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Der Teilchenbeschleuniger der RUB - Führung für RUB Alumni beim Sommerfest 2011

Am 22. Juni 2011 fand das Uni-Sommerfest der Ruhr-Universität wie jedes Jahr heiter, bunt, nationalitäten- und generationenübergreifend statt. Für Alumni gab es an diesem Tag wieder die Gelegenheit, ungewöhnliche Orte auf dem Campus zu entdecken: dieses Mal den Teilchenbeschleuniger der RUB.

Am späten Nachmittag traf sich eine Gruppe von Alumni vor dem RUBION, um das Teilchenbeschleuniger-Labor der RUB zu besichtigen.
Das RUBION ist die zentrale Einrichtung der Ruhr-Universität für Ionenstrahlen und Radionuklide. Dr. Hans-Werner Becker, wissenschaftlicher Mitarbeiter bei RUBION, erklärte in seiner Einführung, wie ein Teilchenbeschleuniger funktioniert und wofür er eingesetzt wird.

Erst die Theorie

In einem Teilchenbeschleuniger werden kleinste Teilchen mit einer Spannung von bis zu 4 Mio. Volt auf nahezu Lichtgeschwindigkeit beschleunigt und durch Vakuumrohre auf einen Versuchsaufbau geschossen. Spulen und Magnete halten die Teilchen auf der Bahn.

RUBION betreut Experimente in der naturwissenschaftlichen Forschung und Lehre und entwickelt die hierfür benötigten speziellen Geräte. Wissenschaftler verschiedener Fachrichtungen (Nano-, Material-, Lebenswissenschaften) und auch Kunden aus der Industrie nutzen die Teilchenbeschleuniger, um Substanzen zu analysieren oder neue Materialien zu herzustellen. Zurzeit sind im RUBION fünf verschiedene Teilchenbeschleuniger in Betrieb.

Die Führung

Dr. Becker führte die Alumni durch die verschiedenen Beschleunigerhallen und hier wurde schnell deutlich: Im RUBION herrscht „work in progress“, es wird geforscht, entwickelt und gebastelt, an beeindruckenden Apparaturen, die nicht nur technischen, sondern manchmal auch ästhetischen Kriterien gehorchen.

Die Alumni konnten ihre Fragen stellen, machten viele Fotos und gewannen Erkenntnisse, die auch für fachliche Laien verständlich aufbereitet wurden. Alumnus Hartmut Mey: „Auch wenn der eine oder andere Teilnehmer (so wie z. B. ich) kein Naturwissenschaftler ist oder war, so sind solche Informationen hochinteressant, gleich welcher wissenschaftlicher Herkunft wir Alumni auch sind.“

Schlusspunkt der Führung war die beeindruckende „Kommandobrücke“, von der aus die Teilchenbeschleuniger gesteuert werden. Diese Halle zeigt augenfällig, wie sich die Technik seit den Anfängen des RUBIONS gewandelt hat: In den 1970er Jahren stand hier ein Großrechner – moderne Computer benötigen nicht mehr so viel Platz; so ist viel Freiraum entstanden, der heute z.B. für einen Besprechungsraum genutzt wird.

Nach fast zwei Stunden in den fensterlosen „Bunkern“ des RUBION tauchten die Alumni wieder ein in das Uni-Fest auf dem Campus. Einen Bericht vom Uni-Sommerfest mit Fotostrecke finden Sie hier.