| Januar |
Februar |
März |
April |
Mai |
Juni |
Juli |
August |
September |
Oktober |
November |
Dezember |
Helleborus
foetidus L.
- Stinkende Nieswurz
giftig !
Die Stinkende Nieswurz gehört zu den auffallenden
heimischen Frühblühern. Das natürliche Verbreitungsgebiet
der Art liegt im südwestlichen, westlichen und mittleren
Europa. Im kontinentalen Osten kommt sie nicht mehr vor. Man
findet sie meist gesellig in lichten Gebüschen und Bergwäldern
auf mäßig feuchten, kalkhaltigen Böden. Dem
entsprechend ist sie im Botanischen Garten im Revier der montanen/subalpinen
Kalkalpen (G 6) angepflanzt. Die Samen besitzen sog. Futterkörperchen
(Elaiosomen) und werden von Ameisen verschleppt. Daher hat
sich auch hier ein großer Bestand entwickelt.
|
|
Helleborus foetidus ist ein immergrüner
Halb-strauch, der mit beblätterten Stämmchen
überwintert. Für Studenten ist die Pflanze
ein bekanntes Lehrbuchbeispiel, da an der Achse die
Übergänge von normalen Laubblättern -
hier dunkelgrün und fußförmig gefiedert
- über Hochblätter zu Blütenhüllblättern
zu erkennen sind. Die Blütenhülle besteht
aus grünlichen, oft rot gerandeten Blättern,
die gleich gestaltet und nicht in Kelch- und Kronblätter
zu unterscheiden sind (Perigon).
|
| In den glockenförmigen, nickenden Blüten
reifen die Geschlechter nicht gleichzeitig. Beim Aufblühen
sieht man im Blüteneingang zuerst nur die Narben
der Fruchtblätter. Danach entwickeln sich die Staubblätter.
Die Blüten sind vorweiblich oder protogyn. Dadurch
soll die Fremdbestäubung gefördert werden. Entfernt
man einige Perigonblätter, kann man im Inneren der
Blüte tütenförmige Honigblätter sehen
- Nahrungsangebot für die zur Blütezeit noch
wenigen Bestäuber. Dafür erstreckt sich die
Blühdauer über einen langen Zeitraum. |
  |
|