Glossar der wichtigsten Universitätsbegriffe

Die hier gegebenen Erläuterungen orientieren sich an der Situation in Nordrhein-Westfalen. In anderen Bundesländern sind einige Begriffe z.T. abweichend definiert.

Praktikum
Meistens außerhalb der Hochschule zu absolvierende berufs- und fachbezogene Tätigkeit (z. B. Unterrichtspraktikum, betriebliches Praktikum). Innerhalb der Hochschule versteht man unter Praktikum experimentelle Arbeiten der Studierenden unter Anleitung (vor allem in naturwissenschaftlichen Fächern). (Vgl. "Vorpraktikum").
Praxissemester
Ein Abschnitt des Studiums, der zwar von der Hochschule geregelt wird, der aber in einem Betrieb oder in einer anderen Einrichtung der Berufspraxis stattfindet.
Professional School of Education (PSE)
Die Professional School of Education berät in allen überfachlichen Fragen zum Lehramtsstudium (Fächerwahl, Organisation des Studiums, Studienortwechsel u.v.a.m.). Als zentrale Anlaufstelle bietet sie auch Hilfestellung bei Fragen zum Referendariat, zum Seiteneinstieg oder zu beruflichen Perspektiven im Berufsfeld Schule.
Professor/Professorin
Amtsbezeichnung für Hochschullehrer und Hochschullehrerinnen, die ihr Fachgebiet in Forschung und Lehre selbstständig vertreten.
Promotion
Verfahren zum Nachweis der Befähigung zu selbstständiger wissenschaftlicher Forschung, das bei Erfolg zum Doktorgrad führt. Die Promotion setzt in der Regel den Abschluss eines Hochschulstudiums mit gehobenem Prädikat (Note "gut" und besser) voraus. Bestandteil der Promotion ist die Anfertigung einer selbstständigen wissenschaftlichen Arbeit, die neue wissenschaftliche Erkenntnisse bringen soll sowie eine mündliche Prüfung (Disputation oder Rigorosum). Sie ist meist Voraussetzung für eine wissenschaftliche Laufbahn.
Propädeutikum
Dem 1. Semester eines Studiums vorgeschaltete Lehrveranstaltungen, auch "Vorkurse" genannt. Sie dienen der Vermittlung von Vorkenntnissen, die nicht generell Bestandteil der zur Hochschulreife führenden schulischen Vorbildung sind, die man aber für den gewählten Studiengang von Anfang an braucht, z.B. Mathematikkenntnisse für ingenieurwissenschaftliche Studiengänge.
Prüfungsamt
Das Prüfungsamt ist zuständig für die formale Abwicklung von Prüfungen. Hier erfährt man z. B. die Modalitäten für die Anmeldung und erhält Auskünfte über die einzuhaltenden Fristen.
Prüfungsordnung
Die Prüfungsordnung regelt die Art und den Ablauf der Prüfungen. Sie gibt Auskunft über Prüfungsabschnitte, Prüfungspflichtfächer, besondere Voraussetzungen für Prüfungsmeldungen, die Anfertigung der Abschlussarbeit usw. Aus der Prüfungsordnung sind vor allem die zu erbringenden Leistungsnachweise, Module und zugehörigen credit points zu ersehen.