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Transport von Gefahrgut im PKW

Gewerblicher Transport im PKW

Der gewerbliche Transport von Gefahrgut im PKW/Kombi oder Transporter mit und ohne Anhänger liegt im Geltungsbereich des ADR. Bei der Durchführung des Transportes kann auf Erleichterungen im ADR zugegriffen werden, den sogenannten Freistellungen. Die möglichen Freistellungen sind im Abschnitt 1.1.3 ADR aufgeführt. Die Freistellungen sind stets mit Bedingungen verbunden.

Für den Transport im PKW/Kombi oder Transporter mit und ohne Anhänger eignet sich am besten die Freistellung über die "1000-Punkte-Regelung". Zum Beispiel ist für den Transport über die 1000-Punkte-Regelung kein besonderes Fahrzeug vorgesehen, der Fahrer benötigt keinen ADR-Schein, das Fahrzeug muss nicht mit Warntafeln und Großzettel gekennzeichnet werden und außer einem 2 kg Feuerlöscher ist keine weitere ADR-Ausrüstung erforderlich.

Der Verband der Chemischen Industrie hat die VCI-Leitlinie "Beförderung von gefährlichen Güter im PKW/Kombi" veröffentlicht. "Die Leitlinie soll mit Blick auf den Fahrzeugführer in kompakter Form den rechtlich verbindlichen Rahmen erläutern, auf Erleichterungen und Freistellungen bei bestimmten Kleinmengen hinweisen und über die Vorschrift hinausgehende, sicherheitsrelevante Empfehlungen zur Verfügung stellen."


Privater Transport im PKW

Die Vorschriften des ADR gelten nicht für Beförderungen gefährlicher Güter, die von Privatpersonen durchgeführt werden, sofern diese Güter einzelhandelsgerecht abgepackt sind und für den persönlichen oder häuslichen Gebrauch oder für Freizeit und Sport bestimmt sind, vorausgesetzt, es werden Maßnahmen getroffen, die unter normalen Beförderungsbedingungen ein Freiwerden des Inhalts verhindern. Wenn diese Güter entzündbare flüssige Stoffe sind, die in wiederbefüllbaren Behältern befördert werden, welche durch oder für Privatpersonen befüllt werden, darf die Gesamtmenge 60 Liter je Behälter und 240 Liter je Beförderungseinheit nicht überschreiten. Eine Beförderungseinheit kann aus einem PKW/LKW mit oder ohne Anhänger bestehen. Gefährliche Güter in Großpackmitteln (IBC), Großverpackungen oder Tanks gelten nicht als einzelhandelsgerecht verpackt.