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2005

Dr. Sabine Borgmann (†)

PostDoc an der University of Arkansas im Bereich Analytische Chemie

Dr. Sabine Borgmann studierte zwischen 1996 und 2001 Biochemie an der Ruhr-Universität Bochum. 2005 schloss sie dies mit einer Promotion in der Arbeitsgruppe Elektroanalytik & Sensorik bei Prof. Dr. W. Schuhmann ab. Ab 2005 war sie als PostDoc in der Research Group von Dr. C. Wilkins an der University of Arkansas im Bereich Analytische Chemie.

 

 

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RUB Alumni: Was hat Sie dazu bewogen in die USA zu gehen?

Dr. Borgmann: Ich wollte gerne einen PostDoc-Aufenthalt im Ausland absolvieren und mein wissenschaftliches Feld wechseln. Die Entscheidung in die USA zu gehen, wurde mir dadurch erleichtert, dass mein Ehemann mitgekommen ist und hier in Fayetteville einen sehr guten Arbeitgeber gefunden hat. Für uns beide ist dieser Auslandsaufenthalt zu einer sehr wertvollen und schönen Erfahrung geworden, die wir nicht missen möchten.

RUB Alumni: Welche Aufgabe haben Sie dort?

Dr. Borgmann: In der Nachwuchsforschergruppe bei Prof. Wilkins habe ich Gelegenheit, mit hochauflösender Massenspektrometrie, der sogenannten Fourier Transform Massenspektrometrie, zu arbeiten. Wir schauen uns z. B. die Zusammen­setzung der Phospholipide in biologischen Membranen an. Eines meiner anderen Projekte ist die Realisierung eines Aerosol Fourier Transform Massenspektrometers zur Untersuchung der Zusammensetzung von kleinen Partikeln.

RUB Alumni: Warum haben Sie damals Bochum als Studienort gewählt?

Dr. Borgmann: Ich wollte unbedingt Biochemie studieren und habe mich bei allen Universitäten beworben, die diesen Studiengang angeboten haben. Außer der Universität Hannover, da ich ursprünglich daher komme. Meine Eltern und ich waren definitiv dafür, dass mir nach dem Abitur ein „anderer Wind um die Nase wehen“ sollte. Bochum war die erste Uni, die mir zugesagt hat.

RUB Alumni: Wenn Sie Ihr Studium in vier Worten zusammenfassen müssten, wie würden Sie das machen?

Dr. Borgmann: Vier Worte – das ist ganz schön schwer. „Verdammt viel Arbeit“

RUB Alumni: Wie lange hat es gedauert, bis Sie das Geschosssystem der Universität durchschaut haben?

Dr. Borgmann: Das hat nur ein paar Monate gedauert.

RUB Alumni: Welchen Gegenstand aus Ihrer Studienzeit besitzen Sie noch heute?

Dr. Borgmann: Jede Menge Bücher und natürlich den Taschenrechner. Die Umrechnungs­taste von °C in °F ist hier beim Kuchen backen einfach unverzichtbar.

RUB Alumni: Was vermissen Sie am meisten, wenn Sie an Ihre Studienzeit zurückdenken?

Dr. Borgmann: Ich vermisse am meisten den Zusammenhalt und die Gemeinschaft, durch die sich unser Jahrgang der Chemie- und Biochemiestudierenden ausgezeichnet hat. Nach den ersten zwei Semestern hatten wir uns ziemlich gut zurechtgerauft und hatten neben der ganzen Arbeit und den Herausforderungen des Studiums auch jede Menge Spaß zusammen. Nach dem Studium haben wir im November 2003 ein Semestertreffen im „Clochard“ veranstaltet, zu dem auch erstaunlich viele gekommen sind, die nicht mehr im Ruhrgebiet waren. Wird wohl mal wieder Zeit, dass wir wieder so ein Treffen auf die Beine stellen! Ich bin persönlich sehr dankbar, dass aus einigen der Freundschaften aus Studien- und Doktorarbeitszeit auch sogenannte „Freunde fürs Leben“ geworden sind.

RUB Alumni: Was verbindet Sie heute mit Bochum und der Uni?

Dr. Borgmann: Bochum ist ein Stück Heimat für mich geworden. Ich habe die Stadt und das Ruhrgebiet mit seinem rauen Charme lieb gewonnen. Die RUB steht für eine solide Ausbildung. Mit der RUB verbinden mich viele Freunde und Kollegen, die ich schätzen gelernt habe. Besonders erwähnen möchte ich meinen Doktorvater Prof. Wolfgang Schuhmann, der mir unzählige Möglichkeiten eröffnet und mich beim „Erwachsen werden“ während der Doktorandenzeit begleitet hat.

RUB Alumni: Wie sehen Ihre künftigen Pläne aus?

Dr. Borgmann: In 2007 werde ich wieder nach Deutschland zurückgehen und daran arbeiten, eine eigene Nachwuchsforschergruppe aufzubauen.

RUB Alumni: Wenn Sie heute noch einmal studieren würden, welches Fach würden Sie heute wählen? Würden Sie auch wieder in Bochum studieren?

Dr. Borgmann: Ich würde wieder Biochemie und auch gerne wieder in Bochum studieren. Auch durchaus in Bochum - ich habe die Studienzeit in Bochum sehr genossen!

RUB Alumni: Was würden Sie gerne den heutigen Bochumer Studierenden mit auf dem Weg geben?

Dr. Borgmann: Universitäre Ausbildung ist ein Privileg, das viele Menschen dieser Welt nicht genießen. Nutzt dieses Privileg! Ein Studium bietet uns nicht nur die Möglichkeit eines Abschlusses zum Start ins Berufsleben, sondern auch persönlich über uns hinauszuwachsen.

RUB Alumni: Vielen Dank für das Gespräch.

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