Glossar der wichtigsten Universitätsbegriffe

Die hier gegebenen Erläuterungen orientieren sich an der Situation in Nordrhein-Westfalen. In anderen Bundesländern sind einige Begriffe z.T. abweichend definiert.

Schein
Siehe Leistungsnachweis
Selbststudium
Selbständige Erarbeitung und Aneignung von Studieninhalten. Neben den in der Studien- oder Prüfungsordnung aufgeführten Lehrveranstaltungen selbstverständlicher und unverzichtbarer Bestandteil jedes Studiums. Bei der Festlegung des Umfangs der zu belegenden Lehrveranstaltungen wird dies berücksichtigt und entsprechend Raum gelassen.
Semester
Lat.: "Zeitraum von sechs Monaten"; Bezeichnung für das akademische Studienhalbjahr. Das Studienjahr ("akademisches Jahr") wird üblicherweise in ein Wintersemester (WiSe) und ein Sommersemester (SoSe) aufgeteilt. Das Semester umfasst die Vorlesungs- und die vorlesungsfreie Zeit. An wenigen Hochschulen (Universitäten der Bundeswehr und einigen Privathochschulen) gibt es auch andere Einteilungen des Studienjahrs (s. Trimester)
Semesterbeitrag
Jede Studierende muss bei der Immatrikulation bzw. der Rückmeldung einen von Hochschule zu Hochschule variierenden Betrag z. B. für Belange der Studierenden, die Aufgaben der Studentenwerke (Sozialbeitrag) u. ä. bezahlen. Im Semesterbeitrag der RUB ist ein Semesterticket für die kostenlose Benutzung des ÖPNV in NRW enthalten.
Semesterferien
Vorlesungsfreie Zeiten zwischen den Vorlesungszeiten der Semester. Es handelt sich dabei aber keineswegs um "Ferien", da in dieser Zeit oftmals Prüfungen und Praktika zu absolvieren sowie Nach- und Vorbereitung von Lehrveranstaltungen zu bewältigen sind.
Semesterticket
An einigen Hochschulen (wie der RUB) eingeführtes, preisgünstiges Ticket, das in Verbindung mit dem Studierendenausweis jeweils für ein Semester zur Benutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln berechtigt. Der Studierendenausweis (Chipkarte) gilt als Ticket für den VRR, das NRW-Ticket muss extra ausgedruckt werden (Ticket-To-Print).
Semesterwochenstunden (SWS)
Anzahl der Stunden, die im Laufe eines Semester in jeder Woche auf Lehrveranstaltungen entfallen. Der Umfang der Lehrveranstaltungen und der Umfang des gesamten Studiums wird in SWS angegeben. Zeiten für die Vor- und Nachbereitung der Veranstaltungen und für das Selbststudium sind darin nicht enthalten.
Seminar
1. Lehrveranstaltung unter der Leitung eines oder mehrerer Dozenten und Dozentinnen, zu der Studierende durch eigene Arbeiten (z. B. Referate) beitragen müssen.
2. Bezeichnung einer universitären Organisationseinheit (z. B. Romanisches Seminar).
Senat
Zentrales Hochschulgremium, das über Angelegenheiten von Forschung, Lehre und Studium der gesamten Hochschule entscheidet. Die Aufgaben des Senats sind durch das Hochschulgesetz NRW und die Verfassung der RUB geregelt. Hierzu gehören u.a. die Bestätigung der Wahl der Mitglieder des Rektorats, Erlass von Ordnungen und Satzungen der Hochschule und die Prüfung des Jahresabschlusses.
s.t.
Abkürzung für "sine tempore" (lat. ohne Zeit). Lehrveranstaltungen, deren Beginn mit diesem Zusatz angekündigt wird, fangen pünktlich zur angegebenen Uhrzeit an. Wer hier mit dem "akademischen Viertel" rechnet, kommt zu spät (vgl. c.t).
Sozialbeitrag
Alle Studierenden müssen jedes Semester einen Sozialbeitrag zahlen. Er setzt sich zusammen aus Beiträgen für das Akademische Förderungswerk (AKAFÖ), für die Studierendenschaft der RUB (AStA). und dem Betrag für das NRW-Semester-Ticket.
Sozialberatung
Beratungseinrichtung für Studierende mit Problemen in sozialen Dingen, z. B. bei der Studienfinanzierung. An der RUB bieten die Zentrale Studienberatung (ZSB), das Studentenwerk (AKAFÖ) und der AStA Sozialberatung an.
Sommersemester (SoSe/SS)
Sommersemester, beginnt am 1.4. eines Jahres und endet am 30.9..
Staatliches Prüfungsamt
Das "Landesprüfungsamt für Erste Staatsprüfungen für Lehrämter an Schulen" ist gemeinsam mit den Hochschulen zuständig für die Durchführung der Ersten Staatsprüfung. Es informiert und berät Studierende und Hochschulen (z.B. in Fragen der Gestaltung von Lehramtsstudiengängen).
Staatsexamen
Abschluss fast aller Lehramtsstudiengänge, in Medizin und Rechtswissenschaften. Diese Studiengänge sind auf der Grundlage einer staatlichen Prüfungsordnung landes- oder bundeseinheitlich geregelt.
Stiftung für Hochschulzulassung (SfH)
Die Stiftung für Hochschulzulassung (SfH) in Dortmund ist u.a. zuständig für die Auswahl und Verteilung von Studienbewerber/innen für einige Studiengänge, die bundesweit Zulassungsbeschränkungen unterliegen wie z.B. Medizin.
Stipendium
Stipendien sind eine gute Möglichkeit Abschlussarbeiten, Auslandsaufenthalte, Kosten für Bücher und andere studienspezifische Ausgaben fördern zu lassen. Es gibt diverse öffentliche und private Träger, die nach unterschiedlichsten Gesichtspunkten Förderprogramme aufgelegt haben, für die man sich bewerben kann.
Studienkreis Film (SKF)
Der Studienkreis Film (SKF) ist einer der ältesten studentischen Filmclubs Deutschlands. Gegründet, um die Ruhr-Universität Bochum zu beleben, ist der SKF nicht nur zu einem festen Bestandteil des Erscheinungsbildes der Universität geworden, sondern er hat sich auch als Bestandteil der nordrhein-westfälischen Kulturszene etabliert. Seit 1966 gestalten Studenten jedes Semester in finanzieller Eigenregie ein anspruchsvolles Kinoprogramm.
Studierendenparlament ("Stupa")
Das Studierendenparlament ist die gewählte Vertretung der gesamten Studentinnenschaft einer Hochschule. Es wird in der Regel einmal jährlich gewählt und bestimmt den AStA.
Studierendenausweis
Einen Studierendenausweis erhält jede Studierende nach erfolgter Immatrikulation. An der RUB wird seit 1997 eine Chipkarte als Kombination aus Studierendenausweis und Servicekarte verwendet.
Studierendensekretariat
Einrichtung der Hochschule, die u. a. für das Bewerbungsverfahren, die Vergabe der Studienplätze und die Einschreibung zuständig ist.
Studentenwerk
siehe Akademisches Förderungswerk (AKAFÖ)
Studienberatung
siehe Zentrale Studienberatung (ZSB) und Fachstudienberatung.
Studienbuch
Mit Studienbuch bezeichnet man eine Mappe, in der die besuchten Lehrveranstaltungen eingetragen und sämtliche Studiennachweise (z. B. Scheine) gesammelt werden. Das Studienbuch dient dem Nachweis über den Besuch der Lehrveranstaltungen und muss dem Prüfungsamt bei der Anmeldung zu Prüfungen vorgelegt werden (vgl. "Belegung").
Studienbüro
siehe Zentrale Studienberatung (ZSB)
Studiengang
Durch eine Studien- und eine Prüfungsordnung geregeltes Studium eines oder mehrerer Studienfächer, das zu einem bestimmten, berufsqualifizierenden Abschluss führt, z.B. Bachlor oder Master. Studiengänge sind "grundständig", wenn sie nicht - wie Ergänzungs- und Aufbaustudiengänge - bereits einen Hochschulabschluss voraussetzen.
Studienjahr, "Akademisches Jahr"
An den Universitäten die Zeit vom 1. Oktober bis zum 30. September des folgenden Jahres ("akademisches Jahr"), an den Fachhochschulen in der Regel die Zeit vom 1. September bis zum 31. August des folgenden Jahres.
Studienordnung
Die Studienordnung spezifiziert die Prüfungsordnung. Aus ihr sind die genaue Fächerverteilung und die Stundenaufteilung ersichtlich.
Studienplatztausch
Wer wegen einer Zulassungsbeschränkung an einem anderen als dem gewünschten Hochschulort einen Studienplatz bekommen hat, kann tauschen. (Ein Tausch ist nicht in allen Studiengänge möglich.) Man braucht dafür seinen Studienbescheid, einen Tauschpartner und die Zustimmung der beiden Hochschulen. Antragsformulare gibt es im Studierendensekretariat der Hochschule.
Studienrichtung/Studienschwerpunkt
Mit diesem Begriff werden - in den Prüfungsordnungen festgelegte - Spezialisierungsmöglichkeiten in den einzelnen Studiengängen bezeichnet. Diese beginnen in der Regel im 2. Studienabschnitt und sind in den Abschlusszeugnissen aufgeführt. (In etwa synonym: "Vertiefungsrichtungen").
studium generale
Als studium generale bezeichnet man 1) Veranstaltungen einer Hochschule, die öffentlich zugänglich sind oder 2) eine Orientierungsphase für Studierende, in der Veranstaltungen verschiedener Fächer besucht werden. An der RUB gibt es kein studium generale, jedoch ein Übersicht von zumeist interdisziplinären Ringvorlesungen, die für Studierende aller Fächer und alle Interessierten aus der Region offen sind.
Studium ohne Abitur
Studienbewerber/innen ohne Hochschulreife (Abitur) können eine Einstufungsprüfung für die Einstufung in ein Studienfach ablegen. Sinn dieser Regelung ist es, Bewerbern die in einem Beruf qualifiziert sind und sich weiterbilden wollen, ein Hochschulstudium zu ermöglichen. Voraussetzungen sind daher: Eine abgeschlossene Berufsausbildung und eine anschließende dreijährige berufliche Tätigkeit. Dabei muss das gewünschte Studienfach nicht mit Ihrer beruflichen Tätigkeit verwandt sein. Meisterinnen und Meister haben einen unmittelbaren, prüfungsfreien Hochschulzugang (Fachhochschulen und Universitäten) zu allen Studiengängen.