Ausbildung an der RUB
Berufsausbildung an der Ruhr-Uni Bochum
Ausbildungsberuf Physiklaborant/in
Physiklaboranten/-innen
führen physikalische Messungen und Versuchsreihen durch. Sie bauen
Versuchsanlagen auf, bereiten Messungen und Versuche vor, führen
sie durch und dokumentieren sie. Hauptsächlich arbeiten
Physiklaboranten/-innen in physikalischen Laboratorien an Hochschulen
und physikalischen Forschungsinstituten oder Laboratorien der Elektro-,
Glas- und Baustoffindustrie. Darüber hinaus sind sie im Maschinen-
und Anlagenbau oder in Entwicklungsabteilungen der Luft- und
Raumfahrtechnik tätig.
Inhalte und Ablauf der Ausbildung
Physiklaborant/in
ist ein anerkannter Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz.
Die bundesweit geregelte 3 1/2-jährige Ausbildung wird
regelmäßig an der Ruhr-Universität Bochum angeboten.
Bitte beachten Sie die Hinweise ob es in diesem Jahr ein entsprechendes
Ausbildungsangebot an der Ruhr-Uni Bochum gibt oder fragen Sie nach.
In der Ausbildung lernen die Auszubildenden beispielweise:
- wie sie Laborgeräte aus den
unterschiedlichsten Materialien, z.B. Glas, Porzellan und Metall, zum
Aufbewahren, Lagern, Trennen, Vereinigen und Reinigen von
Arbeitsstoffen einsetzen
- Arbeitsstoffe zu kennzeichnen und z.B. mit Säuren und Salzen sowie mit organischen Lösemitteln umzugehen
- welche physikalischen und chemischen Methoden der Stofftrennung, -vereinigung und -reinigung es gibt
- wie sie Spannung, Widerstand und Stromstärke messen sowie Schaltungen anfertigen und Geräte montieren
- wie man mikrobiologische Arbeitstechniken anwendet, z.B. Sterilisation und Desinfektion
- welche Maßnahmen zum Schutz vor Korrosion und Verschleiß zu ergreifen sind
- wie sie Flächen und Volumina berechnen und aus verschiedenen Werkstoffen Verbindungen herstellen, abdichten und lösen
- den Druck von Luft und Gasen sowie Länge, Volumen und Masse zu bestimmen
- wie Arbeitsabläufe und -ergebnisse protokolliert und dokumentiert werden
- wie man die Mechanik von Festkörpern,
Flüssigkeiten und Gasen charakterisiert, Kräfte bestimmt und
berechnet sowie elastische Größen bestimmt
- wie man Messungen und Berechnungen zur Wärmeausdehnung durchführt
- wie man elektrische und elektronische Schaltpläne und die dazu notwendigen Schaltzeichen liest
- welche praktischen Möglichkeiten der Datenerfassung, -verarbeitung und -ausgabe es im Labor gibt
- welche Sicherheitsmaßnahmen zum Strahlenschutz es gibt und wie man sie anwendet
- wie man elektrotechnische Größen und elektrische Parameter im Wechselstromkreis bestimmt und berechnet
- wie man Computer zur Lösung labortechnischer Aufgaben einsetzt, z.B. zur Steuerung, Messdatenerfassung und -auswertung
- wie die Arbeitsschutz- und Unfallverhütungsvorschriften angewendet werden
- welche Umweltschutzmaßnahmen zu beachten sind
Während des theoretischen Unterrichts in der Berufsschule
erwirbt man grundlegende Kenntnisse z.B. auf folgenden Gebieten:
- Stoffe, ihre Eigenschaften und Verfahren zur Stofftrennung
- Aufbau der Materie und Periodensystem der Elemente
- Elektrotechnik und Elektrochemie
- Messtechnik und Sensorik
- instrumentelle Analytik
- Informationstechnik
- Atom- und Kernphysik
- mathematische Grundlagen
Tätigkeiten als ausgelernte(r) Physiklaborant/in
Physiklaboranten
und Physiklaborantinnen arbeiten in Forschungs- und
Entwicklungslaboratorien, Prüfinstituten oder Labors der
Computer-, Elektro-, Metall- oder Chemieindustrie. Sie ermitteln durch
Versuche oder Messreihen die Eigenschaften von Werkstoffen und
Systemen. Zu diesem Zweck erstellen sie den Versuchsaufbau und
führen den Versuch mithilfe von rechnergesteuerten
Messeinrichtungen durch. Die gewonnenen Ergebnisse dokumentieren,
analysieren bzw. interpretieren sie und bereiten sie zum Beispiel
für Physiker/innen oder Entwicklungsingenieure auf. Zudem warten
sie die technischen Versuchs- und Prozessapparaturen und halten sie
instand.
Physiklaborant/in haben hauptsächlich folgende Aufgaben:
- Proben entnehmen oder Probenkörper herstellen
- Maßlösungen herstellen
- Messgeräte an den Versuchsaufbau anschließen
- Versuche und Versuchsreihen durchführen
- mechanische Messgeräte wie Messschieber, Messuhren oder Waagen und elektronische Messgeräte einsetzen
- Versuchsaufbau steuern und Messdaten rechnergesteuert einlesen
- Materialanalysen ausführen, dabei
spektroskopische Methoden anwenden, z.B. NMR-, IR-Spektroskopie oder
Atomabsorptionsmethode
- Zug- und Bruchfestigkeit von Werkstoffen bestimmen
- Eigenschaften nanotechnologisch bearbeiteter Materialien untersuchen
- Versuchsablauf dokumentieren
- Versuche und Versuchsreihen auswerten und interpretieren
- Messungen einschätzen und bewerten
- Berechnungen ausführen
- Messergebnisse physikalisch interpretieren
- Versuch und seine statistische Auswertung in weiteren Durchgängen verbessern
- Systeme der Informations- und Kommunikationstechnik einsetzen
- Programme für die Versuchsdokumentationen und die Versuchsauswertung schreiben
- Geräte und Versuchsaufbauten pflegen und instand halten
Vor Versuchsbeginn überprüfen Physiklaborant/innen noch einmal alle benötigten Geräte.
Sind die computergesteuerten Messgeräte richtig eingestellt und
bei den einzelnen Arbeitsschritten alle Vorschriften zu Sicherheit,
Arbeits- und Umweltschutz berücksichtigt?
Das ist beim Umgang mit Säuren und Laugen extrem wichtig, etwa,
wenn sie diese mit Metallen versetzen und Reaktionsgleichungen
aufstellen.
Außerdem bestimmen sie physikalische Größen wie
Länge, Volumen oder Masse und untersuchen Druck oder Temperatur.
Darüber hinaus führen Physiklaborant/innen auch folgende Tätigkeiten aus:
- Versuche planen und vorbereiten
- technische Unterlagen wie Schaltpläne oder Versuchsbeschreibungen durcharbeiten
- Apparaturen auswählen und bereitstellen
- Versuchsaufbauten errichten
Berufliche Weiterbildung
Physiklaborant/innen,
die sich das Ziel gesetzt haben, beruflich voranzukommen, können
aus einer Palette an Angeboten zur Aufstiegsweiterbildung
auswählen.
Naheliegend ist es beispielsweise, eine Prüfung als Techniker abzulegen. Anbieten würden sich die Prüfungen zum:
- Techniker/in der Fachrichtung Physiktechnik
- Techniker/in der Fachrichtung Werkstofftechnik
Schulische Voraussetzungen
Grundsätzlich
wird - wie bei allen anerkannten, nach dem Berufsbildungsgesetz
geregelten Ausbildungsberufen - keine bestimmte schulische oder
berufliche Vorbildung rechtlich vorgeschrieben, für einen
erfolgreich Abschluss der Ausbildung ist ein mittlerer Schulabschluss
oder das Abitur bzw. ein Fachabitur mit guten Noten in den folgenen
Fächern aber sinnvoll.
- Mathematik
- Physik
- Chemie
- Englisch
Information und Bewerbung
Ruhr-Universität Bochum
Dezernat 3/ Zentrale Ausbildung
Frank Rous
ICN 02/687
44780 Bochum
Tel : 0234 / 32 27611
Fax: 0234 / 32 07611
e-Mail:
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Letzte Änderung: 23.09.2010 |
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