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Botanischer Garten
Annette Höggemeier
 
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Botanischer Garten » Monatsporträts » April 2003
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Stachyurus praecox Siebold & Zucc. - Japanischer Perlschweif

 

 

Foto

 

botanischer Name
nach dem Blütenstand:
griech. stachys = Ähre
oura = Schweif, Schwanz
lat. praecox = frühzeitig

Familie:Stachyuraceae
1 Gattung: Stachyurus
mit ca. 10 Arten,
beheimatet in O-Asien
(Himalaya und Japan)

Unter den Zierpflanzen sind die Frühblüher besonders beliebt, sind sie es doch, die die länger werdenden Tage des nahen Frühlings mit Farbe füllen. Für die Insekten sind sie lebenswichtig, da sie ein erstes, jetzt noch eher knappes Nahrungsangebot bedeuten.

Alle Pflanzen, die in unserer Breitenlange vor der Hauptblühphase blühen, haben ihre Knospen im Vorjahr angelegt. Bei den frühblühenden Kräutern, den Geophyten, ermöglichen unterirdische Speicherorgane den frühen Austrieb. Bei den Gehölzen entfalten sich Blütenknospen durch Wasseraufnahme aus dem Stamm und Wurzelwerk, auch wenn der Boden noch gefroren ist.

Der Japanische Perlschweif ist eine Besonderheit unter den Ziergehölzen. Außer in Botanischen Gärten ist er bei uns kaum zu finden, und in den Baumschulen wird er nur selten angeboten. In seinem natürlichen Verbreitungsgebiet kommt er häufig vor, und zwar in Gebirgsgegenden, meist in der Nähe von Wasserläufen.

In Kultur werden die Sträucher kaum höher als 2 m. Sie gedeihen auf regelmäßig feuchten, locker-humosen Böden in sonniger bis halbschattiger Lage und blühen sehr reich und lang. In den abwärts gerichteten, dichten Blütentrauben entfalten sich über 3 bis 5 Wochen nacheinander die blassgelben, glockenförmigen Blüten, die einen schönen Kontrast zu den rotbraunen Zweigen bilden. Könnte dieser grazile Strauch vielleicht in manchem Garten die übliche Forsythie ersetzen?

Wuchsort im Botanischen Garten: Frühlingsgarten M4

 

 
 
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Letzte Änderung: 01.04.2003 | Ansprechpartner: Annette Höggemeier