Ausbildung an der RUB
Berufsausbildung an der Ruhr-Uni Bochum
Ausbildungsberuf Baustoffprüfer/in
Baustoffprüfer/in
ist ein staatlich anerkannter Ausbildungsberuf nach dem
Berufsbildungsgesetz. Die Berufsausbildung zum Baustoffprüfer
dauert in Deutschland drei Jahre. Die Lehre kann bei entsprechender
Qualifikation um sechs Monate verkürzt werden. Die
Ruhr-Universität Bochum bietet die Ausbildung zum(r)
Baustoffprüfer/in in allen drei Schwerpunkten an:
- Mörtel- und Betontechnik
- Asphalttechnik
- Geotechnik
Inhalte und Ablauf der Ausbildung
Baustoffprüfer/innen
lernen während Ihrer Ausbildung verschiedene Fertigkeiten dazu
gehören unter anderem Kenntnisse:
- wie Proben entnommen und gekennzeichnet werden und wie man die Geräte zur Probeentnahme instand hält
- wie man technische Unterlagen, Pläne und
Karten liest, Probekörper und Lagepläne skizziert,
Handskizzen anfertigt und Messpunkte einträgt
- was bei der Arbeit mit Arbeits- und
Baurohstoffen, Bindemitteln und Mischungen zu beachten ist, wie man
z.B. Laugen, Säuren und Lösungsmittel einsetzt, Anforderungen
an Baurohstoffe und Bindemittel ermittelt, Labormischungen herstellt
- wie man mit physikalischen und chemischen
Methoden misst und prüft, z.B. die Korngrößenverteilung
und die Dichte von Stoffen bestimmt, Temperatur, Luftdruck und
Feuchtigkeit misst, ph-Werte bestimmt und Massenanteile und
Stoffmengenkonzentration berechnet
- was man bei der Arbeit mit Laborgeräten beachten muss
- welche Prüfnormen anzuwenden sind und wie man Messtoleranzen festlegt
- wie Informationen beschafft und die
Datensysteme eingesetzt werden können und wie fremdsprachliche
Fachbegriffe anwendet werden
- welche Vorschriften bei der Arbeit mit Altlasten, Abfall- und Gefahrstoffen zu beachten sind
- wie man zur Qualitätsverbesserung im Betrieb beitragen kann
- Baustoffprüfungen planen und vorbereiten Physikalische und chemische Eigenschaften von Baustoffen bestimmen
- Anorganische Bindemittel prüfen
- Bitumen und bitumenhaltige Bindemittel prüfen
- Gesteine und Böden bestimmen und klassifizieren
- Eigenschaften und Einsatzmöglichkeiten von Gesteinskörnungen bestimmen
- Betonrezepturen erstellen
- Natürliche und künstliche Baustoffe, Mörtel, Estriche und Putze untersuchen
- Bodeneigenschaften bestimmen und Bodenkennwerte ermitteln
- Asphaltrezepturen erstellen und Asphalte prüfen
- Frisch- und Festbeton prüfen
- Ermittlung von Schadensursachen in Objekten
Tätigkeiten als ausgelernte(r) Baustoffprüfer/in
Baustoffprüfer/innen
finden Beschäftigung in Beton- und Asphaltmischwerken, in
Erdbaulaboren, bei Straßenbaubehörden oder in
Materialprüfanstalten und Universitäten oder Fachhochschulen.
Typischerweise arbeitet ein(e) Baustoffprüfer/in im Labor, auf
einer Baustelle oder im Rahmen der Bauvorbereitung oder bei der
Begutachtung von Böden im Außenbereich, im freien
Gelände. Der/die Baustoffprüfer/in kontrolliert und
überprüft die Qualität von Baustoffen das sind zum
Beispiel:
- Zement
- Mörtel
- Beton
- Asphalt
Ein(e) Baustoffprüfer/in kontrolliert Rohstoffe, Hilfsstoffe und Zwischenprodukten wie beispielsweise:
- Wasser
- Kohle
- Gips
- Flugasche
- Hochofenschlacke
Baustoffprüfer/innen prüfen beispielsweise den Gehalt und die
Qualität von bituminösen Bindemitteln, Zuschlaggemischen und
die Eignung von Asphalten im Straßenbau. Zunächst bereiten
sie die Probenahme vor und entnehmen die Proben. Je nach Schwerpunkt
und Arbeitsauftrag untersuchen Baustoffprüfer/innen beispielsweise
Böden auf Tragfähigkeit oder führen Sondierungsbohrungen
durch, um die Verdichtungs- und Wasseraufnahmefähigkeit eines
Bauuntergrundes zu ermitteln. Oder sie stellen die Belastung mit
umweltschädigenden Stoffen fest. Sie testen Mörtel, Beton,
Asphalt und andere Baustoffe auf ihre Eigenschaften und
Einsatzfähigkeit für die gewünschten Bauwerke oder
Straßenbeläge, z.B. auf Druckfestigkeit, Verhalten bei Hitze
oder Kälte oder auf ihre Zugehörigkeit zu bestimmten
Güteklassen. Die Untersuchungen führen sie im Labor durch,
wobei sie verschiedene chemische und physikalische Methoden, aber auch
Prüfmaschinen einsetzen. Bei ihrer Arbeit orientieren sich
Baustoffprüfer/innen an den Sollwerten, Gütevorschriften,
Baustoffnormen und anderen Regelwerken. Ihre Prüf- und
Messergebnisse dokumentieren sie, werten sie aus und stellen die
Auswertung grafisch dar. Sie erstellen Prüfberichte und
erläutern den Kunden die Ergebnisse.
Berufliche Weiterbildung
Spezialisierungsmöglichkeiten
ergeben sich für Baustoffprüfer/innen bereits durch die in
der Ausbildung gewählten Schwerpunkte Geotechnik, Mörtel- und
Betontechnik oder Asphalttechnik. Davon abhängig konzentrieren sie
sich z.B. auf Boden- oder Baugrunduntersuchungen, Mörtel-, Beton-
oder Asphaltprüfungen, auf Kontroll- und Schadensuntersuchungen an
Straßen und Wegen.
Aufstiegsfortbildung
- Staatlich geprüfter Techniker/Staatlich geprüfte Technikerin Fachrichtung Bautechnik (ohne Schwerpunkt)
- Staatlich geprüfter Techniker/Staatlich geprüfte Technikerin Fachrichtung Chemietechnik (ohne Schwerpunkt)
- Staatlich geprüfter Techniker/Staatlich geprüfte Technikerin Fachrichtung Geologietechnik
- Staatlich geprüfter Techniker/Staatlich geprüfte Technikerin Fachrichtung Werkstofftechnik
- Technischer Fachwirt/Technische Fachwirtin
Schulische Voraussetzungen
Gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung zum
Baustoffprüfer beziehungsweise zur Baustoffprüferin bilden
vertiefte Kenntnisse in den nachfolgend genannten Schulfächern:
Da die Auszubildenden ihre Untersuchungsergebnisse am Computer
auswerten und auch Grafiken und Dokumentationen rechnergestützt
erstellen, sind Kenntnisse und Erfahrungen in der Datenverarbeitung
hilfreich.
Information und Bewerbung
Ruhr-Universität Bochum
Dezernat 3/ Zentrale Ausbildung
Frank Rous
ICN 02/687
44780 Bochum
Tel : 0234 / 32 27611
Fax: 0234 / 32 07611
e-Mail:
azubi@ruhr-uni-bochum.de
Letzte Änderung: 23.09.2010 |
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