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Prof. Dr.-Ing. Gerhard Wagner
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Kooperation ja, Fusion nein - Bewährte Dinge werden wir nicht mit aller Gewalt ändern - Die Universität muss selbstbewusst auftreten: Unmittelbar nach der Wahl zum neuen Rektor hat Gerhard Wagner erste Statements zu aktuellen Themen gegeben.

Zu Reformen in Forschung und Lehre ...:
"Begonnene Reformprojekte wie die gestuften Studiengänge oder die Lehrerbildung müssen wir konsolidieren. Diese Universität ist forschungsstark und wird es auch bleiben, wir müssen jedoch für Forscher und Lehrende gute Rahmenbedingungen schaffen - und natürlich auch für die Studierenden, z. B. indem Studiengänge studierbar bleiben. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter brauchen vernünftige Arbeitsbedingungen, sie sind letztlich die Basis, auf der die RUB ruht."

... und zur Vorreiterrolle der RUB:
"Einige dieser Dinge habe ich persönlich mit auf den Weg gebracht, z. B. die Juniorprofessur. An meinem Lehrstuhl gibt es auch eine Juniorprofessur, weil ich von diesem Konzept überzeugt bin. Bei allen Reformen: Mit mir wird es jedoch nicht die Einheitlichkeit über alle Fakultäten geben. Ich heiße z. B. gestufte Studiengänge in den Ingenieurwissenschaften nicht gut. Ich habe immer gesagt: Diese Universität ist so vielschichtig und die Fächerkulturen sind so unterschiedlich, dass man nicht mit einer Lösung über alles arbeiten kann. Dinge, die z. B. in den Geisteswissenschaften sehr viel Sinn machen, sind nicht automatisch auch in den Ingenieurwissenschaften sinnvoll. Das heißt, bewährte Dinge werden wir nicht mit Gewalt ändern."

Zu Kooperation und Fusion:
"Kooperation mit anderen Hochschulen war und ist ein Thema, allein schon aufgrund der äußeren Zwänge. Ich schließe mich jedoch den Worten des Dortmunder Rektors an: Kooperation ja, Fusion nein."

Zu seiner ersten "Amtshandlung":
"Erst mal mit meiner Frau feiern."

Zum neuen Rektorat:
"Das neue Rektorat wird nicht vor Ende des Jahres stehen. Ich hoffe auch, dass es mir gelingt, eine Prorektorin zu berufen. Alle vier Säulen der Universität - Geistes-, Ingenieur-, Naturwissenschaften und Medizin - sollen im Rektorat vertreten sein, um den Sachverstand aus diesen Bereichen zu bündeln. Das werde ich auch umsetzen - und ich möchte den Prorektoren wesentlich mehr Einfluss nach innen geben."

Zur politischen Rolle des Rektors:
"Ich meine, die Universität muss selbstbewusst auftreten und dem Ministerium keinen voreiligen Gehorsam erbringen. Wir müssen vielleicht auch schon im Vorfeld auf die Politik einwirken, um unsere Position zu vertreten."

Und zur Zukunft:
"Das Jahr 2003 wird das schwierigste der kommenden vier Jahre, weil uns die Mittelschöpfung gestrichen wird, so dass dem Rektorat viele Million fehlen werden. Wer auch als Rektor gewählt worden wäre, hätte im nächsten Jahr vor sehr, sehr großen Problemen finanzieller Art gestanden. Daher stellt das noch amtierende Rektorat Überlegungen an, Mittel intern zu sperren, um das neue Rektorat nicht zu sehr zu belasten."

 
 
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Letzte Änderung: 11.11.2002  | Ansprechpartner/in: Inhalt & Technik