; etwa 30.000 Juden wurden verhaftet, davon fast 9.000 ins KZ Buchenwald, über 10.000 ins KZ Dachau, fast 10.000 ins KZ Sachsenhausen verschleppt, von denen viele nie mehr zurückkamen; zahlreiche jüdische Friedhöfe wurden verwüstet, mindestens 262 Synagogen, ca. 7.500 jüdische Geschäfte, mindestens 177 Wohnhäuser zerstört und/oder geplündert, zehntausende von Fensterscheiben eingeworfen. Es entstand ein erheblicher Sachschaden. Mehr
Der 9. November in Bochum - Gedenkveranstaltung an der Gedenktafel für die Synagoge
Alles wird: Nicht gut, aber anders
Es wird zukünftig einen für seine Zwecke effektiven staatlichen Antirassismus geben, der über Lippenbekenntnisse gegen rechtsextreme Gewalt hinausgeht und sogar den Rassismus der Mehrheitsgesellschaft thematisieren wird. Mehr
Alles wird gut.
Politik und Zivilgesellschaft formieren sich zur staatlich subventionierten Antifa, den Faschos wird das Lachen vergehen. Wer den gegenwärtigen Medienhype so interpretiert, ist ihm auf den Leim gegangen. Mehr
„Düsseldorf ist tolerant und weltoffen“
Zu den lokalen Hintergründen des Brandanschlages auf die Synagoge in Düsseldorf
Auch in Düsseldorf wächst die rechte Gewalt aus einer funktionierenden Nazi-Szene. Auch in Düseldorf funktioniert eine Naziszene, wenn von Seiten der politisch Verantwortlichen eine schützende Hand über sie gehalten wird. Mehr
Ganz Deutschland gegen rechts
Dichtung und Wahrheit „deutscher Politik gegen den Rechtsextremismus”
Der Staat rüstet auf gegen rechts. Und nicht nur er. Seit einigen Wochen scheint es so,als hätten sämtliche Inneminister und Abgeordnete, sämtliche Industriellen und Wirtschaftsbosse und dazu noch die gesamte Springerpresse samt Boulevardmagezine nichts anderes mehr im Kopf als einen heroischen Kampf gegen den Rechtsextremismus. Es werden Polizeieinheiten und Hotlines gegründet, der Staatsschutz betont, gegen rechts ja sowieso seit jeher mehr getan zu haben als gegen links und überhaupt käme niemand mehr auf die Idee, diesen Staat und seine führenden Kräfte für etwas anderes zu halten als eine einzige riesige Antifa. Mehr
Anlässlich der Angriffe auf die Gedenkstädte „Alte Synagoge“ in Essen: Über den Antisemitismus der Linken
Zuerst versuchten die Demonstranten, das Gebäude zu stürmen. Als ihnen die Polizei den Weg versperrte, warfen sie mit Pflastersteinen und Betonplatten die Scheiben der Alten Synagoge ein. Nur mit Mühe konnten weitere Übergriffe verhindert werden, als am vergangenen Samstag Palästinenser - gemeinsam mit deutschen Unterstützern - wegen der Ereignisse im Nahen Osten in Essen demonstrierten. Mehr
Das Lager
Zur Aktualität einer deutschen Institution Antisemitismus und Migration
Das Lager ist das Symbol des Holocaust. Zugleich ist es der Ausdruck einer nicht auf den Nationalsozialismus beschränkten Diktatur, in der Menschen ohne deutschen Pass über die Systemwechsel des 20. Jahrhunderts hinweg zu leben hatten: zwischen Einwanderung und Abschiebung, außerhalb der deutschen Lebens- und Arbeitswelten, eingezäunt, bewacht und reglementiert. Mehr
Eugenik und Rassismus: Die Biopolitik im Argumentationszusammenhang der Neuen Rechten
(mek) Mit dem Durchbruch der Evolutionstheorie im 19. Jahrhundert änderte sich das Natur- und Weltbild innerhalb der Wissenschaften grundlegend. Das zentrale Leitmotiv allen naturwissenschaftlichen Forschungsstrebens wurde plötzlich durch die Erkenntnis bestimmt, alles Leben verdanke seine Existenz wie auch die Form derselben der natürlichen Zuchtwahl, der Auslese der Bestangepaßten. Mit dieser Entwicklung ging nicht zufällig die Entstehung von Rassismen einher. Mehr
Aufstand der Anständigen in Dortmund
Ob es wirklich wie vom Westdeutschen Regierungssender WDR gemeldet 10.000 Menschen waren, die sich am 21.10. in Dortmund versammelten um Reden von Ministerpräsident Clement und anderen Größen aus Politik und Showgeschäft zu zuhören und damit gegen den am gleichen Tag in Dortmund stattfindenden Naziaufmarsch zu protestieren sei einmal dahingestellt. Vielleicht waren es auch nur 10.000 Liter Bier oder 10.000 Grillwürstchen, die bei dieser Gelegenheit verzehrt wurden. Auf jeden Fall waren es erfreulich viele Menschen, die sich zu der als „Aufstand der Anständigen“ angekündigten Veranstaltung einfanden. Zu den „Anständigen“ zählten sich neben der SPD und den ihr nahestehenden Organisationen auch unangefochten ein Mittvierziger in Schaftstiefeln und mit Schwarz-Rot-Goldener Armbinde. Vielleicht war das Kriterium „Anständig“ ja doch nicht so geeignet, um die NazigegnerInnen zusammenzufassen. Mehr
Kommentar: Da haben wir ja nochmal Glück gehabt! Gut, dass Nazis unser Ansehen im Ausland gefährden.
Persönliche Erlebnisse auf der Antinazi-Demo am 21.10.2000 in Dortmund
Die Antinazi-Demo am 21 1 0 2000 in Dortmund war die erste Demonstration an der Ich teilgenommen habe. Ich empfand es erschreckend, als ich sehen mußte, wie deutsche und nichtdeutsehe Menschen in der Innenstadt ruhig und unbesorgt entweder faul im Café herumsaßen oder aber im Kaufrausch versunken waren, als ob sie der Faschismus in Deutschland und in der Welt überhaupt nichts anginge.Mehr
Nach dem Naziaufmarsch in Dortmund: Eltern setzen Polizei unter Rechtfertigungsdruck, Polizei erteilt Unterricht
Wegen ihres zweifelhaften Vorgehens gegen TeilnehmerInnen der antifaschistischen Demonstrationen in Dortmund am 21.10.200 mußte sich die Dortmunder Polizeiführung schwere Vorwürfe gefallen lassen. Vor allem die Eltern der in großer Zahl verhafteten Minderjährigen, aber auch die Jugendlichen selbst richten schwere Vorwürfe gegen die Polizei und kamen in der Lokalpress ausführlich zu Wort. Mehr
Die Deutsche Mitte
„Studie zur Fremdenfeindlichkeit in Deutschland“
Dass es in Deutschland Rassisten und Nazis gibt ist keine besonders überraschende Feststellung und darf inzwischen sogar Öffentlich gesagt werden. Das Bild, das sich normalerweise von diesen gemacht wird, hat jedoch mit der Realität nur am Rande zu tun. Mehr
politik
„Viele Familien werden sich überlegen, welches Kind studieren darf“
Studiengebühren in Österreich - Ein Interview mit Andreas Brandstätter und Ines Aftenberger von Mayday2000 Graz
Die rechts-rechtsextreme Regierung in Österreich hat entgegen vorherigen Versprechungen Studiengebühren eingeführt (bsz 515). Dagegen regt sich Protest, vor allem aus dem Spektrum der antifaschistischen RegierungsgegnerInnen. Zu diesem Themenfeld befragten wir Andreas Brandstätter und Ines Aftenberger von MayDay2000 Graz. Mehr
Castor-Transporte noch in diesem Jahr?
Lage nach geplatztem Termin am 18.10. unübersichtlich
(cs) Das Thema Atomtransporte beschäftigt mal wieder die Öffentlichkeit. Nachdem die rot-grüne Bundesregierung nach ihrem sogenannten Atomkompromiss auf Ruhe an dieser Front gehofft hatte, haben sich am 18.Oktober in Phillipsburg mehrere tausend AtomkraftgegnerInnen versammelt, nachdem es Gerüchte um einen bevorstehenden Transport von abgebrannten Brennelementen in die französische Wiederaufarbeitungsanlage La Hague gegeben hatte. Mehr
ANIMA heißt jetzt Expo
Jahrhunderthalle wird EXPO-Rumpelkammer
Vor einigen Jahren überlegten die Stadthäuptlinge in Bochum, was mit dem riesigen Industrieareal an der Alleestrasse passieren sollte. Hier glühten früher mal die Hochöfen, doch das Gelände war nur noch eine Industriebrache, von der Stadt schnell in „Innenstadt West“ umbenannt, in deren Mitte einsam und verlassen die Jahrhunderthalle stand, eine Industriehalle, die für die Weltausstellung 1900 in Paris erbaut wurde, und später als Turbinenhalle und noch später als Lager diente. Jetzt soll nach langem Hin und Her ein Teil des EXPO-Themenparks hinein. Mehr
Österreich: Wende zum Besseren ?
Bei den jüngsten Wahlen im österreichischen Bundesland Steiermark mußten die Rechtsextremen Freiheitlichen (F) Stimmverluste hinnehmen.
Bei der Landtagswahl in der Steiermark hat die FPÖ fast 5% verloren und liegt jetzt bei 12,4% . In der Stadt Graz, traditionell eine F-Hochburg, verloren sie sogar an die 6%. Das wäre erst mal positiv zu sehen. Gleichzeitig hat aber die ÖVP landesweit 11% zugelegt, ein in dieser Größenordnung in Österreich einzigartiges Ergebnis. Zusätzlich sind die Liberalen aus dem Landtag rausgeflogen - in der Summe hat sich also ein gehöriger Rechtsruck ereignet. Mehr
You are watching big brother oder: Wie ein Netz durch ein Raster ersetzt wird
Wer es wieder mal nicht als Patient ins Big-Brother-Haus geschafft hat, kann jetzt in Leipzig ein ähnliches Erlebnis haben, nur leider ohne Aussicht auf Geldgewinne oder Plattenverträge. Anzeigen kann mensch sich einhandeln, oder Platzverweise, oder Geldstrafen, oder eine Abschiebung. Lustig ist schon Big Brother nicht, an die Realität reicht aber selbst die Fantasie von RTL2 noch nicht heran: In Großbritannien überwachen inzwischen ca. 1,5 Millionen Kameras die Innenstädte. Jeder Winkel, jede Straßenecke, jeder Hauseingang, jeder Platz steht unter der ständigen Überwachung von Polizei-Kameras. Mehr
Springen im Dreieck No 2 gegen Nazis! Freitag, den 10. nov 2000 / 20h30 Uhr ab Schauspielhaus Bochum
kultur
Bertolt Brechts „Kleinbürgerhochzeit”
in der Studiobühne des Schauspielhauses Dortmund
1919 schrieb der junge Brecht einen Einakter, worin er dem (heute ja immer noch recht lebendigen) Kleinbürgertum seinen Bankrott vorführte, den Kampf ansagte und ihm seine Verlogenheiten und Neurosen mit zynischem Karacho um die Ohren knallte. Auf dieser “Kleinbürgerhochzeit” ist wirklich alles Zerstörung - die Braut ist schwanger, die Schwester verschwindet mit einem Freund der Familie, die selbstgebauten Möbel gehen nach und nach in die Brüche, die Gäste hassen sich, das Thema Sexualität schwelt unausgesprochen im Raum, und zusammengehalten wird das alles von ein paar Fetzen Etikette und Umgangsform. Da braucht man nicht drüber streiten, so kaputt war es damals, und so kaputt ist es immer noch, und nichts ist bekannt, was es bessern könnte. Mehr
Abschied
„Die Welt schreitet vorwärts, die Zukunft ist glänzend, und niemand kann diese allgemeine Tendenz der Geschichte ändern.“ (Mao Tse Tung)
Wer nach gymnasialer Oberstufe und 3-sat-Hundertjahrfeier von Brecht nichts wissen mag, aber seit Dianas Tod und Big Brother neugierig ist auf Prominente, ist mit Jan Schüttes Abschied - Brechts letzter Sommer bestens bedient. Abschied ist knallhartes, also dilettantisch gemachtes Kunstgewerbe, ein Stück Rührkino, das noch die immanenten Genrestandards unterschreitet, eine Beleidigung des Publikums mit dessen Einverständnis - kurz, genau der Film, der in der besten aller Welten über den Kommunisten und Staatsfeind Bertolt Brecht erwartet werden durfte. Mehr
Rezension: „Die Gleichung »Marktrelevanz gleich Öffentlichkeit« hat die Rede von Wissenschaft im öffentlichen Interesse abgelöst.“
Wissenschaft und Öffentlichkeit - ein Schwerpunkt in der neuen Forum Wissenschaft
Wenn im selben Satz von »Wissenschaft« und »Öffentlichkeit« die Rede ist, handelt es sich in der Regel um eine Marketing-Veranstaltung. Sei es, dass Wissenschaft bemüht wird, unpopuläre Politik zu rechtfertigen, oder sei es, dass den SteuerzahlerInnen die dringende Notwendigkeit der Investition in irgendeinen profitträchtigen oder von festgezurrten Seitschaften besetzten Forschungsbereich nahegebracht werden soll. Mehr
Rezension: Wenn Kapitalisten den Kapitalismus kritisieren...
(cs) Über Neoliberalismus und die Krisen im aktuellen Wirtschaftssystem sind in den letzten Jahren eine Menge Bücher veröffentlicht worden. Meistens stammten sie von den in diesem Zusammenhang üblichen Verdächtigen, linken Soziologen und Kapitalismuskritikern wie dem französischen Sozialwissenschaftler Pierre Bourdieu. Von allen, die unverändert an den freien Markt glauben, werden sie vermutlich kaum ernstgenommen. Mehr
vermischtes
INITIATIVEN:
Chronik zum Polizeiübergriff vom 11.12 1998: Am 18. Und 20.10.2000 fand ein Prozeß gegen einen jungen Mann statt, der vom Polizeiübergriff betroffen war.
Der Verband der StudentInnen aus Kurdistan- YXK
Der Studienalltag der MigrantInnen ist einerseits geprägt vom Auseinandersetzen mit Ausgrenzung und Diskriminierung und andererseits vom erschwerten Einleben der BildungsmigrantInnen, die aus dem Ausland zu einem Studium hier hin kommen. Gerade auch die aus Kurdistan stammenden StudentInnen sind mit vielseitigen Schwierigkeiten an den Hochschulen konfrontiert. Sprachliche Barrieren, komplizierte Einschreibeverfahren, Wohnungssuche und die finanzielle Versorgung belasten den Alltag der StudentInnen aus Kurdistan.Mehr
LESER/INNENBRIEFE
zu BSZ vom 3. Juli 2000 „Seiltanz mit zweifelhaftem Künstler“
zu Ersti Info Beitrag: „Probleme mit der Wehrpflicht“
STELLENAUSSCHREIBUNG
Die Fachschafts-vertreterInnen-Konferenz (FSVK) sucht: Zwei RedakteurInnen für die Bochumer StudentInnenzeitung bsz
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