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Botanischer Garten
Annette Höggemeier
 
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Botanischer Garten » Monatsporträts » Februar 2004
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Helleborus foetidus L. - Stinkende Nieswurz

giftig !

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Die Stinkende Nieswurz gehört zu den auffallenden heimischen Frühblühern. Das natürliche Verbreitungsgebiet der Art liegt im südwestlichen, westlichen und mittleren Europa. Im kontinentalen Osten kommt sie nicht mehr vor. Man findet sie meist gesellig in lichten Gebüschen und Bergwäldern auf mäßig feuchten, kalkhaltigen Böden. Dem entsprechend ist sie im Botanischen Garten im Revier der montanen/subalpinen Kalkalpen (G 6) angepflanzt. Die Samen besitzen sog. Futterkörperchen (Elaiosomen) und werden von Ameisen verschleppt. Daher hat sich auch hier ein großer Bestand entwickelt.

Helleborus foetidus ist ein immergrüner Halb-strauch, der mit beblätterten Stämmchen überwintert. Für Studenten ist die Pflanze ein bekanntes Lehrbuchbeispiel, da an der Achse die Übergänge von normalen Laubblättern - hier dunkelgrün und fußförmig gefiedert - über Hochblätter zu Blütenhüllblättern zu erkennen sind. Die Blütenhülle besteht aus grünlichen, oft rot gerandeten Blättern, die gleich gestaltet und nicht in Kelch- und Kronblätter zu unterscheiden sind (Perigon).

In den glockenförmigen, nickenden Blüten reifen die Geschlechter nicht gleichzeitig. Beim Aufblühen sieht man im Blüteneingang zuerst nur die Narben der Fruchtblätter. Danach entwickeln sich die Staubblätter. Die Blüten sind vorweiblich oder protogyn. Dadurch soll die Fremdbestäubung gefördert werden. Entfernt man einige Perigonblätter, kann man im Inneren der Blüte tütenförmige Honigblätter sehen - Nahrungsangebot für die zur Blütezeit noch wenigen Bestäuber. Dafür erstreckt sich die Blühdauer über einen langen Zeitraum.

 

 
 
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Letzte Änderung: 02.01.2004 | Ansprechpartnerin: Annette Höggemeier